Woernie,
ich habe Deine Systematik immer noch nicht richtig verstanden. Zuerst dachte ich die roten Linien sollen die Korrekturtiefe der Tassen bestimmen. Das stimmt halt bei #4 und #6 überhaupt nicht. Deshalb habe ich sie als irrelevant bezeichnet. Ein Missverständnis!
Nun verstehe ich Dich so, dass Du den Anstieg jeweils vom tiefsten Punkt der Korrektur bis zum nächsten Hoch misst. Dabei macht es rechnerisch einen riesigen Unterschied ob #7 jetzt eine Korrektur war oder nicht. Weiterhin könnte man sich auch leicht eine weitere Korrektur zwischen #7 und #8 vorstellen. Was den Anstieg von #7b nach #8 gewaltig verändern würde. Im letzten Posting hast Du wohl #7 negiert und den gesamten Anstieg seit 2008 gerechnet?
An solche Dinge kann ich mich noch aus meinen Numerikvorlesungen erinnern: eine geringe Änderung der Eingangsparameter (war #7 eine Korrektur oder nicht? Gab es weitere Korrekturen seither?) führt zu einem radikal anderen Ergebnis.
IMHO kann man den Anstieg immer nur vom Rand der Tasse bis zum nächsten Hoch messen. Sonst würden sich Korrekturen immer mehr aufschaukeln! Weil ja die Strecke aus einem tiefen Boden bis zum Rand der Tasse auch wieder korrigiert werden muss, wird das Korrekturpotential bei einer tiefen Korrektur immer grösser. Das widerspricht der geltenden Meinung diametral. Durch starke Korrekturen werden die "schwachen Hände" abgeschüttelt. Der folgende Anstieg ist umso stabiler. Weiterhin wird in der Tasse ja der vorherige Anstieg solange verdaut bis kein Korrekturbedarf mehr vorliegt, der neue "Nullpunkt" sollte also der Rand der Tasse sein?
PS: #5 war auch gar keine Tasse oder Busen. Sondern eher ein Dreieck bzw. Keil.
PPS: Ich glaube zwar nicht an Rescis Variante. Die Zacken sind mir etwas zu zackig. Ich könnte sie mir aber vorstellen. Jedoch ein neues Tief unter 1600 kann ich mir nicht vorstellen, ausser es passiert etwas sehr gravierendes, unvorstellbares?
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Ich versuche eben immer so wenig wie möglich Text schreiben zu müssen (schreibfaul). Leider gehe ich oft fälschlicherweise davon aus, die Bilder seien selbsterklärend.
Zur Systematik : man kann im Chart Anstiegsphasen von Konsolidierungszonen/Korrekturen unterscheiden. Mit bloßem Auge sieht man einige große Korrekturzonen die unstrittig sein dürften. Bei anderen (# 7 beispielsweise) kann man darüber geteilter Meinung sein, ob sie so gelabelt werden sollten. Wie Du richtig feststellst, habe ich jeweils die Preisperformance vom Tief einer Korrekturzone zum Hoch das der nächsten Korrektur vorausgeht, als zu korrigierende Preisspanne angenommen. Ich kanns am Wochenende gerne nochmal versuchen grafisch eindeutig zu machen. Die roten Halbkreise/Ellypsen sind nicht als Formationen (Untertassen) gedacht, sondern als grafische Hervorhebung...die 'Tiefe' der Halbkreise/Elypsen ist soweit mögloich am Tief der zu Grunde liegenden Korrektur angelehnt.
Ich denke alle wichtigen Korrekturen wurden in dem Chart erfasst.
Das Korrekturlevel welches nach Anstiegen erreicht wurde war 3 mal 50 % . 4 mal, wenn man # 7 dazunimmt. Zwei mal 62 % und einmal 76 %.
Der letzte Anstieg wurde wenn wir das Tief von # 7 als relevant annehmen zu 38 % korrigiert. Man nennt das die Minimal-Korrektur. Wenn also # 7 'gilt', könnten wir durch sein und neue Hochs anstehen. Wenn # 7 aber nicht 'gilt' , muss festgestellt werden, dass die Wegstrecke von Tief # 6 aus gerechnet bisher NICHT ausreichend korrigiert wurde. Das würde als Makel auf einem evtl. weiteren Anstieg liegen bleiben, denn jede 'fertige' Bewegung wird mindestens um 38 % korrigeirt.
Was gegen # 7 als valides Korrekturtief spricht, ist dass es die einzige Formation ist , die ohne Reaktion am 62 er/76 er des Downers zu einem neuen Hoch durchgelaufen ist. ALLE anderen sind auf dem Weg vom Tief zu einem neuen Hoch zwischenzeitlich am 62 er /76 er 'gescheitert'.
Und was ich ganz wesentlich finde: Jede Korrektur hat , wenn wir # 7 mit einrechnen , MINDESTENS 22 Wochen bis zu einem neuen Hoch gedauert. Aktuell sind wir erst 9 Wochen vom zurückliegenden TOP entfernt. Ich bin ein großer Fan von Proportionen.
Okay, , Resci sagt, das beschleunigt sich jetzt alles und es verbleibt garnicht mehr die Zeit für ausgedehnte Korrekturen...
Mag sein. Ich postuliere mit dieser Ausarbeitung nicht, dass ein massives Down anstehen MUSS, nur , dass eine weitere Seitwärts-Abwärtskorrektur nach den Erfahrungen des bisherigen Verlaufs wahrscheinlicher wäre , als ein Durchmarsch auf neue Hochs.
Und ich erinnere mich noch : als Silber im Mai eingebrochen ist, habe ich einen Chart gebracht in dem gezeigt wurde, dass es nun vermutlich viele, viele Wochen , ja Monate bis zu einem neuen Hoch dauern würde. Da waren die Silberafficionados empört und haben bereits für den nächsten Monat neue Hochs angepeilt...und wo sind wir jetzt ? 
Mehr will ich dazu aber wirklich nicht schreiben.