Beiträge von Minos

    Die heutige Entdeckung des anliegenden Graphen auf www.hussmanfunds.com
    ist für mich absolut der größte Hammer seit ich die Zyklik im Dow/Gold Graphen vor knapp 15 Jahren gesehen habe.


    Die Erläuterung ist komplex, alles weitere findet Ihr auf Englisch unter der im Graph gelisteten Marktkommentaren auf der gleichen Internetseite.


    Verkürzt ist die blaue Kurve ein Maß für die Bewertung des S&P 500, allerdings ist die Achse links logarithmisch und invertiert, d.h. ist die Kurve unten, sind das extrem hohe Bewertungen. Die rote Kurve gibt nun einfach die tatsächliche jährliche Rendite (total return) des S&P 500 im folgenden 12-Jahreszeitraum auf der rechten Achse an.


    So, jetzt mal grübeln.Lassen wir die Fragestellung der Logarithmierung zunächst weg. Was sagt uns anliegende Graphik. Vereinfacht ausgedrückt: Je günstiger (niedrig bewertet) der Einstiegszeitpunkt, desto höher die durchschnittliche Rendite in den nächten 12 Jahren, sehr verlässlich! Nun spricht vieles dafür, dass die rote Kurve weiter der blauen folgend wird, schließlich tut sie dies seit 90 Jahren. Unterstellt man dies, so wird die rote Kurve in 12 Jahren dort sein, wo heute die blaue Kurve ist: ganz unten. Und was würde dies bedeuten? Na ganz einfach: Die jährliche Rendite (total return) des S&P 500 in den nächten 12 Jahren ab heute, also bis 2030, ist unter Null!



    Na denn viel Spaß an alle Aktienbesitzer ... 12 Jahre und am Ende ein Nullsummenspiel, und zwischendrin ein Crash von vielleicht 50%. Das ist nichts für schwache Nerven.


    [Blockierte Grafik: https://www.hussmanfunds.com/wp-content/uploads/comment/mc171218d.png]

    Es ist schon ein steiler Abfall des DAX/Gold vom Zwischenhoch von 12,2 am 26.09. auf aktuell 10,9 zum Wochenschluss, das sind mehr als 10% in nicht einmal drei Wochen. Bricht der DAX/Gold nun endlich -wie von mir prognostiziert- nach unten durch?


    Zugegeben, ich habe zu oft diese Erwartung gehabt und sie ist nicht eingetreten, auch ist die Bewegung angesichts meiner Prognose von DAX/Gold unter 2 noch lächerlich klein.


    Dennoch bin ich weiterhin fest davon überzeugt, dass wir einen massiven Abfall des DAX/Gold sehen werden und vielleicht war dieser kleine Tippelschritt, der erste auf einer langen Reise des DAX/Gold nach Süden. Wer weiß?


    Minos ?)

    man sieht auch den blauen zyklus...vielleicht stehen wir am Anfang und sehen in paar jahren wieder 26:1...die schwäche der minen ist schon besorgniserregend

    Das will ich nicht hoffen, denn es wäre genau das Gegenteil meiner Erwartung und für meine Investments damit der Super-GAU. Aber: expect the unexpected ...


    Ich vertraue einfach darauf, dass der Zyklus erst dann von Neuem beginnen kann, wenn die Überschuldung des Systems nachhaltig "gelöst" ist, und dazu ist noch eine massivste Verwerfung erforderlich ...


    Aber warten wir es ab ...


    Minos


    P.S.:
    Die blaue Kurve ist (im Gegensatz zu den anderen Kurven) eher willkürlich, und rein optisch sollte ich diese eher zeitlich etwas strecken. Das Problem des Ansteigens am Ende ist mathematisch bedingt (Polynom-Trendlinie in Excel).

    Nun ist nach dem Dow/Gold auch der DAX/Gold über sein altes Verlaufshoch ausgebrochen, entgegen meiner Prognose.
    Dies schaut nun aktuell so aus:


    Nun habe ich ja meine Prognose für den DAX/Gold (-->fällt unter 2) nicht aufgegeben, sondern nur zeitlich nach hinten geschoben. Schaut man sich das Verlaufmuster des DAX/Gold im letzten Jahrzehnt genauer an, dann könnte man ein Muster erkennen und auf folgende Idee kommen:



    Ich glaube ja nicht unbedingt an solchen Muster-Firlefanz, aber vielleicht ist diesmal nicht alles anders ... ;)


    Minos

    In der Tat, Lupus,


    ich lote derzeit aus, zu welchem Preis man Rhodium hier im Forum verkaufen kann.


    12% Abschlag unter dem günstigsten Händlerpreishat biete ich an, habe aber noch nicht verkauft.
    Eben ein sehr illiquider Markt, aber ich habe Zeit ...


    Tiefer würde für mich immer uninteressanter, weil dann mein Vorteil gegenüber der Händlerrückgabe zusammenschmilzt ...


    Mal schauen, im Falle einer Ver-10-fachung lasse ich mit mir reden. :]


    Minos

    Vielen Dank für die Informationen und Einschätzungen, Salvator,


    die explosive Entwicklung von Rhodium ist wirklich atemberaubend und es ist kaum zu glauben, dass ich, wie man im vorausgehenden Post ja lesen, (u.a.) zum 16.08.2016 1 oz-Rhodium-Barren gekauft habe, und zwar zu einem Preis von 844 Euro, heute, ein Jahr später kostet der 1.654€ kostet, das ist mal eben ein Verdoppler.


    Man muss sich schon fragen, woher diese Dynamik kommt.Ich hoffe Du hast recht, 10.000 Euro/Unze wären ganz nett ... :D


    Etwas Glück :thumbup: braucht man manchmal schon, der rote Pfeil zeigt den Zeitpunkt meines Kaufs oben an ...


    DAX/Golderreicht heute den Wert 12 und knackt damit klar das alte Verlaufshoch aus Ende 2015 bei 11,7.


    Weiterhin bleibt nur festzuhalten, dass meine Prognose zumindest in der Zeitschiene nicht getroffen hat.


    Dennoch, auch wennn DAX/Gold noch deutlich weiter steigen wird, ich wette weiterhin auf den fallenden DAX/Gold und glaube an eine zeitlich begrenzte Übertreibung, die früher oder später ihr Ende finden wird. Der Ballon sucht sich nur noch seine Nadel oder anders: die nächste Finanzkrise ist vorprogrammiert...


    Die Zukunft wird es weisen.


    Minos

    Im Jahresmittel(!) musste man in 2016 sage und schreibe 253kg Kupfer für eine Unze Gold bezahlen. Am heutigen Tage sind es "nur" noch 194 kg Kupfer (immer noch viel, aber weniger)! (Im Wesentlichen, weil der Kupferpreis mit anderen Rohstoffen in 2017 massiv angestiegen ist.) Das ist aber genau die Voraussetzung, die für einen weiteren Anstieg des Goldpreises notwendig ist. Man beachte meinen obigen, seinerzeitigen Kommentar in fett.


    Wenn die Rohstoffpreise weiter ansteigen, dann ist auch der Weg für die Edelmetalle frei.


    Nebenbei bemerkt:
    Butter kostete Anfang des Jahres 1,19€, heute geht Aldi in den Bereich von sage und schreibe 2,00€.
    --> EZB, das habt Ihr gut hinbekommen. Bleibt bitte unbedingt auf dem Gaspedal, so dürfen wir bald Butter für 3,00€ kaufen. Wir freuen uns einfach wahnsinnig über die Inflation. ;(


    Minos

    Ja, der DAX/Gold ist gefallen, durchaus beachtlich.


    Gemessen an meinem prognostizierten Zielwert unter 2,0 sind wir aber immer noch bei einem sehr hohen Wert, haben aber den Bereich des Zwischzenhochs nach unten verlassen.
    Aus der Erfahrung der Vergangenheit hüte ich mich heuer davor, daraus nun den großen Crash des DAX gegen Gold abzuleiten.


    Vielleicht aber ist gerade dieser letztgenannte Zweifel an meiner Überzeugung das erforderliche Indiz dafür, dass es diesmal wirklich zum Einbruch kommt. Ich jedenfalls bleibe long in Edelmetall und im DAX nicht investiert und hoffe einfach, dass die eingeschlagene Richtung beibehalten wird.


    Minos

    Das alte Zwischenhoch ist damit wider meiner Erwartung erreicht.


    Auch wenn ich zumindest auf der Zeitschiene somit klar nicht richtig lag, bleibe ich bei meiner Aussage, dass der DAX/Gold fallen wird und zwar unter 2. Jetzt auf den fahrenden Zug ausspringen und weiter auf einen DAX zu spekulieren, der Gold outperformt, halte ich erst recht für äußerst gewagt.
    Daher bleibe ich long in PM und übe mich in Geduld.


    Trotzdem muss man anerkennen, dass Aktien long in den letzten drei, vier Jahren die bessere Strategie waren ...


    Minos

    Das war unerwartet heftig. Noch liegen wir zwar kanpp unter dem Zwischnhoch aus 2015 von 11,7, aber viel fehlt eben nicht mehr bis dahin.
    Wie dem auch sei, vielleicht kommt es -ähnlich wie Ende 2008- bzgl. des DAX noch zu einer finalen Euphorie und bei Gold zum finalen Ausverkauf. Das wird psychologisch hart, aber ich bleibe dabei:


    DAX/Gold wird kollabieren, am Ende auf einen Wert unter 2.


    Minos

    Hä?
    Klingt abstrus, stimmt aber! Auf die Währung kommt es an. Dabei habe ich als Währung nicht etwa eine weiche Papierwährung gewählt, sondern den Rohstoff Dr. Copper: Kupfer. Da muss man sich schon die Augen reiben.


    Tatsächlich kostete im Jahr 2016 im Mittel eine Unze Gold sage und schreibe 253kg Kupfer, mehr waren es zuletzt nur in 1980(!!!) mit 275kg Kupfer.


    Nur zum Vergleich:
    Geht man nur zurück ins Jahr 2009, da kostete eine Unze Gold nur 90kg Kupfer.


    Ohne steigende Kupferpreise, d.h. letztlich ohne größere Preissteigerungen insgesamt, wird es auch schwierig für den Goldpreis, große Sprünge nach oben zu machen, denn Allzeithochs bei Ratios physischer Werte müssen sehr kritisch als potentielle Umkehrpunkte betrachtet werden. Auch wenn so manche Übertreibung heute natürlich neue Allzeithochs generieren kann, wetten sollte man darauf besser nicht.


    Minos

    Zur Abwechslung mal der Dow Jones/Gold. Hier liegen wir aktuelle mit 17,4 knapp unter dem letzten Verlaufshoch von 17,7.
    Auch hier gehe ich von einer massiven Trendwende aus. Vielleicht bringt ja die Zinserhöhung Bewegung in die Sache.


    Hier relativ aktuelle Graphen: