Beiträge von leonardoma

    Zitat

    Original von Goldregen


    Also ich habe lieber Vermögen irgendwo in Hinterhand, welches eine Zeitlang illegal ist - als bedrucktes Papier, was unter Umständen nur noch zum anzünden des Ofens geeignet ist.


    "eine Zeitlang". 1933 - 1976 = 43 Jahre


    Zumindest meine statistische Lebenserwartung wäre dann überschritten. Und alles vererben wollte ich eigentlich auch nicht ...

    Zitat

    Original von S 04


    Ich glaube du spinnst!!!!!!!


    Der private Goldbesitz war in den USA von 1933 bis 1976 verboten.


    Garnicht so lange her ...


    Wie gesagt: Auslöser war eine Krise ... und wer an eine kommende Krise glaubt, der ...

    Zitat

    Original von Anzugpunk


    Und die investieren die Dividende besonders in ihre eigene Substanz während du nur das Risiko trägst.


    Und wenn ich Gold kaufe, dann verdienen Proaurum, MP, Argentarius und wie sie alle heißen. Und das Risiko stark schwankender Goldpreise nimmt mir auch keiner ab. Zum Zeitpunkt des Kaufs habe ich zunächst einmal gleich einen Verlust von ca. 5%. Es sein denn ich habe (rechtzeitig) bei lavendel200, bodenseepowershop oder ml-Agentur gekauft :D .


    Die meisten Fonds kann man ohne Ausgabeaufschlag kaufen, d.h. zum Zeitpunkt des Kaufs hat man Investment nicht an Wert verloren. Es fallen dann nur die Verwaltunsgebühren an. Und für - gutes - Fondsmanagement bezahle ich gerne ein paar Prozent. Ist mir zumindest lieber als mir ständig selber Gedanken machen zu müssen.

    Zitat

    Original von BAALes hindert Dich niemand in Fonds oder Aktien zu investieren, viel Glück. Ich persönlich investiere anders, aber jedermann ist seines Glückes Schmied. Man braucht sich nachher nur nicht beschweren, wenn man PLEITE ist.


    Es hindert Dich niemand daran, den großteil Deines Vermögens in Gold zu investieren. Man braucht sich nachher allerdings nicht zu beschweren, wenn der Goldbesitz illegal ist. Das war schon mal eine lange Zeit in den USA so. Auslöser war eine große Krise. Und wer an eine große Krise glaubt, der sollte auch diese Möglichkeit in Betracht ziehen.


    Ich hätte ein ungutes Gefühl, wenn der Großteil meines Vermögens illegal wäre. Außerdem müsste man, wenn man das Gold irgendwie ausgibt, jedesmal damit rechnen, dass man "verpetzt" wird ...

    Zitat

    Original von julasternWas soll das, auf der damaligen Goldbubble herumzureiten? Die hatte einen damalig zutreffenden Background und der ist mit dem heutigen nur schwer oder gar nicht vergleichbar.


    M.E. ist die Situation sehr wohl vergleichbar. Damals wie heute gab es zunächst eine negative Realverzinsung. Es ist eben die Frage, ob wir am Anfang, in der Mitte oder am Ende der Blase sind. Das muss jeder für sich entscheiden. Wenn man die Inflation einrechnet, dann sind wir auf Dollarbasis erst im mittleren Bereich, wenn wir die gleiche Übertreibung wie damals voraussetzen. Kann sein, dass die Übertreibung diesmal sogar größer sein wird, kann aber auch nicht sein. Sicher dürfte allerdings sein: Wer 1979 zu den hohen Preisen Gold gekauft hat, war sich sicher, dass Gold der optimale Inflationsschutz ist (haben sicher sehr sehr viele zu diesem Zeitpunkt gedacht, sonst wäre der Preis nicht so hoch gewesen). Und was musste er anschließen feststellen: Dass Gold über 60% an Wert verlieren kann und dass er seine Kohle besser unter sein Kopfkissen gelegt hätte. Ich behaupte nicht, dass wir momentan schon so weit sind.


    Übrigens (in USD, nach der Blase):


    Wertverlust Gold 1983 - 1985: ca. 40%
    Wertverlust Gold 1988 - 1992: ca. 35%
    Wetrverlust Gold 1988 - 2001: ca. 40%


    Natürlich konnte man mit Gold in dieser Zeit auf Gewinne erzielen, wenn man richtig ein- und wieder ausgestiegen ist. Hat m.E. aber eher etwas mit "Zocken" zu tun als mit Werterhalt oder Inflationsschutz. Spekulieren kann man auch mit Aktien.


    Zitat

    Original von julasternKlar, eine Form der Argumentation, aber kannst du dich wirklich nicht mehr an eine EM-TV-Aktie erinnern? Oder wenn du so was nicht akzeptierst, schau mal, wie ein schwergewichtigter DAX-Wert wie Telekom mal gehandelt wurde. Erinnere ich mit mit 122,- richtig?


    Wer investiert schon in eine einzige Aktie? Man kauft (gute) Fonds, die in Aktien mit Dividende und Substanz investieren. Ohne Werbung machen zu wollen: z.B. DJE Dividende und Substanz.


    Interessant auch dieser Artikel (insbesondere das Fazit):


    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=6238

    Hier passt auch das, was ich schon anderswo geschrieben habe:


    Ein US-Amerikaner, der 1979 Gold mit USD gekauft hat, hat 1982 erheblich weniger Brote dafür bekommen und zwar nur noch etwa 1/3.


    Wer in Spekulationsblasen Gold kauft, hat also keinen Inflationsschutz, sondern erhebliche Verluste gegenüber Anlagen in Aktien, Anleihen,Sparbuch. oder sogar "Geld unter dem Kopfkissen".


    Heute bekommt man für 900 USD 1 Unze Gold. Vor fast 30 (!!!) Jahren bekam man für ca. 900 USD gleich viel Gold, obwohl der Dollar seitdem erheblich an Kaufkraft verloren hat. Zwischenzeitlich bekam man für unter 300 USD sogar 1 Unze Gold, obwohl sich die USD ständig stärker vermehrt haben als das Gold.


    Fazit: Wer mit Gold mehr verdienen will als mit Geld, der muss zum richtigen Zeitpunkt einsteigen und zum richtigen Zeitpunkt auch wieder aussteigen. Und wer glaubt, Gold sei eine sichere Anlage - dem stimme ich nur zu, wenn er bei 300 USD gekauft hat.


    Weiterhin sollte man bedenken, dass der Besitz von Gold verboten werden kann, was im freien Land der USA von 1933 (große Wirtschaftskrise) bis 1976 (!) der Fall war


    Übrigens hat sich der Dow Jones Index seit 1979 mehr als verzehnfacht und hat - im Gegensatz zu Gold - innerhalb dieses Zeitraums (egal welcher Einstiegszeitpunkt) nie über 60% an Wert verloren.


    Das kann sich zwar jetzt ändern, muss es aber nicht.


    Hier der Langfristchart des Dow Jones:


    http://www.bau-platz.de/jfo_archiv/bea5_010820.gif


    Gefährlich würde es, wenn es so käme wie in der Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er. Aber da wurde Gold verboten - man hatte also recht wenig davon. Und was bei Nicht-Verbot damit passiert wäre? Der Silberpreis hat sich zumindest zeitweise halbiert.


    Gold steigt stark in Zeiten negativer Realverzinsung, wie wir sie gerade erleben. Werden Gegenmaßnahmen ergriffen, dann geht es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit rasant nach unten, darüber sollte sich jeder im klaren sein.

    Zitat

    Original von der eine
    Du kannst also immer noch 300 Brote für deine Unze kaufen.


    Ein US-Amerikaner, der 1979 Gold mit USD gekauft hat, hat 1982 erheblich weniger Brote dafür bekommen und zwar nur noch etwa 1/3.


    Wer in Spekulationsblasen Gold kauft, hat also keinen Inflationsschutz.


    Heute bekommt man für 900 USD 1 Unze Gold. Vor fast 30 (!!!) Jahren bekam man für ca. 900 USD gleich viel Gold, obwohl der Dollar seitdem erheblich an Kaufkraft verloren hat. Zwischenzeitlich bekam man für unter 300 USD sogar 1 Unze Gold, obwohl sich die USD ständig stärker vermehrt haben als das Gold.


    Fazit: Wer mit Gold mehr verdienen will als mit Geld, der muss zum richtigen Zeitpunkt einsteigen und zum richtigen Zeitpunkt auch wieder aussteigen. Und wer glaubt, Gold sei eine sichere Anlage - dem stimme ich nur zu, wenn er bei 300 USD gekauft hat.


    Weiterhin sollte man bedenken, dass der Besitz von Gold verboten werden kann, was im freien Land der USA von 1933 (große Wirtschaftskrise) bis 1976 (!) der Fall war


    Übrigens hat sich der Dow Jones Index seit 1979 mehr als verzehnfacht und hat - im Gegensatz zu Gold - innerhalb dieses Zeitraums (egal welcher Einstiegszeitpunkt) nie über 60% an Wert verloren.


    Das kann sich zwar jetzt ändern, muss es aber nicht.


    Hier der Langfristchart des Dow Jones:


    http://www.bau-platz.de/jfo_archiv/bea5_010820.gif


    Gefährlich würde es, wenn es so käme wie in der Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er. Aber da wurde Gold verboten - man hatte also recht wenig davon. Und was bei Nicht-Verbot damit passiert wäre? Der Silberpreis hat sich zumindest zeitweise halbiert.

    Tatsache ist:


    Im April 2003 bekam man für Gold nur die Hälfte an Euros, die man heute bekommt.


    Was hat das mit Inflationsschutz zu tun? Habe sich die Häuserpreise, Lebensmittelpreise, Elektrogerätepreise, etc. seit dem verdoppelt? Sicher nicht!


    Der Goldpreis entwickelt sich in erster Linie nicht wegen Inflationsschutz nach oben, sondern wegen der hohen Nachfrage, z.B. aus China und Indien. Bleibt die Nachfrage erhalten, dann steigen die Preise weiter. Sinkt die Nachfrage (wegen Alternativen, oder weil das Geld versiegt - z.B. in einer Deflation) dann fällt der Preis.


    Um Gold als Inflationsschutz einzusetzen, dann müsste erst einmal festgelegt werden, was ein bestimmter Warenkorb in Gold realistisch wert ist.


    Dieser Warenkorb ist seit 2003 definitiv nicht um 100% gegenüber dem Euro gestiegen.

    Zitat

    Original von Blaubronco
    habe bisher kein vernünftiges Argument gelesen, warum man jetzt Gold verkaufen soll, es sei denn, man ist in Geldnot.
    Gruß Blaubronco


    Hallo,


    ich bin selbst mit ca. 15% in Edelmetallen investiert und werde jetzt nicht verkaufen. Es ging mir darum, ob es jetzt noch sinnvoll ist, Gold zu kaufen.


    Durch die Liquiditätsschwemme der Notenbanken wandert viel Geld um den Globus und sucht nach Anlagen mit hoher Rendite. Deshalb:


    1. Aktienblase (in USA vorbei)
    2. Immobilienblase (in USA vorbei)
    3. Edelmetallblase


    Hier ein paar Fragen, die man sich stellen sollte:


    1. Die Geldmenge wächst stark an. Wie hoch war das Wachstum der Geldmenge p.a. von 1983 bis 2003 (den Gold-Peak habe ich hier extra rausgelassen). Wer in diesen 20 Jahren falsch eingestiegen ist, konnte bis zu 50% Verlust machen. Ist die Geldmenge in dieser Zeit um 50% gesunken?


    2. Was war nach der großen Blase in Japan, von der sich Japan bis heute nicht erholt hat? Ist der Goldpreis gegenüber dem Yen stark gestiegen? Damals gab es Alternativen und die gibt es heute auch noch. Z.B. in Asien.

    Alles spricht von Gold, sogar in der Tagesschau war vom angeblichen Inflationsschutz zu hören. Überall wird zum Einstieg geraten. Wohl ein Zeichen für eine Übertreibung. Vor Inflation schützt Gold wohl nur, wenn man es nicht zu einem überzogenen Preis kauft ...


    Auch Hr. Eichelburg rät selbst beim jetzigen Preis noch zum Einstieg.


    Es kommt meistens anders und sicher anders als Hr. Eichelburg denkt. Wird Hr. Eichelburg die "gläubigen" Leser entschädigen, wenn Gold in den nächsten Jahren doch nicht der Renner ist, und die vom ihm beschworenen Krise noch lange auf sich warten lässt? Eventuell erleiden viele der "Gläubigen" dann massive Verluste (oder Nicht-Gewinne), da sie seinen Empfehlungen gefolgt sind?


    Interessant ist dieser Artikel:


    http://www.goldseiten.de/conte….php?storyid=6218&seite=0


    Der Goldpreis hat sich in USD seit 2001 verdreifacht. Hat sich in dieser Zeit auch die Dollar-Geldmenge verdreifacht? Haben sich die Immobilienpreise in den USA verdreifacht? Haben sich die Preise in den Lebensmittelläden in den USA verdreifacht? Haben sich die Preise für Autos und Elektroartikel verdreifacht?


    Fazit: 15 - 20 % in Edelmetallen ist o.k. Aber wer jetzt noch einsteigt, der sollte sich über das hohe Risiko im Klaren sein. Da kann aus angeblichem Inflationsschutz schnell ein massiver Verlust werden.

    Zitat

    Original von GOLD_Baron
    Die Kunst liegt dann darin, sicheres Bargeld zu haben.


    Gibt es weltweit noch einen Goldstandard?


    Diese Frage sollten sich die Währungsdeflationisten mal stellen!


    Was hat sicheres Bargeld mit Goldstandard zu tun?


    In Japan gab es eine lange Deflation und es gab in diesem Zeitraum auch sichere Yen-Anlagen.


    Ich wage stark zu bezweifeln, dass Gold in einer Deflation gewinnt. Silber hat in der großen Depression von 1929 bis 1931 ca. 50% an Wert (Gold war damals fix gg. USD) gegenüber dem Dollar verloren.


    Warum sollte das mit Gold anders sein als mit Silber?


    In einer Deflation gewinnt Bargeld und dessen Äquivalente an Wert. Allerdings nur, wenn es sicher ist. Die Kunst liegt dann darin, sicheres Bargeld zu haben. Das ist z.B. ein Grund dafür, dass der SFr bei einem Rezessionsszenario steigt.

    Zitat

    Original von MehlwurmBei Zusammenbruch des Systems oder der Banken etc. ist Gold die einzige Anlagealternative.


    Hm, wenn es kommt wie in Japan oder Anfang der 30er, dann ist eher sicheres(!) Bargeld und dessen Äquivalente die richtige Anlage.

    Auffällig ist, dass sich Gold und Silber fast analog zum Aktienmarkt bewegen.


    Ob Gold und Silber bei einer Rezesion oder gar Depression die richtigen Investments sind, ist zumindest sehr fraglich.

    Hallo,


    wenn jetzt eine Rezession in den USA kommt, dann wäre es doch sicher sinnvoll einen Teil seiner Kohle in Schweizer Franken zu investieren (SFr Bundesanleihen z.B.).


    Der SFR ist nämlich auch während dem platzen der Internet-Blase stark angezogen.


    Bei einem deflationären Crash wäre der SFr auch erste Wahl!? Gold dann wohl nicht mehr.


    Gruß

    Wenn ich cano richtig verstanden habe, dann hat er kritisiert, dass Eichelburg behauptet, dass Aktien im Moment kollabieren und hat das mit einigen Daten untermauert.


    Schlüssig ist auch die Feststellung, dass seit der Zinssenkung wieder alles steigt: Rohstoffe, Aktien, Edelmetalle. Wobei Aktien scheinbar am stärksten von der Zinssenkung profitiert haben (und noch werden?)


    Ich frage mich auch, warum das Collapsometer nicht korriegiert wird. Oder ist hier noch jemand der Meinung, dass Aktien momentan kollabieren und kann das aber mit Daten belegen? Dabei sollte man auch nicht vergessen, dass wir hier in Deutschland leben und unsere Währung der Euro ist.