Du stellst immer wieder Vermutungen an, und bastelst Dir hier etwas zurecht, was total falsch ist, bleibe bitte bei den Fakten. Ich bin ebenfalls ein redlicher Mensch, der die Aufgabe hat, den Leuten, die zu mir kommen, dazu zu verhelfen, netto und nach Inflation (die ich auch bei 8-11% sehe) einen Vermögenszuwachs zu bescheren, mindestens mal einen Kapitalerhalt rein kaufkraftmässig, und ich sehe mit den Produkten, die die Banken und Versicherungen anbieten, keine Chance, das zu erreichen. Auch ist dies bei den derzeitigen Blasen weder mit Aktien noch mit Immobilien möglich, siehe hierzu hartgeld.com
Abgesehen vom fürchterlichen Deutsch, was ich etwas korrigiert habe, erzähltest du hier nur Lügen.
Hier ist auch mal wieder so ein "Verhelfer":
...würden Renditen in Höhe von 8 bis 17 Prozent fließen.
Vollzitat (@ Mods: bitte bei Bedarf kürzen, aber bitte bedenken, bei der FP werden die Artikel am nächsten Tag unzugänglich gemacht!):
'Falscher Graf trickst mit Häusern in Sachsen
Saarländische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Millionenbetrüger - Anwalt aus Zwickau vertritt einen Teil der Opfer
Zwickau. Es war eine beachtliche Razzia gegen einen einzelnen Mann. Die Behörden rückten mit Abschleppwagen, Möbelautos und 40 Polizisten an, um Wolfgang Graf Spens, Baron von Einem, samt Bentley, Porsche, mehreren S-Klasse-Mercedes, Antiquitäten und dem Goldschmuck seiner Gemahlin abzuholen. Ein Auflauf, von dem die 350-Seelen-Gemeinde Mettlach-Faha im Saarland noch in vielen Jahren reden wird.
Der 61-Jährige soll nicht nur ein falscher Blaublüter sein, sondern überdies ein Betrüger, der sich mal eben 50 Millionen Euro ergaunert hat. Und seine Spuren führen auch nach Sachsen. Weil das Verfahren bei weitem nicht abgeschlossen ist, will die Staatsanwaltschaft Saarbrücken nicht allzu viele Details bekannt geben. Doch so viel zumindest lässt sich sagen: Der Graf warb bei Investoren 50 Millionen Euro ein, mit dem Versprechen, das Geld in eine Firma zu stecken und diese an die Börse zu bringen. Sei es einmal soweit, würden Renditen in Höhe von 8 bis 17 Prozent fließen. Als Sicherheit sollte das Immobilienvermögen der Firma dienen.
Ein Fall vom grauen Markt
Alles gelogen. Die Immobilien, die zum überwiegenden Teil in Sachsen stehen, sind nur einen Bruchteil dessen wert, was der Graf bei seinen gutgläubigen Investoren eingesammelt hatte, die Firma ging nie an die Börse, es floss keine Rendite. Eine typische Geschichte vom grauen Kapitalmarkt, der außerhalb der Finanzaufsicht agiert und auf dem jährlich horrende Summen versickern.
"Zumindest bis zur Finanzkrise lagen Ost-Immobilien bei Ausländern im Trend. Wer Geld hatte und mitmischen wollte, machte Geschäfte mit Häusern in Ostdeutschland", sagt Albert Schlichter, Rechtsanwalt für Wirtschaftsrecht in Zwickau. Der ehemalige Banker ist dem falschen Grafen unabhängig von der Staatsanwaltschaft auf die Schliche gekommen. Heute vertritt er eine Gruppe geschädigter Investoren aus Belgien, der Schweiz und der Türkei.
Der Grund für die Beliebtheit ostdeutscher Immobilien: die hohe Zahl von Zwangsversteigerungen hier zu Lande, bei denen die Gebäude für einen Bruchteil ihres Wertes zu haben sind. Ost-Immobilien galten - und gelten noch immer - als gute Geldanlage. Ein Ruf, den sich der falsche Graf zu Nutze gemacht hat.
Von den 50 Millionen Euro, so die Ermittlungen des saarländischen Landeskriminalamtes, nahm der Betrüger fünf, um die Häuser zu kaufen. Weitere fünf steckte er in Fassadenanstriche und Teilrenovierungen. Im Hochglanzprospekt sah das großartig aus. 40 Millionen Euro wirtschaftete Graf Spens in die eigene Tasche.
So einfach geht das? Nicht ganz, meint Albert Schlichter. Um Investoren zu täuschen, müssen die Immobilien erst noch eine Wandlung durchmachen. "Man kauft ein Haus zum Schnäppchenpreis von 30.000 Euro. Dann verkauft man es zum Verkehrswert von - sagen wir 100.000 Euro an seine Tochterfirma. Diese belastet es mit 300.000 Euro. In der Bilanz hat sich der Wert des Gebäudes damit verzehnfacht."
Versteck im Firmengeflecht
Der Graf hatte ein Geflecht von etwa 25 Firmen geschaffen, in dem die Immobilien von einem Unternehmen zum anderen geschoben wurden. Die Firma, in welche die Investoren ihr Geld gesteckt hatten, besaß am Ende keines der Häuser. Die Gebäude existieren zwar, doch die Anleger haben keinen Zugriff auf sie. Auch sind die Objekte weniger wert als es ihnen vorgaukelt wurde.
All das fand Schlichter heraus, nachdem Investoren ihn um Hilfe gebeten hatten. "Die Broschüre des Grafen listete viele Immobilien in Sachsen auf", sagt er. "Aber die Adressen fehlten. Ich sollte herausfinden, wo sie stehen und welche wirtschaftlichen Strukturen dahinter stecken." Der Finanzfachmann merkte, dass der angebliche Eigentümer nicht der tatsächliche Eigentümer war. So kam eins zum anderen. Als er zur Staatsanwaltschaft ging, lief dort bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den falschen Grafen.
Durch seinen Wissensvorsprung gelang es Schlichter, die Grundschulden von etwa zwei Dutzend der gräflichen Immobilien in Westsachsen zu pfänden. Wert: etwa neun Millionen Euro. Seine Mandanten hatten in das Geschäft des Betrügers zuvor 8,5 Millionen Euro investiert. Schlichter hofft, dass sie den Großteil zurückerhalten. Die meisten der etwa 130 betrogenen Anleger, die sich bislang bei der Staatsanwaltschaft gemeldet haben, dürften jedoch wenig bekommen.
Von Mario Ulbrich
Erschienen am 21.02.2009'