Hallo Oliver,
auch wenn ich nicht immer deiner Meinung bin, jedoch lieferst du aus meiner Sicht eine treffende Zustandsbeschreibung über Grunderwerb in unserer jetzigen Zeit.
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Früher galt mal der Grundsatz, daß man Keller und Grundstück aus eigener Tasche finanzieren muß um bauen zu können. Heute baut man ohne Keller auf Grundstücken, die kaum größer sind als das Haus selber und früher mal als Ackerland oder Müllkippe genutzt wurden.
Stimmt aufricht, wobei der Keller mit 1/3tel der Gesamtkosten berechnet wurden.
An der Stelle, wo ich als Kind Kaulquappen aus dem Teich gefischt habe, stehen heute schmucke Doppelhaushälften. Wie mir zu Ohren gekommen ist, laufen dort in vielen Kellern Pumpen, um die Selben nicht absaufen zu lassen
. Die neueren Gebäude wurden mit Bodenplatte errichtet, hatten aber ungefähr den Kaufpreis der älteren Häuser. Ach ja, wo vorher verklinkert worden ist, sind nun gedämmte Außenfassaden mit Holz oder Kunststoff.
Ich habe einen Kollegen, der nach Grunderwerb eines alten Hauses aus allen Wolken fiel, als er die Höhe der Grunderwerbssteuer erfuhr. Seine Geschimpfe galt immer dem Bankberater, der sich bei Finanzierungskonzeption, für diese Kosten nicht zuständig sah.
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...überschuldeten Rindviecher sogar so übel übernommen, daß es nicht mehr für's asphaltieren der Zufahrt zur "Wohninsel" gereicht hat...
Dann hoffen wir mal, daß die Zufahrt privates Land quert --> Erschließungskosten nach Jahren. Dazu fällt mir meine Kollege ein, der seine alte Garagenzufahrt pflasterte und von der Gemeinde zur Auflage eine Regenrinne am Ende zur Straße hin verpflichtet wurde. Besitzt auch ein altes Haus und wir tauschen uns amüsiert über die von Behörden veruraschten Zusatzkosten älterer Häuser aus --> Galgenhumor.
Aber jungen Familien mit mehreren Kindern wünsche ich Spielgärten (keine amerikanische Ziergärten). Bei mir hängen viele schöne Kindheitserinnungen dran. In einem Punkt gebe ich dir recht, die heutigen Kosten sind viel zu hoch. Den Wert einer Immobilie trägt meist das Grundstück, denn jedes Gebäude darauf unterliegt dem Verschleiß. Für Neubaugebiete in meiner Lokation wird mit Nähe Stadtgebiet bis zu 200 Euro für den Quadratmeter verlangt. Spucken ist bei der vorgesehenen Parzellierung nicht erlaubt, da es den Nachbarn trifft.