Beiträge von Wayne Schlegel

    @ Poldi zum Thema "Pachtvertragsklauseln - Schweinereien"


    Ganz einfach - es kommt darauf an, was im Pachtvertrag steht. Sonst gilt allgemeines BGB-(Pacht-)Recht. Für eine rechtssichere Auskunft, mußt du dann schon einen spezialisierten Anwalt fragen.


    Den von dir verwendeten Begriff "Schweinereien" halte ich allerdings für völlig unangemessen.


    Warum soll der Verpächter sich nicht genauso wie du durch Vertragsklauseln vor Hyperinflation oder einem Crash schützen können dürfen? Warum also soll er sich im Extremfall durch einen für ihn unauflöslichen Vertrag und Beibehalt eines Minimalpachtzinses auch in Hyperinflationszeiten knebeln lassen? Er muss möglicherweise genauso wie du seine Familie ernähren.


    Wenn du das Grundstück zu verpachten hättest, würdest du es wohl auch so sehen und das nicht als Schweinerei, sondern als notwendigen Eigentums-/Vermögensschutz ansehen.


    Mich würde interessieren, wie du dich jetzt nach all den Ratschlägen und Infos anlagemäßig entscheiden willst.


    Schöne Grüße

    Ich schließe mich der Meinung von KELLERMEISTER an.


    Wir haben hier eine repräsentative Demokratie. Nach diesem Demokratie-System repräsentieren die gewählten Vertreter das Volk. Mir scheint, dass genau das auch gelungen ist.


    Die Volksvertreter sind in sämtlichen Eigenschaften genauso wie jeder einzelne auch. Der einzige Unterschied liegt nur darin, dass die "besser" (nicht qualitativ gemeint sondern wortschatz-, syntax- usw-mäßig) reden. Sonst sind sie genauso wie du und ich und jeder Forumsteilnehmer. Dies sehe ich so, bis die Biologen ein Politiker-Gen auf der Helix gefunden und isoliert haben. Ob man das dann im Sinne einer Eugenik reduplizieren oder ausmerzen sollte, wäre wiederum eine interessante spekulative Frage.

    Zitat

    Original von Marcher
    Nur haben die wohl die wenigsten Bock dazu, alles was sie sich aufgebaut/erarbeitet haben einfach so zu verlieren. Deshalb sehe ich nix verwerfliches drin, wenn man sich Gedanken über die aktive Gestaltung seiner Zukunft macht.


    Das ist natürlich gut zu verstehen, dass man seiner Hände / seines Kopfes Arbeit nicht verlieren will. Dennoch, die wie gesagt überspitzte Metapher war gewählt, um vielleicht doch mal zum Nachdenken in diese Richtung anzuregen.


    Schließlich sollte man auch sehen, dass einem das Umfeld - oder anders formuliert die Gesellschaft die Rahmenbedingungen gegeben hat, dass die Früchte der eigenen Arbeit für manche sogar sehr groß ausgefallen sind (ich meine das nicht sozialneidisch, sondern rein faktenorientiert). Okay, man zahlt ja dafür Steuern an die Gesellschaft zurück als Ausgleich für die Rahmenbedingungen und den individuellen Vorteil, den man gezogen hat.


    So weit so gut und in florierenden Zeiten allgemeiner Konsens. In Krisenzeiten ist es absolut verständlich, dass man primär sich und seine Nahestehenden retten will. Aber sollte man sich da nicht auch in gewisser Weise solidarisch zeigen?


    Im Zweifel wird die Solidarität im anderen Extrem zwangsweise durch Enteignung hergestellt. Und genau davor möchte sich der Goldköfferchenmensch wiederum schützen. Wiederum anderseits findet man in Notzeiten viele Beispiele, wo sich Menschen das letzte Hemd und das letzte Brot teilen. Bei diesem Szenario befindet sich die Goldköfferchenmentalität auf der anderen Seite des Betrachtungsspektrums.

    Noch ein allgemeines Statement mit der Vorbemerkung, dass ich hier absolut niemanden angreifen oder beleidigen will. Also soll sich niemand auch durch nachfolgende überspitzte Metapher angegriffen fühlen (die Gedanken, Lebens- und Fluchtpläne sind schließlich für alle frei).


    Aber, machen es so nicht die berühmten Heuschrecken? In einem grünen Land sich sattfressen und wenn's kahl ist mit vollem Bauch (=Goldköfferchen) abhauen? Andererseits: auch Heuschrecken sind Lebewesen und haben ihren Platz im Ökosystem. Wenn sie aber zu zahlreich auftreten, werden sie erfahrungsgemäß ziemlich drastisch bekämpft.


    Ich glaube wie einige Vorredner auch, dass (verwandschaftliche) Solidarität neu entdeckt werden muss und auch entdeckt werden wird. Es werden sich Krisengemeinschaften bilden, denn jeder will überleben. Was wir in den letzten Dekaden gesehen haben, dass man als Einzelkämpfer zu erheblichem (materiellem) Erfolg kommen kann, wird dann nicht mehr gelten, wenn's in der Krise um's Existenzielle geht. So mein Prognose. Aber ich kann mich natürlich auch irren.