# All,
möchte ja btrend nicht angreifen aber doch auch meine Meinung hier vertreten.
Aktientrends laufen meist länger, als man vermutet. Nachdem das Verhältnis von steigenden und fallenden US-Aktienkursen im Juli 2002 sein Tief erreichte,tendiert Wall Street im Trend nun schon seit44 Monaten aufwärts,ohne daß es bisher zu einer nennenswerten prozentual zweistelligen Rekationen kam. Diese ungewöhnlich Länge dieses Trends hat viele Marktteilnehmer zuletzt dazu veranlaßt, vorauszusagen, daß bald eine Börsen-Abwärtstrend beginnt. ( btrend und andere ) Allerdings muss man sich vor Augen halten,daß die heutigen wirtschaftlichen Voraussetzungen andere sind als jene, die zu den Aufwärt-und Abwärtszyklen der Nachikriegszeit führten. Die Hauptursache für eine Abwärtsbewegung- scharf eingeschränkte Liquidität durch eine Notenbank- fehlt heute nach wie vor. DieKreditausweitung der US-Wirtschaft im letzten Jahr lag bei knapp 10%,die der Immobilienkredite sogar bei 14% (US-Banken haben 60% Immobilienkredite in der Bilanz früherer Durchschnittssatz ca 20%) Inzwischen gibt es in den USA für fast 10.000 Mrd$ Hypotheken bzw. bald so viel wie das gesamte US-Bruttoinlandsprodukt.Allein im letzten Jahr beliehen die Amerikaner ihrer Häuser im Gegenwert von fast 7% des Bruttoinlandsprodukts.
Kein Wunder,daß die Geldmenge M3 unter Greenspan um über 150% mehr wuchs als in den 200 Jahren US-Wirtschaftsgeschichte davor.Vor dem Hintergrund einer solchen Schuldenexplosion[/ B] können die Amerikaner ( die Deutschen ebenso) überhaupt keine Politik des knappen Geldes leisten.Zwar wurden die Zinsen in Mini-Schritten angehoben. aber real- nach Inflation-ist der ( de facto Null) Zins immer noch weit von jenen 2-3% Normal-Realzins,der für eine stabile Inflationsrate notwendig ist, entfernt.
Die Schuldenlastigkeit des US-Konsumenten ( aber auch die sonstige Zerbrechlichkeit des Finanzsystems) werden also weiterhin für relativ hohe Liquidität sorgen. Damit dürfte der 2002 begonnene Aufwärtstrend an den internationalen Aktienmärkte noch nicht vorbei sein! Die noch immer ( vor allen Dingen real) ungewöhnlich niedrigen Zinsen einerseits und die sehr hohe Liquidität ( wozu auch die wachsende Verfügbarkeit von Bankkrfediten international gehört) machen eine bereits bevorstehende Aktienbaisse vorerst unwahrscheinlich.
Wie man feststellen kann sind eben auch die fundamentalen Daten nicht zuvergessen, was ja viele reine Charttisten und Zykliker leider nicht beachten, dort zählen eben nur die Tiefs und Hochs.Diese Zyklen sind natürlich gute Hilfsmittel um Wendepunkte an den Märkten zuerkennen aber eben nicht alles.
Gefährlich wird es, wenn in den USA eine ernsthafte Konsumschwäche deutlich wird. Allerdings sind die seit Jahren bekannten Warnungen vom baldigen Untergang der überschuldeten US-Wirtschaft, die man kaum noch hören kann.Seit vielen Jahren schon wird vor dem rekordhohen Handelsbilanzdefizit, der ausufernden Staatsverschuldung und der gewaltigen Immobilienblase in Amerika gewarnt- doch nichts ist bisher passiert. Es hat sich deshalb eine gewisse Sorglosigkeit breit gemacht.
Hier noch einige Zahlen zum Nachdenken!
Der Gegenwartswert sowie die gesamten zukünftigen Zahlungsverpflichtungen der US-Regierung beläuft sich inzwischen auf [B]51´000 Milliarden Dollar Eine unglaubliche Summe, die in etwa der gesamten Weltwirtsschaftsleistung entspricht!
Aus der gesamten Misere gibt es nur einen politischen gangbaren Ausweg für die US-Regierung sowie ihren Zentralbankchef Ben Bernanke: die Hyperinflation
Also Zyklen , Trends, Tiefs, Hochs zum trotz beibt doch nur eins raus aus dem Papiergeld und rein in die Edelmetallen.Auf jedenfall sollte man die Wichtung zu den Edelmetallen hin verstärken und sich nicht von kurzfristigen Auf-und Abs an den Märkten zuverunsichern zulassen.
gurss hpoth