Beiträge von trenntWände

    In dieser an und für sich wahren Kolumne tauchen die Zahlen 116% (Geldmengenzuwachs) und 24% (BIP-Wirtschafts-wachstum) auf.
    Und diese beiden Zahlen, erstere verursacht durch die EZB, ergeben dem Verfasser nach eine Inflation von 74%.
    Dem ist klar zu widersprechen, denn die wachstumsbereinigte Inflation ist mit genau 96,65%! zu beziffern,
    ein Wertverlust von sage und schreibe 49,15% bei Einrechnung des Wirtschaftswachstums,
    verursacht durch einen verbrecherischen Geldwertentzug von 53,7% über die log. einseitige, monopolistische Geldmengenausweitung.

    Hierzu zitiere ich Paul C. Martin:
    '4. GELDMENGE
    Irrlehre! Es gibt keine Geld"menge", das ist eine Begriffsverwechslung, aus dem Bereich der Güter entlehnt. Es gibt immer nur eine gleich hohe Summe von Guthaben und Schulden bzw. umgekehrt.'
    Da kann man den Besitzern von 4,5 Bio. € deutschem Geldvermögen nur sagen: Viel Glück!
    Zu den "Staatspapieren schreibt er:
    'Während wir unsere Schulden abarbeiten, für Zins und Tilgung sorgen müssen, juckt den STAAT sowas überhaupt nicht. Er ist der einzige Schuldner, der auf die Frage nach Zinszahlungen sagen kann: Ach schreiben Sie's doch dazu.'
    'Ob die Zinsen auch noch auf Null gesenkt werden, spielt keine Rolle mehr, siehe Japan jetzt. Die ausweglose Lage entsteht. Hilfe wäre nur möglich, wenn die Schulden/Guthaben gestrichen bzw. zumindest zinsfrei gestellt würden - und das zumindest bei den Staatsanleihen, die nichts anderes sind als Forderungen der Bürger an sich selbst, Schwindelpapiere also, oder eben ein "hochverzinsliches Nichts".'


    Die Zinsgier (Traum vom leistungslosen Einkommen) des Sparers macht den Betrug erst möglich.

    Stellt sich also die Frage: Wogegen soll der Dollar real entwertet werden?
    Da als Schlußfolgerung aus 1. alle anderen Papierwährungen nicht in Frage kommen (Wer tauscht schon bald wertlose Dollar gegen mitabsaufendes Papiergeld?), bleiben die im Beitrag erwähnten Sachwerte über, nämlich Gold, Immobilien, werthaltige Unternehmen und Lebensnotwendiges (Essen, Trinken etc.)
    Problem Gold: Richtigerweise beschäftigen sich viele Teilnehmer dieses Forums mit dem Schutzaspekt physisches Gold. Die Idee dahinter teile ich sehr wohl, nur ... Was wird in Zukunft passieren, wenn sich der Großteil des Goldes direkt oder indirekt in den Händen der US-Connection befindet? Was hindert diese daran, privaten Goldbesitz zu verbieten (wie schon mal geschehen), sich selbst einen staatlichen Anstrich zu verpassen und alle anderen Goldbesitzer kaltzustellen? Wie Essen und Trinken erwerben, wenn man den Goldtaler nicht auf den Verkaufstresen legen darf?


    Die Asiaten scheinen aufgewacht zu sein und beteiligen sich an dem Spielchen und kaufen ebenfalls Gold, nur Europa pennt wie immer.


    3. Der Einkauf von Immobilien und Unternehmen durch die US-Connection weltweit ist für jedermann sichtbar. Kaum verdeckt wird operiert, z.B. Deutschland liefert gern sein U-Boot Know how gegen wertlose Dollar aus. Lediglich Putin scheint mit aller Macht die weitere US-Infiltration in russische Unternehmen unterbinden zu wollen, siehe Yukos. Die Chinesen gehen sogar zum Gegenangriff über und bringen ihre angehäuften faulen Dollars wieder unters Volk. Führende Stahl- und Rohstoffunternehmen werden derzeit aufgekauft, das war sicher erst der Anfang.

    Man mag es kaum glauben, daß dieser Beitrag schon fast 5 Jahre alt ist!
    Aber ob das Kartenhaus noch weitere 5 Jahre hält? Ob die Sparer ewig weitersparen und die Schuldner ewig aufschulden können? Bei nun sinkender Wirtschaftsleistung?
    Für mich unvorstellbar.

    Das Center for Responsible Lending hat eine Studie präsentiert, die erstmals den Markt für US-amerikanische Subprime-Hypothekarkredite umfassend untersucht.....


    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24355/1.html


    Grüße

    Aus dem verlinkten Artikel:
    ' Typischerweise wird den Kreditnehmern für zwei Jahre allerdings eine eher niedrige, fixe Verzinsung eingeräumt, die vom Center überwiegend als "teaser" charakterisiert wird und manchmal überhaupt keine Zahlungen des Kreditnehmers erfordert. Dann folgen nach den ersten beiden Jahren aber 28 bis 48 Jahre mit variabler Verzinsung und zumeist sofort drastisch höheren Zahlungsverpflichtungen. Häufig werden derartige Kredite über das Internet vertrieben, wobei mitunter kaum (low doc) oder keine (no doc) Angaben über Einkommen, Kreditvergangenheit oder Vermögen abgegeben werden müssen. '
    Harakiri mit Ansage für Schuldner und Gläubiger. Der Betrug beruhte also wesentlich auf Selbstbetrug.

    Für diesen Bereich habe die Münchener Rück dem Zeitungsbericht zufolge 200 Mio. Dollar zurückgestellt. Das Blatt zitierte einen Unternehmenssprecher, wonach weitere Aufwendungen in dem Segment nicht zu erwarten seien.

    Klingt ganz genau so wie zu Beginn der Subprimekrise, als es auch von IKB, Sachsen-LB, HRE usw. usf. hieß, daß keine nennenswerten Belastungen zu erwarten seien.
    Pfeifen im Walde!

    Realwirtschaftliche Aktivitaeten fallen allerorten im Rekordtempo, Realeinkommen sinken, aber die Wertpapiermaerkte boomen, Investmentbanken melden gigantische Gewinne. Experten sagen das Ende der Rezession voraus, einige verkuenden sogar schon den Beginn eines neuen Wirtschaftsbooms. Mich erinnert das sehr an die Luegengeschichten des Barons von Muenchhausen, der vorgab, sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf gezogen zu haben.


    [Blockierte Grafik: http://leifi.physik.uni-muench…enchhaus/muenchhausen.gif]

    Auflösung:
    ' Wenn es um die Ausgestaltung Potemkinscher Dörfer geht, lassen sich allerdings die Banken von niemandem überbieten. Bereits im vergangenen Oktober lockerte die Europäische Union im Eilverfahren die Bilanzregeln für die Finanzinstitute, um so ausufernde Notverkäufe und eine drohende Börsenpanik zu verhindern. Die EU-Kommission räumte den Banken und Versicherungen die Möglichkeit ein, "Wertpapiere in ihren Büchern zum Kaufpreis zu verbuchen, der oft viel höher liegt als der derzeitige Marktwert", wie es damals pietätsvoll Springers Welt [extern] formulierte formulierte.


    Die "gelockerten" Bilanzregeln wurden rückwirkend wirksam, so dass beispielsweise die Deutsche Bank nur [extern] dank dieser kreativen Buchführung im Zeitraum Juli bis September 2008 an die 414 Millionen Euro Gewinn ausweisen konnte – ansonsten hätte sie 900 Millionen Euro an Abschreibungen vornehmen müssen. Im Endeffekt legalisierte die EU-Kommission einen Straftatbestand, nämlich die Überbewertung von Aktivposten, der einstmals zur Nichtigkeit einer Unternehmensbilanz führte.


    Aus dieser Ad-hoc-Maßnahme, die ähnlich in den USA umgesetzt wurde, wird nun neues Bilanzrecht geformt. Bereits im April 2009 [extern] hob der amerikanische Bilanzierungsrat auf Drängen des Kongresses die fundamentale Bilanzregel auf, wonach ein Unternehmen nur das in die Bilanz hineinschreiben darf, was es am Markt erzielen kann. Laut Financial Times Deutschland (FTD) geben die neuen Leitlinien den "US-Instituten mehr Spielraum, bei der Bewertung ihrer Ramschpapiere vom aktuellen Marktwert (Fair Value) abzuweichen".


    Mitte Juli gab ebenfalls die europäische Bilanzorganisation IASB dem politischen Druck – auch aus Deutschland - zur Schönfärberei nach und lockerte die Bilanzierungsregeln. Europa und Amerika lieferten sich einen regelrechten "Wettstreit", wer den Finanzinstituten "beim Bewerten von Problem-Papieren und Krediten am meisten" entgegenkomme, [extern] witzelte die FTD. Bei vielen Finanzinstituten dürfte es sich somit nur noch um lebende Tote handeln, um Zombies des untergegangenen, finanzmarktgetriebenen Kapitalismus, die nur dank der legalisieren Bilanzfälschung noch am Leben erhalten werden. Scheinbar kann der Kapitalismus nur noch funktionieren, indem er seine eigenen Rentabilitätskriterien außer Kraft setzt. '


    ' Auch für diese Aktien-Hausse wurden astronomische Summen aufgewendet. Tatsächlich lassen die Beträge, die zur Reanimierung der darniederliegenden Finanzmärkte aufgewendet werden, selbst die globalen Konjunkturaufwendungen als bloße "Peanuts" erscheinen. Diese weltweite Aktienmarkthausse erweckt somit den Anschein, als ob diese billionenschweren Stützungs- und Hilfsmaßnahmen für das Weltfinanzsystem, die von etlichen Regierungen rund um den Globus hektisch aufgelegt worden, tatsächlich ihren Zweck erfüllt hätten.


    In gewisser Weise trifft das ja auch zu. In einem viel beachteten Bericht kommt der Marktanalyst Andy Xie zu der Schlussfolgerung, dass die "Zentralbanken der Welt" vermittels ihrer expansiven Geldpolitik eine neue Liquiditätsblase geschaffen haben. Diese manifestiere sich "zuerst in steigenden Rohstoffpreisen, dann in den Aktienmärkten und zuletzt in einigen Immobilienmärkten", [extern] erläuterte Xie unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung in China. Radikal gesenkte Leitzinsen seitens der Zentralbanken, vor allem der amerikanischen Fed, wie auch wegfallende Beschränkungen bei der Kreditvergabe in China, hätten zu diesem Boom maßgeblich beigetragen.


    Insbesondere der chinesische Finanzmarkt scheint Anzeichen einer spekulativen Überhitzung aufzuweisen. Ende August [extern] brach der Leitindex in Shanghai um mehr als 20 % binnen kürzester Zeit ein. Diese Panik war durch Ankündigungen der chinesischen Regierung ausgelöst worden, die expansive Geldpolitik zu revidieren, die in Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise von Peking Ende 2008 forciert wurde. Chinas Banken haben in der ersten Jahreshälfte 2009 umgerechnet 760 Milliarden Euro an neuen Krediten ausgereicht. Laut [extern] FTD war somit die Kreditvergabe im Reich der Mitte dreimal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Ein erheblicher Teil dieser Gelder wurde nicht investiert, sondern floss in Spekulationen bzw. den Konsum. Es drohen somit Kreditausfälle, aber auch spekulative Exzesse auf den Aktien- und Immobilienmärkten.


    Dieser monetäre Kurs in China und den USA erinnert fatal an die Reaktionen der Geldpolitik nach dem Platzen der Spekulation mit Hightechaktien in 2000 (Dot-Com-Blase). Damals senkte ebenfalls die amerikanische Federal Reserve massiv die Zinsen, um durch die so geschaffene Liquidität die Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt zu schaffen. Dieses 2001 vollführte geldpolitische Manöver wird inzwischen als der [extern] Great Bubble Transfer, der große Spekulationsblasen-Transfer, bezeichnet.


    Etwas Ähnliches scheint sich also auch derzeit anzubahnen. Nur nehmen diesmal die Staaten – hier vor allem die USA – eine zentrale Rolle bei der Wiederbelebung der Blasenbildung ein.'


    ' Die Fed hat also großzügig Kredite an angeschlagene Finanzinstitute verteilt und toxische Kreditverbriefungen in Billionenwert in ihre Bilanzen aufgenommen - und dadurch diese Finanzinstitutionen mit der Liquidität versorgt, die sie brauchen, um auf dem Aktienmarkt zu spekulieren.


    Da die Märkte für Hypotheken und Kreditvertiefungen weiterhin "in Scherben" liegen, wie sich Whitney ausdrückt, hätten die Banken weniger Möglichkeiten, ihre Gewinnerwartungen zu realisieren: "Die Kreditvergabe ist gesunken, aber die Spekulation ist gestiegen. Sehr stark gestiegen." Das gesamte Finanzsystem sei aber Bankrott, Billionen von Wertpapieren und Derivaten, unzählige zwielichtige Banken und Versicherungen werden nun durch die US-Steuerzahler gestützt.


    Viele durch Fed-Kredite vor dem Kollaps gerettete Finanzinstitute sind folglich dazu übergegangen, auf den Aktienmärkten um ihr eigenes ökonomisches Überleben zu zocken, da sie eigentlich pleite sind! Die betroffenen Banken hoffen einfach darauf, durch geschickte Spekulation doch noch die Insolvenz abwenden zu können. Das Ganze funktioniert aber nur, solange diese jüngste Spekulationsblase noch im Steigen begriffen ist, solange den Aktienmärkten frische Liquidität zufließt. "Bernanke steht mit dem Rücken zur Wand. Das Einzige was er tun kann, besteht darin, noch mehr Geld zu drucken und es durch die Hintertür in die Aktienmärkte zu schaufeln", so Whitney. Die erneute Blasensbildung soll also den ökonomischen Zusammenbruch verhindern, der aufgrund des derzeitigen Crashs droht. Man könnte auch sagen: Es wird hier mit Benzin gelöscht.


    Ökonomische "Leichen auf Urlaub", längst insolvente Finanzinstitutionen, die nur dank großzügig gelockerter Bilanzierungsregeln und staatlicher Kredite noch ein Scheinleben fristen, spielen derzeit im globalen Finanzmarktkasino ihre letzte Runde russisches Roulette – bis auch diese [extern] letzte aller Blasen platzt. '
    Geklaut aus Heise.de, Titel Hurra, der (Pseudo-) Aufschwung ist da!

    Über 21 Mrd. $ sind daher aus dem Einlagensicherungsfonds abgeflossen, die Mittel des FDIC liegen nun bei 13 Mrd. $. Bereits im laufenden Quartal könnte die FDIC eine Notabgabe verlangen.

    Dazu hier:
    'Bericht an den US-Kongress, der eine theoretisch maximal mögliche staatliche Bruttoexposition der USA von schwindelerregenden 23,7 Billionen Dollar nennt, die im Zuge der Krisenbekämpfungsmaßnahmen entstand. So könnte das auf 700 Milliarden US-Dollar veranschlagte TARP-Programm zum Aufkauf fauler Kreditvertiefungen sogar auf bis zu drei Billionen Dollar anwachsen. Der amerikanische Einlagensicherungsfonds könnte dem Bericht zufolge schlimmstenfalls 2,3 Billionen US-Dollar zum Schutz der Kundeneinlagen insolventer Banken aufwenden müssen.'
    Hätten die Banken das Geld mal doch lieber aus dem Nichts geschaffen, wären sie jetzt nicht in Schwulitäten!

    Sie sei für den Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) mit keinen Risiken verbunden, weil nicht mit Ausfällen zu rechnen sei. Sollten dennoch Verluste entstehen, trage dies bis zu einer Höhe von 30 Millionen Euro die Apobank selbst. Erst danach wäre der BVR an der Reihe.

    Das Geile ist ja, daß die bisherigen Verluste schon das mehr als 30-fache dieser 30 Millionen betragen!
    Zuerst hat man aus Provisionshunger die Ärzte in diese ABS-Schrott-Fonds gelockt. Dann hat man die Ärzte von dem Schrott befreit, um sie als Kunden nicht zu vergrätzen (sollen ja fleißig weiter Geld einzahlen und Fondsschrott kaufen!). Nun befreit man die APO-Bank von dem Schrott, indem man ihn allen Genossenschaftsbanken unterjubelt.
    Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. :evil:

    Wer heute noch denkt, dass das Seelenheil in Au/Ag liegt, den beneide ich
    weil er nix weiter ist als ein... Zocker...
    Halt auf Ems, physisch...Nicht mehr und nicht weniger.
    Bitte verschont mich mit kristallisierter Arbeitskraft und solchem Quatsch...
    Am Anfang ist immer das Geld...

    Das, was du als Geld bezeichnest, ist ein Zahlungsmittel, dessen Deckung zunehmend aus Luftwerten besteht. Giralgeld, also Geldforderungen, ist nur durch die Rückzahlungsversprechungen derer, denen du dein Geld geborgt hast, gedeckt. Am Anfang war das Zahlungsmittel selbst etwas wert. Und dahin werden wir wieder kommen, denn keiner läßt sich auf ewig bescheißen. Du kennst nur den Papiergeldstandard und kannst dir nichts anderes vorstellen, was ich weder ändern kann noch will.

    Aber die aktuellen Gold-Long-Positionen haben ein 6 monatiges Dauerfeuer aus "Greenshots" Nachrichten überstanden.
    Was soll jetzt passieren, wenn die Nachrichten in Q3 und Q4 den wahren Zustand der Wirtschaft (und der Staatsfinanzen) offenbaren?

    Möglicherweise "buy on rumors, sell on facts" :?: Nee, im Ernst, es könnte wie im letzten Jahr eine Kaufpanik kommen.


    eben war Lafontaine im Fernsehen und redete davon, die "mittleren Einkommen" zu entlasten, zwischen 40.000 und 60.000 euro.

    Ist ein schönes Beispiel für die gewaltige Dynamik langjährigen exponentiellen Wachstums (Produktivität und Inflation)!


    Andererseits: Bei einem Haushaltsbruttoeinkommen von 40.000 € pro Jahr bleiben lediglich ca. 1.100 € Netto pro Erwachsenennase und Monat übrig. Facharbeiter und Angestellte in Großbetrieben haben oft mehr, da paßt "mittlere Einkommen" schon.


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    Sorry for ot:

    First, my english is not the best.
    It's give only one consequence.

    I agree. That went in the trousers. ;)

    Viele sind leider noch in dem Glauben, daß das schon alles nicht so schlimm werden wird. Wenn ich da im meinem Bekanntenkreis mal rumhorche und dazu ein paar Zahlen bringe, schauen mich die Leute immer ganz ungläubig an, als ob ich ein Verschwörungstheoretiker wäre und die Krise nur im Fernsehen stattfände.

    Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, daß dieser unausrottbare Glaube an die "Oberen" und eine positive Zukunftseinschätzung genetisch bedingt sind. Mit Argumenten erreicht man keine Einsicht. Erst wenn die Bank zu ist oder das Brot 100 Euro kostet, wird panisch reagiert. Beim Überfischen der Meere und dem Abholzen der Regenwälder ist's genau dasselbe.
    Tröstlich: Kassandra ging es damals genauso, keiner wollte ihre Voraussagen hören.

    Harry Schultz Life Strategies, 23 Aug 09:


    "I predict the world will moderately trend toward deflation for the next 5-6 months, fed by more job cuts, half timers, wage reductions, foreclosures, bankruptcies, & consumers in hiding?


    Following that, govt pumping will reverse the tide?or if they can?t, there will be a monetary failure-where fiat money is suddenly shirked in favour of ?things? & we?ll begin (in either case) the start of stage one of a major inflation period (food soars, taxes rocket, crime leaps, interest rates leap, strikes dominate) for about 8 months, after which it escalates into a Weimar or Argentinean hyper-inflation lasting for about 10-14 months?that will wipe out the poor, savage the middle class & badly dent the rich. The US$ may be ?revised? & gold will rise to multiple of 3-5x. After that a new depression, bigger than others of record. The start of that period will be the most dangerous, in getting out of the over-inflated things before they turn sharply down to the mean"

    Interessante Zeiten ante portas! Stimme dem Szenario insgesamt zu, allerdings sind zeitliche Voraussagen natürlich äußerst spekulativ.

    Letzes Jahr haben 620.000 Menschen ihren Job verloren, nach Hochrechnungen werden in diesem Jahr 1,25 Mio Menschen ihren Job verlieren. Dabei verläuft die Kurve expontentiell nach oben.

    Spätestens, wenn jeder Erwerbsfähige arbeitslos ist, kann kein weiterer Job mehr verloren gehen. ;)


    Wie es aussieht, bricht das System weltweit wohl praktisch gleichzeitig zusammen.

    Der Aktienkurs von GM müßte extrem optimistische Höhen erreichen, damit der Steuerzahler durch Ausstieg des Staates sein Geld zurückerhält.

    Die Gläubiger der Altschulden haben doch als Ausgleich für diese einen Anteil an Neu-GM erhalten.
    Wie stark haben sie denn ihre Alt-Forderungen abschreiben müssen? Habe nichts von nennenswerten Verlusten gehört!
    Wie ich die Brüder kenne, rechnen die sich weiter reich, indem sie einen fiktiv hohen Aktienpreis kalkulieren (Neu-GM wäre dann mehr "wert" als eine Erdkugel aus Gold oder so ähnlich) :thumbdown:

    Zur Finanzierung bleibt nur die Ausgabe immer neuer Anleihen.

    Weitere Aussagen aus dem Artikel:
    'Ende des Jahres wird die Staatsschuld voraussichtlich bei umgerechnet über sechs Bill. Euro liegen. Und das ganz ohne Wiedervereinigung, ohne Krieg, ohne außergewöhnliche Ereignisse.'


    'Die bittere Wahrheit ist, dass Japans Wirtschaft zu keinem Zeitpunkt zu selbsttragendem Wachstum zurückgekehrt ist. Es war nur eine neue Blase, die von 2002 bis 2007 die Statistik besser aussehen ließ. Die amerikanische Geldmaschine um Subprime-Papiere hat auch die japanische Wirtschaft zeitweilig aus dem Sumpf gezogen.'


    'Die alten Schulden verursachen derweil immer neue Kosten. Schon 23 Prozent des Haushalts fließen in diesem Jahr in Zinszahlungen. Hier bietet sich der Vergleich mit einem rollenden Schneeball an: Je größer er wird, desto mehr Schnee nimmt er auf. Vielleicht kann die Regierung in Tokio den Ball noch zehn Jahre weiterrollen lassen, vielleicht sogar noch zwanzig.'
    Aber nur mit negativen Leitzinsen ;)


    'In der Wirtschaftskrise sind die Schulden zudem schneller gestiegen als je zuvor. Der bisherige Premier Taro Aso geizte beim Entwurf seiner Konjunkturpakete nicht. Ökonomen sind sich einig, dass die Ausgaben die letzte Rettung für Japans Wirtschaft waren.'
    Zuvor steht im Artikel, die Staatsverschuldung würde die Wirtschaft lähmen. Tja, das Aufschulden ist also gut, aber die resultierenden Schulden sind schlecht...
    Ist halt wie zu schnelles Autofahren, damit der Motor besser gekühlt wird ;)


    'Im Reich des Tennos sind es dagegen die eigenen braven Bürger, die der Regierung die niedrig verzinsten Papiere abkaufen. Nur acht Prozent der Staatsanleihen landen bei ausländischen Investoren. Erstaunliche zehn Prozent kauft die Notenbank, zwölf Prozent die staatliche Rentenkasse, und unglaubliche 31 Prozent übernimmt die Postbank.


    Hier bekommen die beruhigenden Nachrichten bereits einen unguten Klang. Denn die Zahlen zeigen, dass Frau und Herr Tanaka ihren Anteil am Staatshaushalt zum großen Teil nicht freiwillig abgegeben haben. Die Regierung lässt mit der Notenbank und der Postbank zwei quasi staatliche Institute die Anleihen kaufen. Beide Institutionen verleihen das Geld der Bürger an den Finanzminister, ohne sie zu fragen. Die Postbank bedient sich für den Erwerb der scheinbar sicheren Anleihen aus den 300 Billionen Yen auf den Konten ihrer Kunden. Das sind derzeit 2,2 Billionen Euro, etwa so viel wie Deutschlands jährliches Bruttoinlandsprodukt.'
    Das mal zum Thema "Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken" :thumbup:


    Und es geht noch schlimmer:
    'Schon seit Jahrzehnten leistet sich Japan das "Fiskalische Investitions- und Kreditprogramm". Spitzname: der zweite Haushalt. Im laufenden Jahr bewegt das Finanzministerium darin 14 Bill. Yen, im Krisenjahr 1996 waren es sogar 40 Bill. Yen. Auch hier vergreift der Staat sich an Spareinlagen der Postbank, Rücklagen der Rentenkasse und anderem Vermögen der japanischen Bürger. Der Mechanismus ist der gleiche wie bei den Staatsschulden: Der Fonds gibt niedrig verzinste Anleihen aus, die die Postbank brav kauft.'


    'Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich keine Abnehmer mehr für die Anleihen finden, mit denen der Staat sich ständig umfinanzieren muss. Sobald er versucht, sich stattdessen bei kritischen ausländischen Investoren zu bedienen, wird der Finanzminister ordentliche Zinsen zahlen müssen. Der Schneeball rollt schneller, und das bringt Japan näher an den Bankrott.'
    Ist schon lange bankrott.


    Jetzt kommt die Auflösung:
    'Auch die disziplinierten japanischen Bürger wollen ihr Geld eines Tages verzinst zurück. Hier droht ihnen die ganz große Enttäuschung. Die meisten Szenarien sehen vor, sie mehr oder weniger zu enteignen. Den Yen durch eine neue Währung zu ersetzen wäre also eine Lösung - extrem, aber nicht undenkbar. Es bedürfte bloß einer zusätzlichen Krise, etwa eines Erdbebens oder eines Atomunfalls, um den Bürgern den Schritt plausibel erscheinen zu lassen.'


    Und dann kann's ja von vorne losgehn (wie in Argentinien)!

    bei Allianz und auch Münchner Rück hätte ich da keine Bedenken, die machen satte Gewinne

    LÜGNER! BLENDER!


    Welt
    'Zwar nimmt sich ein Verkaufserlös von vier Mrd. Euro fast lächerlich aus angesichts der auf hundert Prozent hochgerechneten 30 Mrd. Euro, die die Bank 2001 gekostet hat.'


    [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,609974,00.html]Spiegel[/url]
    '2008 hat die Dresdner Bank 6,3 Milliarden Euro Verlust gemacht - und die einstige Mutter Allianz mit nach unten gerissen. Sie meldet statt eines satten Gewinns zwei Milliarden Euro Verlust. Schuld sind jene Investmentbanker, die jetzt üppige Boni kassieren wollen.'


    Focus
    'Das Eigenkapital schrumpfte im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent auf 33,7 Milliarden Euro.'


    WiWo
    'Der Umsatz des Allianz-Konzerns sank im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 92,5 Milliarden Euro, das operative Ergebnis fiel um 28 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro.'


    nochmal Focus
    'So hatte beispielsweise die Inter Lebensversicherung zum 31. Dezember 2007 stille Lasten von 83 Millionen Euro in den Büchern. Das entsprach fast sieben Prozent ihrer Kapitalanlagen und vier Fünfteln der jährlichen laufenden Beiträge. Würde die Vertriebskraft der Inter erlahmen, wäre der Puffer schnell aufgebraucht. Insgesamt sitzen die deutschen Lebensversicherer nach Schätzung von Carsten Zielke, Versicherungsexperte der Société Générale, auf stillen Lasten in Höhe von 32,2 Milliarden Euro.'
    Hier muß man fragen: Welcher Puffer? Sind stille Lasten ein Puffer? Sind die unverkäuflichen Strukturen überhaupt schon bei den stillen Lasten, zumindest teilweise, berücksichtigt?

    aber dann wurde mir schnell klar: Dollar-Bashing und Inflationspropaganda auf allen Kanälen.


    Gold prices that jumped above $1,000 an ounce this week are signaling that investors are buying metals to hedge against declines in currencies, former Federal Reserve Chairman Alan Greenspan said...Rising prices of precious metals and other commodities are ?an indication of a very early stage of an endeavor to move away from paper currencies,? he said...

    "Dollarbashing" - der war gut! Dreck bleibt Dreck, auch wenn es immer mehr davon gibt!


    dabei ist die lösung so einfach: china müsste den dollarverfall nur durch eine Goldhausse anfachen.
    dann würde es das, was es an dollar-vermögen gewinnt, in goldvermögen gewinnen.

    Nur daß China durch einen Dollarverfall nicht an Dollar-Vermögen gewinnt. Nicht mal nominal (steigende Marktzinsen -> fallende Anleihenpreise).