Beiträge von Minos


    Wau! Vervierfachung eines Indexes in gut einem Jahr. Wen das Ding knallt, reist es den Rest der Welt mit. Das hat das leichte Zittern vor 2 Monaten schon gezeigt.


    Leute, jetzt wird´s psychologisch!

    HIghtekki!
    Du hast natürlich den entscheidenen Punkt angesprochen:


    Die Skalierung der rechten Hochachse zu linken ist natürlich willkürlich.
    Aber einiger Maßen sinnvoll gewählt!


    Denn Dein nicht ernst gemeinter :D Vorschlag, 1954 zum Maßstab zu machen, ist für Goldbugs zwar attraktiv, aber -wie Du natürlich selbst weißt- nicht sinnvoll.


    Hier die Erklärung, für alle, die noch rätseln:
    1945 war Deutschland kurzzeitig in ein "vorindustrielles" Zeitalter zurückgebombt. Die Industrie war faktisch zerstört, der DAX praktisch bei "Null". Schaut Euch den (zurückgerechneten) DAX vor 1954 mal an:


    http://www.wiwi.hu-berlin.de/P…wl/bb/aktien/DatenReihen/


    Da kommen einem die Tränen, so tief lag der DAX, ich hätte meinen Chart nach unten masiv anbauen müssen!


    Das ist im übrigen das gleich Phänomen, wie in den (vorindustrialisierten) USA um 1800. Auch dort stieg das (zurückgerechnete) Dow/Gold-Ratio extrem stark an (Anlage), wobei hier die wesentlich geringere Goldmenge zusätzlich zu berücksichtigen wäre!.


    Geht man davon aus, dass die USA auf dem Weg in ein "vorindustrielles" Zeitalter sind, dann hat das Dow-Gold-Ratio noch einiges vor sich ... :D :D :D


    Quelle Goldförderung: wikipedia.de.

    Hightekki, super!


    Du warst zu schnell!


    Während Du mich zu Recht korrigiert hast, habe ich gleichzeitig selbst gemerkt, was ich für einen Blödsinn schreibe und habe mich selbst korrigiert! Deckungsgleich mit Deiner Anmerkung! :)


    Bzgl. des Dow-Gold-Ratio wird eine ggf. wirtschaftliche Rezession in den USA zu einer weiteren Verlagerung der Wirtschaftskraft in andere Länder führen und somit hoffe ich natürlich als Goldbug auf Dow/Gold<1

    [quote]Original von HIghtekki
    @ Minos


    (...) danke für die blumen :D


    bei einer konstanten umlaufgeschwindigkeit wäre es ausreichend einfach zu untersuchen wie stark die preise gefallen sind um das wachstum zu bestimmen. (...)



    Treffend formuliert! Aber die konventionellen Ökonomen würden uns leider verrückt erklären:


    Das reale Wirtschaftswachstum wird gemessen im prozentualen Sinken(!!!) der Preise.


    Wenn man nun annimmt, dass der Aktienindex die Gesamtwirtschaft darstellt, so würde er bei doppelter Produktionmenge die doppelte Produktionsfähigkeit bei halbierten Preisen darstellen. Ein Nullsummenspiel. Der Aktienindex würde unverändert bewertet, eben konstant (abgeschlossenes System, keine Exporte, etc.etc. etc. vorausgesetzt). Korrekt muss meine Aussage also lauten, dass sich das Wirtschaftswachstum nicht in steigenden Aktienkursen wiederspiegelt, sondern wie Du richtig bemerkst in fallenden Preisen.


    Ich lande wieder dort:
    Der Aktienindex in Gold gemessen steigt unter allen gemachten, extrwem theoretischen Voraussetzungen schlicht mit der prozentualen Goldförderung.


    In der Tat, simpel, aber theoretisch 100%ig ok. Natürlich ist zu beachten, dass das Geldmengenwachstum sich verändern kann.
    Schön auch zu sehen, was in der Deflation passiert: Die Geldmenge schrumpft und Gold fällt im Preis (nicht in Kaufkraft). :D :D :D

    Zitat

    Original von HIghtekki
    Minos


    das problem dabei besteht zugegeben darin, dass man dies jetzt nicht 1:1 aufs gold übertragen kann. die aktienkurse würden in diesem fall zwar gemessen in den produzierten gütern so schnell steigen wie das reale BIP. aber nur weil eben diese güterproduktion so schnell steigt wie das BIP. steigt die goldmenge langsamer, so würde natürlich der index gemessen in gold auch langsamer steigen, eben so schnell wie das goldmengenwachstum. beträgt dieses 0, steigen langfristig auch nicht die kurse.
    ps: das stimmt allerdings nur dann wenn die 'umlaufgeschwindigkeit' des goldes sich nicht ändert...dass sie konstant bleibt kann man annehmen aber ist das wirklich immer so? wenn sie anstiege, könnte auch das verhältnis aktien/gold steigen, weil dann die preise nicht so schnell fallen wie mehr güter hergestellt werden.


    Absolut genial, Hightekki!


    Ich habe nicht mehr gehofft, hier jemanden zu treffen, der meine zugegebener Maßen sehr abstrakten, theoretisierenden und etwas perversen Gedanken nicht nur versteht, sondern sogar noch in solch klaren, anschaulicheren Bildern wiedergeben kann !


    Diese Aussage, so trivial Sie eigentlich ist, wird von 99,9% der Bevölkerung nicht verstanden, weil Sie voraussetzt, dass man das Prinzip der Maßeinheit durchschaut hat.


    Man kann es vereinfacht auch so formulieren:


    Wenn Gold die Maßeinheit (=Währung) ist, dann kann das Dow/Gold-Ratio nicht ewig ansteigen, allein schon deshalb nicht, weil es nur eine endliche Menge Gold auf der Erde gibt.
    In Dollar gemessen ist das natürliche eine ganz andere Sache, denn davon kann man beliebig viele schaffen!


    Konkret für den Praktiker:
    Die Wirtschaft der USA verliert derzeit Anteile an der Weltwirtschaft (USA->China). Theoretisch muss das Dow/Gold-Ratio fallen. Es kann nicht ewig steigen, wie die grüne Markierung im von Edel Man eingestellten Chart glauben machen will, zur Zeit schon gar nicht!


    In China, zur Zeit in der Industrialiserung, passiert im übrigen das Gegenteil. Der Anteil der chinesischen Wirtschaft am Weltmarkt steigt...

    Wenndie 18-10 Chrom-Nickelstähle nicht beständig genug sind, wird normalerweise eine sehr teure Titanlegierung benutzt.


    Bitte umeinen Preischart für Titanium!



    Ich teile diese Auffassung, die Zyklik geht weiter und Gold wird nach dem wilden Ritt in sich kollabieren, wie schon nach 1980 einmal geschehen.


    Es wird eine geile Zeit werden, wenn hier im Forum börsentäglich diskutiert wird, ob man bei dem wilden Bullenritt dabeibleibt oder schon Gewinne realisiert, während gleichzeitig der Mainstream zum Höhepunkt der Goldeuphorie aufläuft. Man schaue sich nur mal die Goldkursachterbahn zum Höhepunkt Anfang der 80iger an. Es war praktisch unmöglich, auf dem Höhepunkt auszusteigen!

    Schon richtig, der Mann hat die Daten falsch bearbeitet ....


    Sei Gold unsere Währung, dann ...


    Die Aussage, dass ein Aktienindex in Gold gemessen theoretisch mit dem realem Wirtschaftswachstum eines Landes steigt ist meines Erachtens auf lange Sicht in voll "durchindustrialisierten" Ländern ein sehr weit verbreiteter Irrtum.
    Richtig ist vielmehr, dass der Aktienindex in voll durchindustrialisierten Ländern idealisiert schlicht mit der Goldmengenvermehrung (=Inflation) steigt. Gäbe es keine Goldförderung (=Inflation), wäre das Ratio Aktienindex/Gold konstant.


    In einer "echten", abgeschlossenen Goldwährung (ohne Goldmengenvermehrung, d.h. ohne Goldförderung, ohne globale Effekte) führt das reale (=nominale!) Wirtschaftswachstum eines Landes zwangsweise zu entsprechend fallenden Preisen. Der Wert der Gesamtwirtschaft in Gold bleibt dann genau gleich. Im Grunde könnte man das Wirtschaftswachstum dann gar nicht messen, weil der Goldwert aller Waren in Summe ja nicht gesteigert werden kann, auch wenn der Wohlstand steigen würde! Woher soll also das zusätzliche Gold für die Steigerung des Aktienindexes kommen, wenn nicht aus einem anderen Sektor (Landwirtschaft->Industrie)? Betrachtet man den Aktienindex als konstanter, (gold)wertmäßig unveränderlicher Anteil(!) der Gesamtwirtschaft, bleibt sein Preis in Gold gemessen also konstant.


    Während der Industrialisierung eines Landes "fließt" vereinfacht Wert (=Gold) vom Sektor Landwirtschaft in den Sektor Industrie. Nur in diesen Zeiten steigt das Aktienindex/Gold-Ratio sehr stark an! Das kann man z.B. bei einem Langfristchart des Dow Jones (zurückgerechnet) schön beobachten. Seit etwa 1910 pendelt der Dow Jones aufgrund der Wirtschaftszyklen aber nur noch um die Marke von grob 6 Unzen Gold und wir werden diesen Wert auch wiedersehen !!! :P :P. Der Nachkriegs-DAX (zurückgerechnet) seit 1948, den ich nicht als Graph angelegt habe, zeigt in Gold genmessen übrigens auch einen enormen, einmaligen Anstieg.



    Hier mal was Anständiges, so groß, dass man es auch lesen kann:


    Keine schlechte Idee. Das Probelm ist nur, dass Bernanke am Ende noch die Zinsen senkt, der Dow inflatonär steigt, gegen Gold weiter fällt und der Optionsschein wertlos verfällt. Wer weiß das schon...


    Da gehe ich voll mit!
    Der zwar volatile , aber stetige Silberpreisanstieg hat schon was. Und ich profitiere gerne davon. Weiter so, Silber!
    Doch auch hier ein Wermutstropfen. Der Dax hat sich von seinem Tief auch verdreifacht. Es wäre also kein Silber "notwendig" gewesen um derartige Traumrenditen hinzulegen, eine Investition zum Tiefpunkt in den DAX, hätte ähnliche Renditen gebracht.


    Trotzdem sind PM etwas anderes.


    Entscheidend ist nun, wie es jetzt(!) weitergeht. Und da bin ich absolut und felsenfest davon überzeugt, dass das Dow/Gold-Ratio von heute ca. 18,5 weit unter 10 fallen wird in den nächsten sagen wir mal 6 bis 7 Jahren. Vor diesem Hintergrund sind PM den Aktien klar vorzuziehen.

    Zitat

    Original von Edel Man
    Nun ja, darauf warten viele schon lange, daß Silber explodiert.


    Butler hat eines Tages sicher Recht, aber wieviel Jahre doziert er darüber?


    Grüsse
    Edel Man


    Das ist hier sicherlich der entscheidende Punkt. So mancher Silberbug hat nicht nur graue Haare bekommen im Warten auf den Super-Spike, nein die ersten sind bereits gestorben...


    Und da muss man sich dann wirklich fragen, on sich ein Warten und Herbeireden "lohnt"...!


    Dennoch, wenn der Markt weiterhin mit Liquidität überschwemmt wird, werden wir noch eine Menge Spass mit dem Silber und seinem Preis haben.


    Ok klingt gut,


    aber man sollte auch erwähnen, dass es zu Uran keine Alternative gibt, wenn man eine Milliardeninvestition in ein neues Kraftwerk getätigt hat.
    Silber ist in manchen Anwendungen zwar auch schwer zu ersetzen, aber teilweise kann es ersetzt werden.


    Tatsächlich glaube ich, dass es der steigende Preis des Silbers selbst sein wird, der Investoren anlockt, nicht die rationalen Argumente. Da im Silbermarkt aber vergleichsweise minimale Summen zu einer Preisexplosion führen, ist es tatsächlich nur eine Frage der Zeit bis es hier knallt. Im Grunde reicht ein ein Investor, der mal 500 Millionen in die Hand nimmt für die Initialzündung. Damit hätte er lt. Butler rechnerisch bereits sage und schreibe 4% des Weltsilbervorrates aufgekauft. Die restlichen Investoren kommen dann wie die Lemminge. der Punkt kommt. Sicher. Dann ist die Zeit des Papiersilbers im übrigen vorbei!

    @ ZAungast: Prinzipiell richtig:


    Unterstellt man, dass Wachstum auch wenn es grundsätzlich der Exponentialfunktion gehorcht, irgendwann ein Ende haben muss (allein aufgrund der Begrenzungen hier auf der Erde), dann machen langfristige logarithmische Darstellungen keinen Sinn, da naturgesetzmäßig der exponentielle Anstieg irgenwann sein Ende finden wird.


    ABER:


    Was wird denn in logarithmischer Darstellung gezeigt, nicht das wachsende Unternehmen selbst, sondern Preis des Unternehmens.
    Und da die Geldmenge entsprechend des Schuldzinswachstums nahezu grenzenlos exponentiell wachsen kann, macht die logarithmische Darstellung wieder Sinn. Es zeigt also lediglich die exponentielle Geldmengenausweitung an. Endet diese in einer Hyperinflation, dann ist das exponentielle Wachstum tatsächlich bis zum bitteren Ende erfolgt (anders bei der Deflation, hier wäre die langfristige logarithmische Darstellung wieder sinnlos)


    Gruß, Minos