Da wir vermutlich auf eine deflationäre Depression zulaufen, wie es sie in den 30ern gab, folgende Frage:
Welche der Indurstrienationen ging während der Weltwirtschaftskrise, d.h. zwischen 1929 bis 1933 (oder auch bis 1940) bankrott?
13. Februar 2026, 20:41
Da wir vermutlich auf eine deflationäre Depression zulaufen, wie es sie in den 30ern gab, folgende Frage:
Welche der Indurstrienationen ging während der Weltwirtschaftskrise, d.h. zwischen 1929 bis 1933 (oder auch bis 1940) bankrott?
Demnach hatte der Preisindex 1980 einen Stand von etwa 95, wenn man den Stand von 1982 als Basis 100 heranzieht. Heute steht der Preisindex bei 200 (natürlich nur die offiziellen, d.h. geschönten Verbraucherpreissteigerungsraten berücksichtigt).
Daraus ergibt sich, wenn man das AZH von 1980 auf heute überträgt, ein inflationsbereinigter Preis der beim doppelten stehen müßte, also 2000 USD.
Sorry, aber was hat 1980 mit heute zu tun? M.E. nicht viel. Die damalige Entwicklung war stark inflationär, während sie z.Zt. stark deflationär ist. Und ob sich das so schnell ändert? Ich wage es zu bezweifeln.
Außerdem lässt der Langfristchart darauf schließen, dass es 1980 zu einer Übertreibung kam. Warum sollte es diesmal (in einem deflationären Umfeld) wieder zu Übertreibung kommen? Vielleicht kommt es sogar zu einer Übertreibung nach unten? Wer weiß das schon ... ![]()
Tatsache ist, dass der Dollar sich ohne große Schwankungen gut hält, während Gold sehr volatil ist. Wer vor 2 Wochen Gold gekauft hat, ist z.Zt. mit ca. 10% im Minus.
Mal wieder gut getimte Prognose von Prechter (Interview auf Bloomberg vom 24.02.09):
http://www.bloomberg.com/avp/a…om/cache/vqnWdbAyUyzI.asf
Kurze Zusammenfassung:
- Short Positionen schließen (mit denen aufgrund seiner Empfehlung sehr viel Geld verdient wurde), obwohl es noch wesentlich weiter nach unten gehen wird aber nicht mit Sicherheit in "einem Zug"
- Aktien sind total überbewertet. Keine Aktien kaufen, obwohl es aus technischer Sicht wahrscheinlich kurzfristig zu einer starken (Zwischen-) Erholung kommen kann.
- Edelmetalle und Bonds erreichen z.Zt. einen Peak (Boden Edelmetalle ca. 2012)
- Eine "kleine Menge" Edelmetalle sollte man besitzen
- es ist eine sehr gute Idee Dollars (als Bargeld) zu besitzen
- es gibt derzeit bessere Gelegenheiten als in Gold zu investieren
z.B. Double-Inverse-ETFs auf Aktien-Indizes. Aber nur kurzfristig halten und bei zu hoher Vola sollte man nicht drin sein. Ansonsten beobachte ich die Goldminen, die bei mehr oder weniger stabilem Goldpreis bei der deflationaeren Kostenentwicklung profitieren sollten...Konsolidierung abwarten.
Prechter in seinem Buch: Besitzen Sie grundsätzlich keine Aktien
Cano, immer dieselbe Schallplatte bei dir?
Hüte dich vor Wellen-Gurus. Die sehen auch nur die nächste Welle bei normalem Seegang. Ein Tsunami ist auf offener See auch nur eine scheinbar normale Welle. Wehe sie trifft auf Land... Schau dir mal das Prechter-Video an, das ich hier verlinkt habe. Und achte darauf, wie er sich beim Thema EM windet, als der Moderator fragt "Sell?"...
Ich kenne das Video. Prechter macht eigentlich sehr präzise Aussagen. Er empfiehlt in seinem Buch "eine gewisse Menge" Edelmetalle zu besitzen, obwohl er davon ausgeht, dass diese während der Depression stark gegenüber dem Dollar verlieren. Dann kann er im Fernsehinterview wohl schlecht zum Verkauf aufrufen. Auch im Interview macht er folgende klare Aussagen, sinngemäß wie folgt:
- Short Positionen schließen (mit denen aufgrund seiner Empfehlung sehr viel Geld verdient wurde), obwohl es noch wesentlich weiter nach unten gehen wird aber nicht mit Sicherheit in "einem Zug"
- Aktien sind total überbewertet. Keine Aktien kaufen, obwohl es aus technischer Sicht kurzfristig zu einer starken (Zwischen-) Erholung kommen kann.
- Edelmetalle und Bonds erreichen z.Zt. einen Peak
- Eine "kleine Menge" Edelmetalle sollte man besitzen
- es ist eine sehr gute Idee Dollars (als Bargeld) zu besitzen
- es gibt derzeit bessere Gelegenheiten als in Gold zu investieren (hatte er aus heutiger Sicht schon mal Recht - das Interview ist vom 24.02.09)
Aber wozu Aktien ?? Wer vor 4 Jahren Gold kaufte, hat in € den Wert von rd. 320 auf rd. 720 € erhöht.
Das sind 23 % pro Jahr, auch nicht schlecht, oder??
Grüsse
Fragt sich nur, wer vor 4 Jahren Gold gekauft hat. Ich denke kürzlich als der Preis auf 1000 USD war, waren es wesentlich mehr. ![]()
Und für 10% Minus binnen 1 Woche kann man sich auch Aktien kaufen. ![]()
Von den zahlreichen Käufern beim 80er Peak sprechen wir erst garnicht. ![]()
Hier die Einschätzung von Prechter (Silber verlor während der Weltwirtschaftskrise über 50% gegenüber dem Dollar):
Gold performt vor allem in der Deflation. Mittelfristiger Inflationsschutz - da halte ich fuer einen Irrglauben (Edel Man hat dazu einen sehr schoenen Chart reingestellt).
Was für ein Chart? Bitte zeigen. Silber hat während der Depression in den 30ern nach unten performt.
In der Tat, glaubt amn dem MArkt ist der Dollar das non plus ultra, ... heute
Minos
WTI eben unter 40 (39,99)
Dow Jones: -4,3%
Gold Bugs: -7,4%
Gold Spot: - 2,3%
T-Bond-Future (30-jährige): + 1,6%
EUR/USD: - 0,1%
Der Anleihemarkt geht von einer lang anhaltenden Deflation aus ...
Goldminenaktien stürzen noch viel stärker ab als der Dow.
Wenn die Bondsblase richtig platzt, kann ich mir eine Goldschwäche kaum vorstellen; Konsolidierung natürlich ja, wie sie zB.gerade abläuft.Grüsse
Auch Prechter hält jetzt eine gleichzeitige Schwäche von Bonds und Gold für wahrscheinlich, wie ich bereits hier geschrieben habe:
Na und? Ich zähle auch zu denjenigen, die (leider erst) seit September '08 angefangen haben, Gold zu kaufen. Würde ich auf den Preis zocken, wäre das natürlich höchst riskant. Mir geht es jedoch einzig und allein um eine Versicherung für den Fall einer Papiergeldentwertung. Aufgrund meines Alters halte ich es leider für ziemlich wahrscheinlich, eine Hyperinflation und/oder Währungsreform zu erleben. Davon abgesehen sind mir meine Goldstückchen inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Es ist doch ein sehr gutes Gefühl so ein paar Unzen in der Hand zu halten. Nie und nimmer werde ich meine Münzen wieder hergeben - ausser im äussersten Notfall, wenn ich etwas zum Beissen brauche. Auch wenn mir einer 5.000 $ für die Unze bieten würde, käme ein Verkauf für mich derzeit nicht in Frage - es sei denn, er zahlt in Krügerrand.
Ich habe nicht geschrieben, dass Gold ein schlechtes Investment ist. Dennoch kann es gegen Dollar und Euro noch in den Keller gehen. Es gab sicher bessere Kaufzeitpunkte als z.Zt. und es kann sogar noch bessere geben ... Das sollte man zumindest im Hinterkopf haben. Gerade wegen der aktuellen Euphorie.
The Elliot Wave Financial Forecast vom 04. Dezember 2008 (Prechter-Publikation):
ZitatAber EWFF warnte seine Abonnenten in den letzten Monaten vor der zunehmenden Verwundbarkeit und jetzt gibt es Hinweise darauf, dass selbst der unaufhaltsame Herr Buffett sinkt. Der Leitartikel "Ich kaufe", den er im Oktober 2008 für die New York Times schrieb, scheint ein Fehltritt zu sein; falls unsere Analyse der Wellenstruktur des Marktes zutreffend ist, wird sie als schlechteste volkswirtschaftliche Wette in die Geschichte eingehen. Sein Rockstar-Status, sein Bemühen, bullishe Stimmung zu Verbreiten und ein erster fünfwelliger Abstieg der Aktie von Berkshire Hathaway sprechen sehr dafür, dass es mit Buffet und mit der Börse insgesamt weiter bergab geht
Und solche Empfehlungen gab es auch:
http://kolumnen.boerse.de/Prof…8_%E2%80%93_2009/36435069
ZitatAlles anzeigen3. Qualitätsaktien sind auch in der Krise gute Kapitalanlagen. Wenn diese Unternehmen ein solides Geschäft mit Produkten oder Dienstleistungen haben, die auch in der Krise gefragt sind, breit aufgestellt sind und eine solide Bilanz haben, sind sie relativ sicher. Letztes Jahr erwähnte ich an dieser Stelle insbesondere vier Aktien: Nestlé, Berkshire Hathaway, Procter & Gamble sowie Johnson & Johnson.
Nestlé hat binnen Jahresfrist fünf Prozent an Kurswert eingebüßt, aber 2,5 Prozent Dividenden ausgeschüttet.
Berkshire hat 8,5 Prozent gewonnen, schüttet aber keine Dividenden aus. Buffett denkt – nicht ganz zu unrecht – dass er das Kapital besser anlegen kann, als wenn er es den Anlegern zurückgibt. Für Buffett sind diese Zeiten ein Dorado. Nur jetzt kann er sich wirklich noch bewegen. Bei der Größe von Berkshire muss er zwei oder drei Milliarden auf einmal investieren, damit man es in der Berkshire-Bilanz überhaupt merkt. Als er zum Beispiel am 24. September Goldman-Vorzugsaktien mit einer Dividendenrendite von zehn Prozent zugesagt bekam, griff er zu und zwar OHNE die Bücher zu prüfen. Buffett kennt Goldman seit mehr als sechzig Jahren. Die Konditionen waren so gut, dass er einfach den Deal machte. Neben den Vorzugsaktien hat er auch die Option erhalten, innerhalb der nächsten fünf Jahre reguläre Aktien im Wert von fünf Milliarden zu einem Kurs von 115 Dollar zu kaufen.
Das Schöne: Während Buffett auf die ganz großen Deals warten muss, gibt es bei den kleineren Qualitätsunternehmen schon wieder sehr viele, billige Schnäppchen, die wir für Sie beobachten.
http://www.finanzen.net/nachri…_Panik_Panik_Panik_792478
ZitatAuch die Qualitätsaktien, die wir am 30.09.2007 vorgestellt hatten – Berkshire (WKN: 900567), Procter & Gamble (WKN: 852062), Nestlé (WKN: A0Q4DC) und Johnson & Johnson (WKN: 853260) haben sich relativ gut gehalten.
ZitatAuch eine ING Groep (WKN: 881111) wird zu Unrecht in die Sippenhaft der Finanzbranche genommen. Das Unternehmen hat kein Investmentbanking, ist stark im kostengünstigen Direktbanking, ist ein global aufgestellter Vermögensverwalter und notiert derzeit bei einem KGV von 3,7 und einer Dividendenrendite von 12,5 Prozent! Sixt Vorzüge (WKN: 723133) liegen bei einem KGV von 3,5 und einer Dividendenrendite von 10 Prozent. Wahnsinn!
Performance ING-Group seit 13.10.: Von ca. 12 auf ca. 4 EUR ...
Prechter in "Besiege den Crash": "Besitzen Sie grundsätzlich keine Aktien"
Komisch. In letzter Zeit mehren sich die Stimmen (Threaderöffnungen) derer, die bei Euro-Höchstkursen Gold gekauft haben. Ob das ein gutes Zeichen ist?
Wenn wir eine deflationäre Depression bekommen, dann kann Gold gegen Dollar oder Euro noch so richtig in den Keller gehen. Darüber sollte sich jeder Goldkäufer klar sein.
wenn du die Gehälter um 50 % kürzen willst, mußt du aber aufpassen, dass der Hartz 4 Bezug nicht höher ausfällt als die 50% oder vorher h4 abschaffen......
Die 50% sind ja nur ein Beispiel. H4 wird natürlich auch gekürzt. Weiterhin werden höhere Gehälter stärker gekürzt als niedrige.
50 % Gehaltskürzung und 100 % Leistung ????
hört sich zumindest gut an.
Natürlich 100% Leistung. Die Alternative lautet eben: Entweder die Belegschaft wird um 50% reduziert oder die Belegschaft bleibt gleich und die Gehälter werden um 50% reduziert. Sozialer ist Variante 2.
Prechter in "The Elliot Wave Theorist" Februar 2009:
ZitatViele Unternehmen begehen in der Depression einen fatalen Fehler: Sie entlassen Mitarbeiter. Manche Unternehmen haben keine andere Wahl ... Aber viele Unternehmen sind viel besser damit bedient, ihre Mitarbeiter zu behalten und einfach ihre Entlohnung zu senken
ZitatNehmen wir als Beispiel einen Nachrichtendienst, der seine Kosten senken muss. Anstatt das Personal um 50 Prozent zu kürzen und dadurch die Berichterstattung zwangsweise radikal zu reduzieren, wäre es sinnvoller, die Gehälter um 50% zu kürzen und den Dienst vollständig beizubehalten