Original von Ritterwacht
Zu den Immopreisen in der Inflation:
Ich habe einen langen Briefwechsel und alte Bankpapiere. Es ging damals um eine Erbengemeinschaft aus der ein Bruder mit seiner Familie in die USA emigrieren wollte.
Die Immobilie ist ein Stadhhaus in München-Schwabing (also kein Schrott).
Der Briefwechsel zieht sich lange hin - es geht um die Wertfindung. Man einigt sich schließlich auf 2/3tel des Versichrungswertes von 1912 in Goldmark - die man 4:1 in Dollar umrechnet.
Der auswandernde Bruder soll demnach von seinen Geschwister einen Betrag von knapp über 10.000 Dollar erhalten.
Da keiner der drei verbleibenden Eigentümer über Bargeld verfügt wird der Geldbetrag bei einer deutschen Bank als Hypothek aufgenommen. Der Betrag der Hypothek wird in RM und hilfsweise in Gold in Kg und Gramm angegeben.
Zusammengenommen beläuft sich die Hypothek auf über 500 Unzen Gold - der Wert des Hauses hätte also bei 2000 Unzen Gold gelegen. Und dabei ist die schlechte Marktlage bereits mit einem Drittel Abschlag berücksichtigt!
Dass die Beträge nicht aus der Luft gegriffen waren vermag man schon daran zu erkennen dass die Bank dazu bereit war 500 Unzen Gold auf die Immobilie rauszurücken.
Selbst wenn man nun behaupten würde dass diese 500 Oz "schon" den Gesamtwert des Hauses abbilden - müßte man anerkennen dass wir hier nicht von ein paar Hand voll Münzen sprechen - sondern von gut 15 Kilogramm Gold!
Das Grundstück des im 2.WK völlig zerstörten Hauses wurde 1948 für 30.000 Mark verkauft. Also rund 350 Unzen Gold.
Na da sollten sich die Eichelburg-Fans jetzt aber ranhalten... wenn´s in der nächsten Kriese für mehr als nur ein Hundehüttchen reichen soll... 
Merkt Ihr eigentlich nicht was der Guru da mit Euch treibt? Ist doch wie in der Kirche - nur dass statt dem Paradies das EFH bzw. die Altersversorgung zum Vorzugspreis von ein paar Oz Gold winkt...
Motto: Wer ein paar Unzen hat - der darf das Nachdenken über seine künftige finanzielle Situation einstellen - und sich um "wichtigere Dinge" wie Politik kümmern. Klingt ja fast nach Ablasshandel. 
Als unverbesserlicher Marktwirtschaftler würde ich da sogar sagen: Lieber in die Kirche gehen - da winkt immerhin ein ganzes Paradies - und das völlig kostenlos.
Hier auf Erden ist nur der Tod "umsonst" - und der kostet das Leben (und Bestattungsgebühren...). Na wenigstens dafür sollten die paar Unzen sicher reichen...