Alles anzeigenSehr lesenswert, insbesondere für Gold &Silberbugs.
Briefwechsel zwischen ihm und Rick Ackerman:
http://news.goldseek.com/RickAckerman/1231225260.php
Grüsse
Interessant, ich habe nun auch Prechter gelesen. Er hat wirklich gute Ansätze und zwei, drei verblüffende Lang-Frist-Charts. Besonders sein Mut, aus heutiger Sicht abwegige Prognosen zu wagen (auch über Elliott-Wellen) ist instruktiv. Auch wenn ich die Elliott-Wellen in weiten Teilen etwas für Hokus-Pokus halte, so dienen sie doch dazu, mal über "Unmögliches" nachzudenken.
Wenn es darauf ankommt bleibt Prechter aber unscharf und vor allem inkonsequent. Er traut seinen eigenen Prognosen nicht, und das zu Recht (IMO).
So empfiehlt er im Grunde Cash und Kurzläufer, und schreibt etwas von absolutem Dollartief der Edelmetalle in der Deflation, er zieht dazu den Silberpreis 1929 heran (IMO Quatsch, da Silber keinen monetären Charakter entwickeln konnte, da Gold schon Geld war.) Schließlich aber schreibt er dann doch, dass die heutigen Währungen "pure Einbildung" seien und Gold "am Ende die Oberhand behalten" wird. Toll, was nun?
Dann schreibt er doch: "Kaufen Sie auf jedem Fall Gold und Silber":
und weiter führt er als wesentlichen Grund an:
"...könnte es aus Gründen, die ich nicht vorhersehen kann, dieses Mal anders kommen, in einer Welt aus beschlossenem Geld gebietet es die Vorsicht, sich gegen einen Run auf greifbares Geld abzusichern"
Aha, da schreibt er es ja! Das ist der Punkt! Und ich sage, die Unsicherheit wird so groß werden, dass das riesige Schuldgeldvolumen sich auf das wenige Greifbare stürzen wird. Prechter zieht einfach zu wenig in Betracht, dass das Papiergeldsystem fragil ist und ziemlich schnell in Rauch aufgehen kann. Viel Spaß dann mit Papier...
Die akademische Diskussion um die Deflation (und ichs schließe sie nicht mehr so kategorsich aus wie früher) wird dann ein Ende haben, wenn die Leute was essen wollen. Sie brauchen Brot und das kann man anfassen und das wird am Ende (!!!) für Papier nicht zu haben sein.
Minos