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In vielen Städten die ich kenne ist der Markt leergefegt und Angebote mit marktgerechten Preisen sind innerhalb weniger Tage weg.
Wenn mein abendlicher Weg von der Arbeit die Sparkasse oder Raiffeisen kreuzt, ist immer Zeit die ausgehangenen Hauskaufgebote anzuschauen. Ich habe das Gefühl, da hängen die Bankhüter an den Schaufenstern. Die Kaufpreise sind für mich trotz längeren Aushangs eines Gebotes inakzeptabel.
Da ich selbst Eigentümer einer kleinen, selbstgenutzten Immobilie bin, ist mir eine gewisse Gelassenheit zu eigen. Die demographische Entwicklung in meiner Region ist zugegebener Weise mies. Wer Eigentum erwerben will, sollte sich mit den Gebühren und Verordnungen seines Wunschortes auseinandersetzen. Da können unangenehme Überraschungen lauern.
Gold ist auf jeden Fall besser zu stückeln. Das funkioniert bei einer Immobilie nicht, daher ist ein schneller Verkauf selten durchführbar.
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...ein bisschen kapital sollte schon vorhanden sein, wenn ein haus gekauft wird.
Ein bisserl mehr wäre besser, wenn denn die Zukunft nicht im Harakiri enden soll. Die Zinsen, sogar für 20 Jahre Laufzeit, sind tatsächlich sehr günstig. Ob nachhaltig genug, das stelle ich in Frage. Ein junger, gut verdienender Facharbeiter (3500 Euro Brutto) mit Familienanhang aber ohne Eigenkapital, sollte sich den Schritt sehr gut in allen Konsequenzen überlegen. Mit fünfzig Jahren, spätestens 55, sollten die Kredite getilgt sein. Wird's später, dann läufst du in die Demenzfalle, ein gesetzlicher Betreuer wird bestellt und ... die Immobilie wird ohne Einflußmöglichkeit zwangsverwertet.
Bei Gold gehe ich von physischem Besitz aus. Dieses Vernmögensmerkmal ist sonst nur Bargeld von eigen. Alles andere ist Sichteinlage. Die Kontenabfragen von Behörden haben sich lawinenartig ausgeweitet. In einer Radiosendung hörte ich, daß schon verdachtsunabhängig abgefragt wird.
Anlagengold ist beim Kauf und Verkauf Mehrwertsteuer befreit und bis jetzt nur mit einer Spekulationsfrist von einem Jahr belegt. Wobei das FA bei einem Verkauf von Privat zu Privat seltenst Einblick hat.
Für Immobilien gilt:
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Wer eine vermietete Immobilie mindestens 10 Jahre besitzt, (Besitzdauer eine Erblassers wird beim Erwerb von Todes wegen anerkannt) zahlt keine Steuer auf den Gewinn. Wer eine selbstgenutzte Immobilie vor Veräußerung zwei Jahre besessen und selbst genutzt hat verbleibt ebenfalls nach wie vor steuerfrei.
Bitte die Grunderwerbsteuer nicht vergessen, die abhängig von der Landzugehörigkeit schon 4,5% ausmacht. Das sind nicht unerhebliche Fixkosten, die unser fürsorglicher Staat bei der Anschaffung abgreift.
Edit:
@Lieschens Müller:
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wenigstns rechnenen kann ich noch...
Das haben viele Leute verlernt oder nicht mehr gelernt. Unter dem Strich mußt du aber alle Kosten verrechnen, sonst wird es eine Milchmädchenrechnung und du wirst über den Leisten gezogen.