Ich glaub nicht daß Zahlen über durchschnittliches Vermögen uns hier weiterhelfen!
denn sie diente hier als Rechenexempel. Auf das jeweilige individuelle Vermögen oder Nichtvermögen, kann schließlich gerne herauf- oder heruntergerechnet werden. Um den Krisenfall mit Gold wirklich richtig zu hedgen, müßten natürlich die genauen Kenntnisse der Preisentwicklung des EM auf der einen Seite, ebenso wie die korrekte Preis-Prognose der abzusichernden Assets vorausgesetzt werden. Das kann natürlich niemand leisten. Die Tendenzen, in welche sich die benannten Dinge im Krisenfalle entwickeln werden, liegen jedoch recht klar auf der Hand, ebenso deren Grenzen.
Durchaus seriöse, im Forum diskutierte Analysen, gehen im Krisenfalle, gemessen an heutigen Währungswertverhältnissen von Goldpreisprognosen, um 10.000 $ oder mehr aus. Die 10.000 Dollar-Prognostiker, stellen unter den ernstzunehmenden Krisenanalytikern dabei bekanntlich, eine eher konservative Basis dar.
Bei andererseits stark sinkenden, klassischen Assets, würde dieses Goldkilo also nach heutigem Geldwert ca. 320.000 Dollar entsprechen.
Nun, in der Preisprognose des guten Silbers sind sich die Protagonisten desselben ja einig. Da braucht es keinen weltweiten Währungsmeltdown, allein die mittelfristig auftretende, physische Knappheit sollte für dreistellige Kurse sorgen. Dennoch nehmen wir vielleicht nicht Misan`s 1:15, oder Bismarck´s 1:15,5 Ansage, sondern eher konservative 1:20 an. Dies entspräche dem preislich schlechten Ende, eines historisch, sehr langfristigen Trends.
Die fünfzehn Silberkilos entsprächen dann, einem heutigen Dollarwert von ca. 250.000.
Das diese Rechnung nicht weltfremd ist, zeigt der deutsche Baukostenindex oder Inflationsstatistiken die 1 Euro, aktuell zwischen 15 und 20 alte Reichsmark gegenüberstellen. Das einer 200 TEUR Hütte damals allerdings 2-4 Kilo Gold gegenüberstanden ist allerdings nicht wirklich richtig, denn ein anständiger Hebel herrschte bereits im damaligen System. (An Links oder Literaturhinweisen zu alten Statistiken, bezüglich Gold- Geld- und Kreditmengen aus der Kaiserzeit bin ich übrigens stark interessiert, gerne auch per PN.)
Wer hier allerdings, wie viele neue Teilnehmer meinen, für sich prognostiziert, er müsse sich mit, über Jahre vorab akkumuliertem Edelmetall die zukünftige Lebensunterhaltung mit langsamen Abverkauf sichern, ist imho auf dem völlig falschen Dampfer.
Wie auch immer die bevorstehende Krise eines weltweiten Währungsdefaults ablaufen wird, der Kollaps wird mit einem Neuanfang beendet sein. Danach wird es ein, neues Wirtschaftsleben geben. Sicher auch mit Notprogrammen aus irgendwelchen, erneut unglaubwürdigem Papier.
Gold und Silber werden jedoch als ultimative, vor allem aber freie Zahlungsmittel wiederentdeckt werden, zwangsläufig.
Wer solches in ausreichendem Maße besitzt, wird teilnehmen können, an neuem Wirtschaftsgeschehen. Derjenige wird sogar ganz vorne dabeisein. Derjenige kann dann Marlboro kaufen, falls der Zigarettenhandel blüht. Vielleicht sind Zigaretten diesmal aber Mist, und Treibstoffe der Bringer? Vielleicht heißt die Marktlücke auch Autoersatzteile, oder Anhängerkupplungen oder Pkw-Anhänger? Oder eben die Meerschweinchen-Zucht-Verarbeitungs-Grillanlage? Ich wüßte es heute nicht. Aber das Gold- und Silberstücke das neue Geschäftsmodell kaufen können, dessen wäre ich mir sehr sicher.
Schöne Grüße