Das soll "den Westen" auslaugen - soooooooooooo lange bis keiner mehr meint, er könne sich in 2 oder 4 Jahren einen noch größeren Konflikt mit RU leisten!
Das könnte vermutlich tatsächlich die RUS-Strategie sein, denn sonst gehorcht das taktische und operative Verhalten (bzw. das Geschehenlassen des Nachschubzustroms) keiner nachvollziehbaren Logik. (Wenn man ausschliessen will, dass im höheren Offiziersbereich und Generalstab durchgängig nur Versager/Militärlaien am Werk sind. Aber auch hierzu kann man hin und her diskutieren. Wie im westlichen Politbereich übrigens auch.).
Ob die Strategie von RUS allerdings aufgeht, wird sich zeigen.
Ein kurzer Krieg/Waffenstillstand ohne mindestens massivste Verluste der NATO-Volkswirtschaften, aus RUS-Sicht idealerweise ein Auseinanderbrechen der NATO mit inneren Unruhen in den Staaten (->Frankreich), dürfte nur dazu führen, dass in ein paar Jahren nach Erstarkung und militärindustrieller Vorbereitung trotz aller selbstgeschaffenen, stark hemmenden Fachkraft-, Rohstoff- und Energieproblematik die Osterweiterung doch wieder in Angriff genommen wird. Entweder als überraschender Erstschlag oder eingangs als konventioneller Breitfrontangriff mit Eskalation parallel oder im Nachgang zu gesteuerten Putschversuchen im Kreml. Auch verdeckte biologische, geotektionische, geoklimatische, impaktgesteuerte zermürbende Vorbereitungen würden zum Einsatz kommen, wenn dies technologisch (kontinental) machbar ist (keine Ahnung, wie weit man da ist und wieweit das den Stäben und Think Tanks "steuerbar" erscheint).
Unter Annahme dieser RUS-Strategie (ist nur eine Vermutung), dürften die sich auf keinen Waffenstillstand in 2023 und auch nicht in 2024 einlassen, auch wenn denen die Krim und der Donbas "völkerrechtlich angeboten" wird. Egal, ob das Angebot zum Schein oder ernsthaft gemacht wird, egal, ob ein Plebiszit in diesen Gebieten unter wessen "Propagandaaufsicht" damit einher geht oder nicht.
Insofern spielt den RUS die hartnäckigen Krim-und-Donbas-Rückeroberungsfantasien des Westens und ihres Lakaien in Kiew absolut in die Karten. In der vermuteten Strategie kann den RUS nichts besseres passieren. Ob das von Russen-Think-Tanks im Hauptstrang oder in einer Planvariante geplant war oder zufällig so läuft, ist da auch egal.
Nach der hier vermuteten Strategie werden sie nicht und dürfen sie auch nicht größere Teile der UA überrollen. Bloss nicht die UA und den West-Nachschub zusammenbrechen lassen. Kiew ungeschoren lassen, Washington, London auch. Baerbocks, Blinkens und Bidens genau da lassen, wo sie sind. Lustigerweise wäre ein Trump derzeit für RUS kontraproduktiv.
Notfalls sogar eine innere Unruhe/Putschversuch/Erkrankung im Kreml simulieren, um den Nachschubwillen und damit den Aderlass des Gegners zu animieren. Oder sich hier und da mal zurück drängen lassen, 42 m oder 42 km, stärkt auch die Opferbereitschaft das Gegners. Das Spice muss fliessen.
Schachspielen auf höchstem Niveau halt oder grandiose Zufälle ... Ob die RUS damit spielen können und vorallem auch durchhalten, kann ich nicht einschätzen.