@Edelweiss...ich frage mich ernsthaft wieso jemand der den offiziellen Mainstream-Konsens der etablierten VWL und der 'freien' Medien so verinnerlicht zu haben scheint wie DU, ausgerechnet im Goldseitenforum aktiv ist ? 
Und witzig, nein ganz ehrlich TRAURIG, finde ich, dass so ein Gold-/Geld-Nixversteher für sein flammendes Falschgeldplädoyer nicht heftig kritisiert wird, nein auch noch von gestandenen 'Goldmännern' beifällige Kommentare erntet.Zeigt mir wie wenig das Thema alllgemein durchdrungen wird.
Nach meiner Erfahrung ist die Diskussion mit jemandem der Deine Argumentationslogik verfolgt etwa so vielversprechend wie der Versuch einen Menschenfresser der sein Opfer schon bewusstlos im heissen Wasser liegen hat, vom Katholizismus und einer vegetarischen Lebensweise zu überzeugen. 
Egal...einen (halbherzigen) Versuch mache ich noch. Nur um nicht unfreundlich zu wirken. 
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CPIUK...willst mich mit dem Consumer-Price-Index von England veräppeln? die Teuerungen in England im Mittelalter und während der industriellen Revolution hatten andere Ursachen. Wenn du das Gold meinst das in Folge der Entdeckung Amerikas nach Spanien u. Portugal gelangte, und von dort weiter in den europäischen Handel, dann stimmt das teilweise. Durch den Anstieg der Bevölkerung im 16.Jhrd traf erhöhte Nachfrage nach Lebensmitteln auf stagnierendes Angebot und und löste enorme Preissteigerungen aus. Die Landflucht und Missernten verstärkten diesen Effekt zusätzlich.
Wer will hier wen veräppeln ? Oder sollte ich lieber sagen: wer will da wen mit Halbwissen blenden ? Ich habe das Gefühl Du quasselst einfach ein bisschen ins Blaue. Innerhalb eines einzigen Satzes meinst Du nämlich einmal Konsumentenpreis-Indizes (im Mittelalter) seien obsolet, um bereits im nächsten Halbsatz genau Auskunft über Ausmaß und natürlich auch die unbetsreitbaren Ursachen von Konsumentenpreissteigerungen im Mittelalter zu geben ! Exklusves Edelweiss-kow-how, nehme ich an !?
Lieber Edelweiss, das Mittelalter war auch die hohe Zeit der Münzverschlechterung. In England beispielsweise unter Henry VIII und Edward XI (1542,1551) . Warum ausgerechnet England ? Weil für England die erforderlichen Daten vorliegen. Zur 'Münzverschlechterung' , die klassische Inflationierungsmethode der Vor-FIAT-Zeit, gesellten sich eben die Zuflüsse des spanischen Raubgoldes, per Saldo also eine enorme Ausweitung der nachfragewirksamen Geldmenge...so wird nämlich ein Schuh draus.Dass möglicherweise eine relative Verknappung des Warenangebotes (Bevölkerungswachstum, Anbau- und Erntekapazität) ein Übriges zu den Preissteigerungen dieser Zeit beigetragen hat, soll nicht bestritten werden. Ich wiederhole aber: Inflation ist IMMER in aller erster Linie ein monetäres Phänomen!Was Du über die industrielle Revolution schwadronierst ist nebenbei bemerkt nur eine halbe Wahrheit. Eine halbe Wahrheit ist aber auch eine halbe Lüge..... Per Saldo gab es nämlich zu der Zeit so gut wie keine Inflation in England. Was auch wieder nicht besonders verwunderlich ist: denn mit den Produktivitätszuwächsen im Zuge der beginnenden Industrialisierung und dem resultierenden Angebotsüberhang konnte das Zahlungsmittelangebot zunächst nicht Schritt halten. Ergo: mehr Ware trifft auf ein vergleichsweise statisches Geld (Gold-) Angebot. Es resultiert ein sinkender Preistrend.Die im Chart signifikant augenfälligeTEUERUNG von der Du hier sprichst, fand nicht während der industriellen Revolution statt, sondern nach der Gründung der FED.
Kredite in einer Goldumlaufwährung!
ohne Kredite wären große, langfristige Investitionen der Wirtschaft/Industrie und Privathaushalte (z.B. Baufinanzierung) nicht möglich. Doch eine Kreditvergabe setzt eines voraus, nämlich die Attraktivität des Zinses, ohne dies wäre niemand bereit Gold zu verleihen. Nur ein kleiner Teil der ohnehin geringen Weltgoldmenge stünde hierfür zur Verfügung. Infolge dessen würden für Goldkredite sehr hohe Zinsen verlangt werden da geringe Menge auf vergleichsweise hohe Nachfrage treffen würde. z.B. ein Kredit von 10 kg Gold zum Kauf eines EFH mit einer zu erwartenden Verzinsung von ca. 10% auf 25 Jahre unter Berücksichtigung der Wiederanlage des Zinses, entspräche ca. 108 kg Gold beim Gläubiger. Es sollte jedem klar sein, daß bei dem Kreditvolumen allein von Deutschlands Industrie oder Privathaushalten schon nach 2 Jahren die frei verfügbare Weltgoldmenge nicht einmal mehr für die Zinsaufwendungen ausreichen würde.
Kritiker mögen einwenden, daß hierfür nur der Tauschwert des Goldes erhöht werden müsste. z.B. 10gr. Gold für ein EFH !! würde eine etwas längere Zeit funktionieren, aber würde auch bedeuten, daß ein Goldsucher der im Jahr eine Unze aus der Erde holt, den Gegenwert von 3 EFH zu Tage fördert. Die Minenbetreiber würde so eine Kaufkraft natürlich freuen. Aber man sieht auch wie Absurd eine Goldumlaufwährung in der heutigen Zeit wäre. Gold und Silber sind gute Absicherungen in einer Krise und dienen als Wertaufbewahrungsmittel ebenso wie z.B. eine Immobilie, aber als Währung sind sie in der heutigen Zeit völlig ungeeignet. Zeit völlig ungeeignet
Die 'Krise' scheinst Du aber als nicht besonders schwergewichtig einzustufen. Immerhin hast Du die letzten Jahre nach eigener Aussage nicht mehr als den früher banktypisch angeratenen 10 - 15 %igen Edelmetallanteil 'gefahren' . Und rätst jetzt sogar dazu diesen zu reduzieren. Ist die 'Krise' also mit Etablierung von ESM (unlimitierte Staatsfinanzierung durch die Druckerpresse) und QE3 gelöst ?
die Grafik: Kaufkraft von Gold/Silber in den Jahren 1351 bis 2002 was soll das? die Kaufkraft gegenüber was? einem Warenkorb von 1351 verglichen mit dem Warenkorb von 2002 ?? auf so lange Sicht die Kaufkraft gegenüber verschieden zusammengesetzten Warenkörben zu vergleichen und in einer Grafik darzustellen ist lächerlich. Auch wenn man nur ein Grundnahrungsmittel von 1351 z.B Preis Roggen zu heutigem Preis vergleicht, blendet man völlig aus, daß sich die Anbaubedingungen, Erträge, Klimaeinflüsse und und und extrem verändert haben
Wie bereits gesagt: England bietet sich an , weil es ein über die Jahrhunderte konsistenter Verwaltungsbereich war und ist und weil dort die entsprechenden Daten vorliegen. Die Grafik habe ich mir nicht aus den Fingern gesogen. Sie entstammt der volkswirtschaftlichen Fakultät einer deutschen Uni. Die Weisheiten der etablieretn Volkswirtschaftsleere hälst Du sonst doch bedingungslos hoch. Was also passt Dir nicht an dieser 'Weisheit' ? Und dann mokierst Du Dich auch noch darüber, dass man unterschiedlich zusammengesetzte Warenkörbe nicht vergleichen könne. Wie lächerlich ist das denn ? Unser heutiger Warenkorb ist ja schon nicht mehr vergleichbar mit dem Warenkorb der Vor-Clinton-Zeit.
Deine Herangehensweise an das Geldthema ist, freundlich interpretiert, ausgesprochen technokratisch. Du fürchtest um den Fortschritt und das Wachstum durch den Ausfall von Kredit und Zins und bist damit bereits in die Falle der Systemprotagonisten gegangen .( Uuuuuaaaaaaaaaaah, Stagnation ! Minuswachstum !!!) Wobei, nebenbei bemerkt eine Drosselung des Wachstumswahnes unserer kleinen Welt mit ihren begrenzten Resourcen langfristig mehr nützen als schaden würde. Ich selbst habe aber in keinster Weise für eine Goldumlaufwährung geworben und schon gar nicht für eine Abschaffung von Kredit/Zins.. Nie und nirgends. Ob ein klassischer Goldstandard DIE dauerhafte Lösung aller finanzsystematischen Probleme wäre , darf auch zu Recht bezweifelt und diskutiert werden.Mit dem Thema Zins in einem warengedeckten Geldsystem haben sich aber andere vor Dir kompetenter als Du auseinandergestzt. Zum Beispiel kein geringerer als Mr.Easymoney persönlich, Herr Greenspan:
Gold und wirtschaftliche Freiheit !!
Ich möchte Dir dringend ans Herz legen, es (wieder einmal ?? ) zu lesen. Betonen möchte ich, dass ich persönlich mit einigen Aussagen Greenspans überhaupt nicht einverstanden bin.Der hier propagierte Greenspansche Goldstandard , bleibt weit hinter dem zurück , was ich als 'ehrliches und verläßliches Geld' verstehen würde.
Teil zwei folgt. Maximale Postinggröße überschritten....