Da momentan der POG recht ordentlich dasteht (zum Kaufen für mich zu hoch), werde ich evtl. einen Teil meiner Liquidität in tschechischen Kronen parken. Vom Höchststand 23:1 ist die Krone im Zuge der ungarischen Malaise auf 28,3:1 gefallen.
Da Tschechien nicht so hoch verschuldet wie Euroland ist, denke ich, daß die Krone auch wieder stärker im Vergleich zu € werden wird.
Bei über 28,8:1 werde ich wohl handeln.
Gestern hat die tschechische Krone fast so wenig gekostet wie die slowakische Krone beim €-Beitritt (30,126:1), nämlich 29,6x:1.
Halte das für zu billig und bin gestern und heute zu jeweils 28,6:1 (gestern war es ein verhältnismäßig schlechter Kurs des Wechselstuben-Vietnamesen, heute ein sehr guter) mit dem vollen Betrag eingestiegen.
FTD-Kapital-Kommentar vom 20.2.2008:
'Und zweitens scheinen besonders Länder wie Polen oder Tschechien in einer besseren finanziellen und strukturellen Position als die angelsächsischen Kreditjunkies zu sein. Dazu tragen die im Verhältnis zu den kurzfristigen Auslandsschulden beachtlichen Devisenreserven bei, aber auch der Umstand, dass große Teile des Auslandskapitals auf Direktinvestitionen zurückgehen, die Staatshaushalte relativ solide sind und viel EU-Geld fließen wird.
Der Unterschied ist, dass die Welt die wertlosen Dollar akzeptiert, die die Fed zur Finanzierung des US-Budgets und zur Glattstellung fauler Privatkredite in Umlauf bringt, während kein Mensch Zloty oder Kronen haben will. Die Notenbanken in Osteuropa, wo die Verschuldung von Privatsektor und Staat im Verhältnis zum BIP insgesamt deutlich niedriger als in den USA ist, bleibt daher nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Die Zinsen mitten im Abschwung anzuheben, um die Währungen zu verteidigen und das Problem der Fremdwährungsschulden zu lindern - oder weitere Abwertungen zu riskieren.
Dass Tschechen, Ungarn oder Polen inzwischen wieder 60 bis 90 Prozent über Kaufkraftparität für einen Dollar hinblättern müssen, scheint aber gerade mit Blick auf die Reflationierungsanstrengungen im Westen und die Aussicht auf weitere internationale Hilfen für Osteuropa eher sonderlich. Das heißt nicht, dass die Region keine Schwierigkeiten hätte, politische, finanzielle, (aufsichts-)rechtliche oder demografische. Dennoch muss sich Osteuropa vorkommen wie der kleine Dealer, der verknackt wird, während die großen Fische unbehelligt davonkommen.'
Time will tell. ![]()