Beiträge von Minos


    Der Indikator würde mich mal interessieren! Hast Du den Indikator irgenwo mal definiert/erklärt? Wenn ja, wo?

    Letztlich ist es doch ganz banal, kommt der Black Swan, sprengt er das System, und der Optionsschein muss nicht bedient werden. So kann man das Risiko des Black Swans auch abhandeln. :thumbsup:
    Und wenn das System nicht gesprengt werden sollte, dann zahlen halt die Steuerzahler an AIG, damit die falsch modellierten CDS-Papiere nicht ausfallen und die höchstgehebelte Deutsche Bank nicht pleite geht, obwohl die DB doch eigentlich so doof war sich mit den Dingen abzusichern.


    Gut, man kann jetzt auch sagen, die DB-Bänkster waren klug, weil sie gewonnen haben, aber das ist Ansichtssache. Denn die nächste Runde läuft schon, und ob die wieder von der DB gewonnen wird?


    Ist der Witz an Schwarzen Schwänen nicht, daß man sie für unmöglich gehalten hat, sie dann aber durchaus häufig waren, wenn man nur wußte wo?


    Genau das ist es,


    die Investmentheinis (Taleb war auch einer, meine ich) gehen bei Ihren mathematischen Modellen von einer Normalverteilung (Gauß-Kurven) aus, Ereignisse weit weg vom Mittelwert sind dann extrem unwahrscheinlich. Geht man nur weit genug weg vom Mittelwert, dann sind diese Ereignisse so unwahrscheinlich, dass Sie faktisch unmöglich sind. Soweit sogut!


    Das Problem ist nun, dass die Investmentheinis nicht einsehen wollen, dass ihre schönen mathematischen Modelle nur unter gewissen Randbedingungen funzen und keine Ahnung haben, dass sie schlicht von falschen Annahmen ausgehen und dass diese Modelle eben nur unter gewissen Annahmen einigermaßen zutreffen, die eben nicht immer zutreffen müssen. Das führt dann dazu, dass die unmöglich betrachteten Ereignisse eben gerade doch auftreten, obwohl sie es laut den Heinis eben nicht dürften. Das nennt Taleb dann Black Swans, also Ereignisse die auftreten, aber keiner damit rechnet, weil die Heinis einen falschen Ansatz haben ...


    Taleb hat ja den tollen Vergleich mit dem Truthahn, der jeden Tag von seinem Herren lecker Essen bekommt. Der Truthahn findet das super und geht davon aus, dass alles in bester Ordnung ist, bis Thanks Giving eben, dass ist für den Truthahn dann ein Black-Swan -Ereignis, nicht aber für den Metzger ... :D


    OK, ich habe provoziert, mach aber Spaß!

    DAX in Gold unter 6 ! :D


    Sollte g_g recht haben, dann müsste nach meinem Tip Gold über 1140 Euro stehen ! Yeah! :D


    NA ja, vielleicht bleibt ja der Goldpreis gleich und der Euro geht auf Parität zum Dollar. ;( Auch ne Möglichkeit ...


    "... einzelne Auswüchse ..." ???


    einfach zu schön! :thumbsup:


    Diese "einzelnen Auswüchse" hätten beinahe das Gesamte Finanzsystem um die Ecke gebracht, und da sich ja nix geändert hat, dürfen wir getrost davon ausgehen, dass dies beim nächsten Mal gelingen wird ... :D


    Genau! Jedes nicht in Gold investierte Promille des Vermögens ist ein Ärgernis. :D . Ich kaufe momentan nicht mehr nach, hoffe aber dass Silber Gold jetzt deutlich outperformen wird. Dann wird Silber in Gold getauscht und auf den Dip gewartet, der gewöhnlich beim Silber heftig wird, beim Gold kaum zu verspüren ist ...


    Minos

    Der technische Analyst und Chef des renommierten Research-Unternehmens Elliott Wave International, Robert Prechter, sagte vor einem Jahr richtig eine deutliche Erholung des US-Aktienmarkts voraus. In den vergangenen Monaten änderte der Experte in radikaler Weise seine Sichtweise. Bereits im November ging dieser von einer nahenden Top-Bildung des Marktes aus. Nun erklärte Prechter gegenüber Tech Ticker, dass sich mittlerweile die Psychologie des Marktes vollkommen drehte und von einer extrem negativen Stimmung vor einem Jahr in extremen Optimismus umschlug. Daraus habe sich für den Markt im Januar eine Top-Formation ergeben. Unter den vielen von ihm beobachteten Stimmungsindikatoren sei der niedrige Barmittelbestand bei Investmentfonds sehr auffällig gewesen. Dabei hätten sich Niveaus ähnlich der Jahre 1973, 2000 und 2007 ergeben, wo sich an den Aktienmärkten jeweils große Top-Formationen ausgebildet haben. Derzeit rät er niemanden zum Eingehen von Risiken, zumal die aktuelle Zeit Sicherheit erfordert.
    Der Privatinvestor habe den Aktienmarkt mehr oder weniger aufgegeben und sich dem Kauf von Anleihefonds zugewendet. Durch diese Strategie gelange aber der Investor vom Regen in die Traufe. Der Bondmarkt stelle die bislang größte Blase in der Weltgeschichte dar. In einer etwaigen großen Deflation würden Unternehmens-und Kommunalanleihen sowie Verbraucherkredite unter Druck geraten. Er geht davon aus, dass dieses Szenario bereits in Gang gekommen ist und empfiehlt, für die nächste Zeit vor allem das Halten von Barmittelpositionen.
    Quelle boersego



    Prechter muss gute Nerven haben. Da spricht er von einer Bondblase, also extrem hohe Bondpreise, gleichbedeutend mit extrem niedrigen Zinsen. Wenn diese Blase platzt explodieren also die Zinsen. Macht es Sinn, bei so einem Szenario Bargeld zu halten?


    -> Ja, wenn, ja wenn(!!!!) die Staaten bei den Zinssätzen nicht pleite gehen und damit Geld werthaltig bleibt. Aber wie soll das gehen, wie soll der Staat liquide bleiben, ohne massiv das notwendige Zinsgeld zu drucken und damit das Vertrauen in das Papier zu zerstören?


    Prechter liegt IMO falsch, weil in einem solchen Szenario die Unsicherheit bzgl. Staatspleiten so exorbitant groß wird, das Gold Papier outperformen wird.


    Prechter geht langsam das Licht auf, dass Staatsanleihen kein sicherer Ort mehr sind, stattdessen aber Bargeld zu halten ist irgendwie phantasielos. Prechter will einfach nicht uneingeschränkt Gold empfehlen. In seinem Buch empfiehlt er Gold quasi nur als Absicherung für den Fall, dass seine vermutete Deflation doch nicht kommen sollte. Das ist IMO Quatsch. Wenn die extreme Deflation kommen sollte, die Prechter mit seinen "Wellen" prognostziert, dann ist das schlicht eine Form des GEC und Papiergeld garantiert bei seinem "inneren Wert" angekommen. ;)




    Minos

    Ok, wäre nicht fair, jetzt zu behaupten, dass DAX/Gold bei 6,8 liegt und damit seit langer Zeit die 7 unterschritten hat, einfach weil der DAX nach Handelsschluss keine Chance hatte dem Dow und Gold nach oben zu folgen.


    Dennoch, die Richtung ist seit geraumer Zeit nach unten gerichtet ...


    Minos

    Hallo zusammen,


    wer weiß noch, mit welchem Artikel/Link dieser Thread im Jahr 2006 gestartet wurde? Der erste Beitrag wurde ja leider gelöscht!


    Es muss ein hochintelligenter, weitsichtiger Aufsatz gewesen sein. Wer erinnert sich? Wer hat ihn noch?


    Ich würde ihn gerne heute noch einmal lesen!


    Minos


    Das mit den Erwartungen ist immer so eine Sache, ich sprech da aus Erfahrung... Hoffentlich dreht sich das Bild, sonst haben die "Manager" mit "Zitronen gehandelt". Ein Rücksetzer bis auf DAX 5430 Punkte ist sicher auch noch gesund, was aber, wenn das Spiel in Salami-Manier immer weiter runter geht? Dann wird´s ungesund. 8|


    Dax/Gold jedenfalls ist nun unter die 7,1 gefallen ... Ich weiß nicht, ob es schon soweit ist. Wie die Lage der Papierwährungen aber derzeit betrachtet wird, tippe ich mal in den nächsten Wochen und Monaten auf einen weiter fallenden DAX/Gold. Nur so ein Gefühl, aber das mit den Gefühlen und Erwartungen ist immer so eine Sache ... ;)


    Minos