Beiträge von trenntWände

    ... nichts anderes als Verlagerung der Kreditaufnahme von einzelnen Wirtschaftssubjekten auf die breite Masse.


    An diesem Trend wird sich die nächsten 10 Jahre auch nicht viel ändern, ...

    Solange Saudis und Chinesen noch U.S.-am. Schuldtitel kaufen, ja. Wenn sie das nicht mehr tun und die FED kauft, werden die Saudis und Chinesen auch den Dollar nicht mehr akzeptieren.
    Aus die Maus.

    Und wenn sie sich Schußwaffen und Lebensmittelvorräte anschaffen, dann sieht das Bernenke in seiner Statistik vermutlich noch als lebhafte wirrtschaftliche Aktivität.

    Darum heißt es ja auch BRUTTOsozialprodukt, weil der größte Schwachsinn auch noch als Basis für neue Staatsverschuldung herhalten kann (z.B. auch der "Stadtumbau Ost", sprich: der Abriß hundertausender Wohnungen).
    Wir bauen auf und reißen nieder, so ha'm wer BIP immer wieder ;)
    Bernanke muß übrigens (fast) immer auf "positive thinking" machen, sonst fliegt ihm das Ding doch sofort um die Ohren.


    Bill Bonner über Bernanke am 18. September vorigen Jahres:
    'Ben Bernanke ist ein kluger Mann ... und ein Idiot. Der kluge Mann sprach vor einer Menschenmasse in Berlin und lieferte eine so klare, ehrliche Einschätzung der weltweiten Finanzsituation, dass ich sehr überrascht bin, dass darauf kein Einbruch des Aktienmarktes folgte.


    Bernanke wies darauf hin, dass der große Boom zu weiten Teilen eine Folge des Sparens von Seiten der Ölproduzenten und der asiatischen Exportländer war. Er hat es nicht erklärt, aber dieses Geld hat die Amerikaner von der Notwendigkeit befreit, selbst Geld zurücklegen zu müssen. Stattdessen haben sie das Geld von den Sparern im Ausland geliehen – während ihr eigenes Geld für den Konsum verwendet wurde. Er hat auch nicht die wahren, langfristigen Konsequenzen dieser finanziellen Arbeitsteilung beschrieben: Die Menschen im Ausland werden zu reichen Produzenten und Sparern, die Amerikaner werden (gemeinsam mit ihren angelsächsischen Cousins und Cousinen in Großbritannien und Australien) zu armen Konsumenten und Schuldnern.'


    Übrigens hat Greenspan den Teil in Fettschrift genauso gesehen und auch keine Lösung des Problems gehabt. Weil es keine innerhalb dieses Systems gibt :!:

    Die US-Wirtschaft könnte nach Einschätzung des ehemaligen Notenbankchefs Alan Greenspan in einigen Jahren zweistellige Inflationsraten aufweisen, wenn die Fed ihren expansiven Kurs in Zukunft nicht umkehrt.

    Als Greenspan seine Niedrigzinspolitik nach 2001 aufgab, wurden die Subprime-Darlehen faul und die Krise zeigte sich. Würde diesmal noch schlimmer werden, da die Gesamtverschuldung noch höher ist als damals.
    Geht also nicht :!:

    Wenn die Schreiberlinge von dem Ahnung hätten, worüber sie schmieren, wären sie doch keine Schreiberlinge geworden, sondern hätten einen vernünftigen Beruf. Ist wie bei vielen Verkäufern, Unternehmens- und anderen Beratern, Politikern und Sellside-Analysten.

    Wer 10 eur Münzen für 10.50 eur verkauft, der legt pro Münze 19 cent drauf.


    Ausser die MwSt wird nicht berechnet / abgeführt.

    Die österreichischen 10erle sind doch auch offizielles Zahlungsmittel (in Österreich).
    Auf gesetzliche Zahlungsmittel gibt es doch keine MWSt.?
    In D gibts die 10erle ja auch zum Nennwert bei MDM und der Philatelie (bei letzterer waren seltsamerweise 7% enthaltene MWSt. ausgewiesen; ich vermute eine ungenaue Programmierung der Rechnungssoftware).

    aktivseite bilanziell 100/real nur noch 80
    passivseite demnach real 90 fremdkapital und -10 eigenkapital
    man könnte auch sagen, die banken haben mehr fremdkapital als forderungen. oder sie sind pleite. bankrott. total abgebrannt.
    man könnte das auch fictional reserve banking nennen.
    [smilie_happy]
    es gibt kein problem bei der inflation. die banken sind defacto netto-schuldner und keine netto-gläubiger und damit an inflation interessiert.

    Korrekt!
    Die Gläubiger sind die Sparer (die die 90 % Fremdkapital stellen), und diese werden bluten!

    Rick Ackerman, ein ganz erfahrener Kolumnist und kein Mann großer Worte, mit aufsehenerregender Vision:


    Nach Abklingen der momentanen Deflation Übergang in Hyperinflation:
    ---Nach seiner Ansicht könnte der Dollar SCHNELLER kollabieren als die Reichsmark 1922-23!!!

    Heute dazu Jim Willie auf GS:
    'Die Falschdarstellung, die falsche Berichterstattung wie auch die falsche Interpretation von Inflation hat dazu beigetragen, dass der Verstand vielfach komplett abgestumpft wurde und die Situation fast permanent verzogen dargestellt wird. Die Menschen haben keine Ahnung mehr, was Inflation oder Deflation eigentlich bedeuten. Unter meinen E-Mails finden sich nach wie vor störende, lästige kleine Debatten mit Leuten, die fallende Aktienpreise, sinkende Gewinne, zunehmende Schuldenrisiken, steigende Zahlen für Zwangsvollstreckungen im Immobiliensektor und eine sich allgemein verschlechternde wirtschaftliche Situation beobachten und deswegen stupide auf ihrer Veranda herumjammern, so dass es jeder, der möchte, hören kann. Ich nicht! Ich habe kein Ohr für solchen Unsinn!


    Die Verwirrung sorgt auch weiterhin für einen Wolkenschleier, der sich vor der ungezügelten, historisch beispiellos erdrückenden monetären Inflation ausgebreitet hat, welche sich gerade ihre Bahn bricht und mit Sicherheit noch viele, viele Monate anhalten wird. Die falsche Definition von Inflation dient als Ablenkung, generiert in den Motoren und Getrieben der Propaganda.


    Die Wahrheit ist, dass sich die Inflation beschleunigt, wenn man die versteckte Monetisierung von US-Staatsanleihen hinzurechnet, welche bei Bond-Auktionen angeboten werden. Aber sie ist schon kaum noch verborgen. Wie sich eine rational denkende Person auf sinkende Preise für Vermögensanlagen einschießen kann, während Weimar-ähnliche, monetäre Wachstumsprozesse am Werk sind, ist mir einfach nur unerfindlich.'

    Wenn von Historikern von erdrückenden Steuern gesprochen wird, handelt es sich oft um Steuersätze, bei denen wir nur schmunzeln würden.

    Dank Erdöl und technischem Fortschritt ist die Produktivität eines Bauern oder Arbeiters heute mindestens 100-fach höher. Da bleibt halt mehr über als damals, als man auch ohne Steuern nur gerade so überleben konnte.

    Die reingepumpten Gelder wurden doch benötigt, um Löcher zu stopfen, anderfalls hätte nie ein Notfall vorgelegen.

    Alle Problembanken und Problem-Konstrukte haben am Geldmarkt kurzfristige Kredite aufgenommen und für langfristige Projekte ausgereicht. Die Geldmarktgeber wollten 2007/08, als sie feststellten, wo ihr Geld gelandet war, nicht weiter reinbuttern, sondern ihr Geld zurück. Dank SoFFin haben sie es nun zurück, aber nur, weil sie es gleich wieder dem Staat geborgt haben! Sonst hätte der es gar nicht den Banken geben können. Ein schöner Ringelreihn. Und für die Banken sind wieder dicke Provisionen abgefallen. :(

    Habe im Januar 2009 meine tolle Kapital-Lebensversicherung gekündigt ...


    Hab das Geld in Silber angelegt und muss sagen, kann sehr gut schlafen damit.

    Glückwunsch! Hoffe, der "Verlust" (in Gänsefüßchen deshalb, weil es teilweise nur scheinbar ein Verlust ist, denn man vergleicht ihn ja auch mit dem versprochenen Ablaufwert, der wegen Pleite oder Inflation noch viel niedriger als der Rückkaufswert sein kann) war nicht allzu hoch und wird bald überkompensiert!
    Ein ruhiger Schlaf verlängert das Leben (sinkende Risiken wie Herzinfarkt und Magengeschwüre ...). :thumbup:

    Sehr ruhig auf diesem Gebiet!
    Ich frage mich nur, wie die Versicherungen noch ihre 2,5 % erwirtschaften.
    Von den Abschreibungen mal abgesehen...
    Gruß Henry

    WiWo: Lebensversicherungen auf der Kippe
    einige Zwischenüberschriften: Immer mehr steigen aus, Bilanztricks zur Überdeckung, Reserven schwinden, Das Risiko liegt beim Kunden, Altgeschäft der Branche bröckelt


    Auszüge:
    'Mischt der Versicherer in einem Fonds wertstabile Papiere mit Aktien, lassen sich nach Berechnungen der Ratingagentur Fitch selbst Kursverluste der Aktien von 50 Prozent und mehr aussitzen. Zwei Drittel der von Fitch untersuchten Lebensversicherer nutzten die neue Regel aus. Auch die 20 größten Lebensversicherer haben so Abschreibungen in Höhe von rund 1,5 Prozent ihrer Kapitalanlagen vermieden'
    'Die über Jahrzehnte angesparten Bewertungsreserven von 74 Milliarden Euro im Jahr 1999 waren schon nach der vorletzten Krise im Jahr 2002 weitgehend aufgezehrt. Ende 2008 blieben trotz der Boomjahre zuvor nur noch zehn Milliarden Euro übrig, das sind gerade mal 1,5 Prozent der Kapitalanlagen. 1999 lag der Puffer noch bei 14 Prozent.'


    'Bleiben neue Kunden aus, wird es eng. 1998 zahlten alle Versicherungskunden gemeinsam noch 30 Prozent mehr an Beiträgen ein, als die Assekuranz auszahlen musste. 2008 lagen die Bruttobeiträge mit 76 Milliarden Euro nur noch sechs Prozent über den Auszahlungen. „Die Lebensversicherer haben ein Wachstumsproblem“, sagt Fitch-Analyst Ockenga.'
    ML-Agentur, BSPS, alle Schuldenstaaten & Co. hatten und haben exakt dasselbe "Wachstumsproblem". :!:


    Wie man oben sieht, sind die Bewertungsreserven ALLER Versicherer genauso groß wie die vertuschten Abschreibungen der 20 größten Versicherer.
    Fazit: PLEITE!!!

    Auch wenn wenig über die 1856er Krise geschrieben wird: sie muss wohl recht heftig gewesen sein: ähnlich wie 1929 und auch heute gab es massenhaft Weltuntergangsphantasien.

    Wiki zu den Folgen der Krise:
    'Vom 1. Juli 1857 bis zum 1. Juli 1860 hatten sich die Regierungsschulden von $28 Mio. auf $64 Mio. mehr als verdoppelt.
    Durch die Krise verschärften sich einige Gegensätze zwischen den Nord- und Südstaaten weiter, so dass es letztendlich zur Sezession der Südstaaten kam, die den amerikanischen Bürgerkrieg auslöste.


    Im Laufe der Krise forderten die Nordstaaten, insbesondere Pennsylvania, Schutzzölle auf Waren aus Europa, um die eigene Wirtschaft zu stützen. Für den Süden war jedoch die Finanzkrise der Regierung ein Vorteil, da man dort eine starke Regierung in Washington fürchtete, die sich gegen die Ausdehnung der Sklaverei wehren könnte.


    Einige Nordstaaten forderten weiterhin, dass Ländereien im Westen verschenkt werden sollten. Man hoffte, dass arbeitslose Menschen dann ihre eigene Farm eröffnen und so selber für ihr Einkommen sorgen könnten. Für die Südstaaten war ein solches Gesetz aber nicht hinnehmbar, da zu erwarten war, dass Siedler aus dem Norden dann gegen Sklaverei in den Territorien stimmen würden und die Sklaverei somit eingeschränkt werden würde.'


    Friedrich Engels am 15.11.1857 an Marx:
    '...Das Merkwürdigste ist, daß die Yankees zwar, wie immer, mit ausländischem Kapital, aber diesmal besonders mit kontinentalem geschwindelt haben. Die Bürokraten und Rentiers, die in Deutschland alles für sich aufgekauft haben, was nur amerikanisch war, werden schön bluten müssen...'


    Man sieht, die deutschen Deppen haben sich nicht geändert seitdem.


    Friedrich Engels am 7. 12. 1857 an Marx:
    'In Hamburg sieht es großartig aus. Ulberg & Cramer (Schweden), die mit Schulden von Banko Mark 12.000.000 falliert sind (worunter sieben Millionen Wechsel auf sie!), hatten ein Kapital von nicht mehr als 300000 Mark!! Eine Masse Kerls sind bloß dadurch hereingeritten, daß sie für einen einzigen fälligen Wechsel keine Bargelder auftreiben konnten und vielleicht den hundertfachen Betrag in momentan wertlosen Wechseln im Pult hatten. So komplett und klassisch ist noch nie Panic gewesen wie jetzt in Hamburg.


    Alles ist wertlos, absolut wertlos außer Silber und Gold. (...) Die ganze Geschichte in Hamburg beruht auf der großartigsten Wechselreiterei, die je gesehen worden. Zwischen Hamburg, London, Kopenhagen und Stockholm ist dies am tollsten getrieben worden. Der amerikanische crash und der Fall in Produkten brachte dann die ganze Geschichte an den Tag, und für den Moment ist Hamburg kommerziell vernichtet. Die deutschen Industriellen, besonders in Berlin, Sachsen, Schlesien, werden damit wieder schwer gepackt. (...)


    Unter den Philistern hier wirkt die Krisis stark aufs Trinken. Niemand kann es zu Hause allein mit der Familie und den Sorgen aushalten, die Klubs beleben sich, und die Konsumtion von liquor wächst stark. Je tiefer einer drein sitzt, desto gewaltsamer strebt er, sich aufzuheitern. Am nächsten Morgen ist er dann das schlagendste Exempel von moralischem und physischem Katzenjammer.'


    Friedrich Engels am 31. 12. 1857 an Marx:
    'Augenblicklich schwindelt sich das Volk hier in dem Glauben, die Krise ist vorüber, weil die erste Phase, die Geldkrisis mit ihren unmittelbaren Folgen, vorüber ist. Im Grunde glaubt doch immer noch jeder einzelne Bourgeois, daß sein spezieller Geschäftszweig und namentlich sein eigenes Geschäft völlig gesund gewesen sei (...) Lange wird das nicht dauern (...) Jetzt Prosit Neujahr für die ganze Familie auf das Krawalljahr 1858.'


    Na dann Prost!

    The U.S. Treasury and Federal Reserve are on a path to destroy the U.S. dollar.

    Genauso wie alle anderen Währungen zuvor und gegenwärtig: Die Staaten "borgen" (immer mehr); und die Notenbanken drucken, wenn die Gläubiger nicht mehr leihen (oder gar ihr Geld zurückhaben) wollen.


    Also: Deutsche Riester- und Rürup-Sparer, japanische Postbank-Einzahler, saudische Ölscheichs: Glaubt fest an die Rückzahlung und kauft noch mehr als bisher Schuldscheine! Ja nicht nachlassen!

    In Deutschland wurde aus dem großen Rahmen von 800 Mrd bisher noch kaum was abgefordert. Das meiste waren Garantien: und bei Garantien fließt erstmal kein Geld.


    Falls Banken wirklich 800 Mrd bekommen müssten, dann könnte die Bundesrepublik am Kapitalmarkt gar nicht 800 Mrd in Staatsanleihen auftreiben.

    Ja, die Garantien sind nix wert. Der überschuldete Staat borgt sich frisches Geld von den Banken (Kreditgeber dahinter die Sparer und die Notenbanken) und gibt es ihnen als Eigenkapital zurück. Kaupthing x Glitnir x Landsbanki und das Ganze im Quadrat

    Die andere Möglichkeit: dass TALF Programm ist wurscht. Die FED kauft inzwischen alles: Langläufer, Kurzläufer und halt auch 29-day-Bills, weil sonst niemand am Markt wäre, der den Krempel kaufen würde.
    (wenn es nicht mal mehr möglich ist, 29-day-Bills der Vereinigten Staaten abzusetzen, dann spräche das allerdings dafür, dass ein Kollaps sehr sehr nahe ist.)

    Ich glaube, man hat nicht mehr viel Zeit, in Sachwerte zu gehen, bevor das Kartenhaus einstürzt. POG/POS-Trend der letzten Tage ist da vielleicht ein guter Indikator.

    Übrigens, im Mai und Juni hatten wir jeweils 40 % mehr Neuzulassungen als im entsprechenden Vorjahresmonat. Im Juli waren es nur noch 30 % mehr als im Juli 2008.


    Es wird also bald 5000 ? Subvention geben! :thumbup:

    Im August 2009 waren es nur noch 28 % mehr als im Vorjahresmonat. Mal sehen, wann die Verhältnisse umgekehrt aussehen werden. :P