Beiträge von cano

    Ich kann dir zu 100% garantieren, dass es zu einem Staatsbankrott in DE kommt. Aber nicht genau wann... so ein Prozess dauert lang (siehe Island, Ukraine). Es fehlt zudem eine "Fluchtwährung". Z.B. als in Russland die Inflation anstieg und es dann einen Staatsbankrott gab - haben viele rechtzeitig in Dollar gewechselt. Wenn nun Dollar, Euro, Schweizer Franken MÜLL sind, was bleibt dann? Flucht in EM und Sachen? Der Großteil wird jedoch dabei einen größeren Verlust erleiden, als die Russen mit dem Dollar. D.h. es wird eine Verarmung stattfinden, egal ob jemand sein Geld hat oder vorher in Sachen investiert hat (außer EM zu günstigen Preisen). Nur die Sachen werden nicht kompl. wertlos - Geld auf jeden Fall.


    Mit Garantien wäre ich sehr vorsichtig. Wann gab es denn den letzten Staatsbankrott der USA? Die USA hat die Weltwirtschaftskrise in den 30ern ohne Bankrott und ohne Hyperinflation überlebt.


    Interessant auch folgender Chart:


    http://upload.wikimedia.org/wi…/2/2a/StaaSchuBis2004.PNG


    Man beachte die Neuverschuldung von Japan in den letzten 10 Jahren.

    Der ganze Thread hier bewegt sich auf "hartgeld" - "Niveau". Selbst im Kindergarten geht es wohl sachlicher zu.


    Hier die Nettokreditaufnahme des Bundes in den letzten Jahren:


    http://de.statista.org/statist…undes-in-milliarden-euro/


    Sieht mir überhaupt nicht nach Staatsbankrott aus! Warum sprach 2003 und 2004 keiner vom Staatsbankrott? Wir bleiben bei der gegenwärtige Planung dieses Jahr sogar noch im Bereich des EU-Stabilitätspaktes.


    Japan ist mit 182,8% des BIP verschuldet:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung


    Warum sind die nicht lange bankrott? Die Bundesrepublik ist nur mit 63,1% verschuldet.


    Ich sehe Probleme für Spanien, Italien, Griechenland. Eventuell steht der Euro in einigen Ländern demnächst zur Debatte. Der Staatsbankrott der BR Deutschland ist m.E. das Hirngespinst einiger Goldjünger.

    http://www.elliottwave.com/fre…Percent-Unemployment.aspx


    Zitat

    "As we have long argued, because the current bear market is of one larger degree than that of 1929-1932, the depression it creates will be deeper, which in turn means that the unemployment rate will exceed that of 1933. The peak rate in 1933 was 25 percent. Therefore, unemployment in the U.S. should rise to about 33 percent at the trough of this depression. Fitting this expectation, U.S. job losses in the fourth quarter were greater than at any time since 1945, when World War II ended and defense factories shut down to re-tool. Even after this plunge, however, the 'official' unemployment rate is just 7 percent. But the true unemployment rate, as it would have been measured before the era of government support payments and statistics-fudging such as omitting the number of people who give up looking for work, is currently 17 percent. (This figure is courtesy of John Williams’ Shadow Government Statistics at http://www.shadowstats.com.) So we’re halfway there.


    "Here is an excerpt from Conquer the Crash [Prechter's New York Times best-selling book]: 'When the bust occurs, governments won’t have the money required to service truly needy people in unfortunate circumstances.' It’s starting to happen: Agencies administering state governments’ 'unemployment benefits' are swamped and running out of money. In a depression, taking funds from healthy companies to pay people out of work is a scheme that cannot endure. Serious suffering will occur when reality strikes and governments are forced to rescind their promises to the unemployed and stop paying them."

    JPMs Quartalszahlen berichten von einem drastischem Rueckgang der Kreditvergabe:
    - Verbraucherkredite -28%
    - Einzelhandelskredite -41%

    Zitat aus "Besiege den Crash":



    Zitat

    Ein deflationärer Crash ist unter anderem durch einen dauerhaften, nachhaltigen, tiefen und allgemeinen Rückgang sowohl des Wunsches als auch des Vermögens gekennzeichnet, Darlehen zu vergeben und aufzunehmen. Eine Depression ist unter anderem durch einen dauerhaften, nachhaltigen, tiefen und allgemeinen Rückgang der Produktion gekennzeichnet. Da eine Produktionsrückgang die Mittel der Schuldner dür Rückzahlung und Schuldendienst verringert, fördert die Depression die Deflation. Da ein Rückgang der Kredite die Neuinvestitionen in die Wirtschaftsaktivität vermindert, fördert eine Deflation eine Depression. Da sowohl Kredit als auch Produktion die Preise für Investitionsmittel stützen, fallen die Preise in der deflationären Depression. Wenn die Preise für Anlagegüter fallen, verlierden die Menschen an Vermögen, was ihre Möglichkeite and Kreditgewährung, Schuldenabzahlung und Unterstützung der Produktion mindert. Diese Kombination von Kräften verstärt sich selbst


    Hört sich m.E. plausibler an als die Eichelburg-Theorie von Depression verbunden mit Hyperinflation. Aber was soll er auch anders schreiben mit den ganzen Links von seiner Seite zu irgendwelchen Goldlieferanten?


    Ich zitiere mal aus "Besiege den Crash":


    Zitat

    Selbst wenn ich zu dem Schluss käme, dass die Preise von Sachwerten steigen, würde ich die Rohstoffe nicht ganz oben auf meine Liste setzen. Ich würde Gold und Silber kaufen, und zwar aus drei Gründen: Wenn man erstens nicht gerade Inhaber einer Ölgesellschaft oder Ähnliches ist, kann man Rohstoffe nicht physisch besitzen. Man besitzt sie nur mittels eines Lieferversprechens, das als Futures-Kontrakt bezeichnet wird. Gold und Silber dagegen kann man konkret besitzen. Zweitens sind Gold und Silber preiswert (Anmerkung von mir: Auflage des Buches 2002), und drittens werden sie durch Wertveränderungen der Währung angetrieben. Wenn es wirklich zu einer panischen Flucht in reale Güter kommt, kann ich mir keine Umstände vorstellen, unter denen Gold und Silber ausgespart würden

    Ich denke, die Preisinflation liegt laengst hinter uns. 2006 Immobilienpreise, 2008 Rohstoffpreise/Nahrungsmittel. 2009 werden die Preise fuer Konsumgueter drastisch fallen, weil die Chinesen auf Teufel komm raus weiter produzieren und jeden Marktpreis unterbieten werden, um zu ueberleben. Dies wird weiter beguenstigt durch fallende Energie- und Rohstoffpreise, sinkende Loehne etc etc etc. Die deflationaere Spirale wird noch 2...3 Jahre weiterdrehen.


    Inflation und fallende Aktienmaerkte ist eigentlich ein Widerspruch.

    Ich denke es ist noch sehr viel Luft nach unten. Hier ein paar interessante Daten aus den Rohstoff-Charts in dem Buch "Besiege den Crash" von Prechter.


    Die Verluste (in Dollar) von 1929 bis 1933 (also Weltwirtschaftskrise) sehen (ca.) wie folgt aus:


    Weizen: -70 %


    Mais: -80 %


    Kautschuk: -90%


    Rohzucker: -60 %


    Häute: -75 %


    Kupfer: -85 %


    Seide: - 80%


    Baumwolle: - 70 %

    Ich fasse mal zusammen aus dem aktuellen "Elliot Wave Financial Forecast":


    Dow kurz/mittelfristig: 7200 (Bargeld und Short-Fonds halten)


    Dow längerfristig: 400 (Kapital sichern, Depression bahnt sich an, Bargeld einbehalten)


    Gold: Ziel 650 bis 600 USD (bei Schub über 1000 USD Neueinschätzung)


    USD-Index: Sollte über 88,46 steigen (Neueinschätzung wenn Fall unter 77,69)

    Ich zitiere mal aus dem aktuellen "Elliot Wave Financial Forecast":


    Zitat

    „Ist Bargeld eine Blase?“, schallt das Echo aus der Barron’s-Ausgabe vom 20. Dezember. Die Antwort lautet nein. Es gibt einige wichtige, klare Unterschiede, die dies erklären. Zum einen ist für eine Blase ein übermäßiges Kreditaufkommen für den Kauf von Anlagen zu Gewinnzwecken erforderlich und es ist unmöglich, sich eine große Bargeldposition zusammenzuleihen – das wäre dann nämlich kein Bargeld mehr. Daher ist Bargeld per defi nitionem nicht den Einschussforderungen und den Zwangsverkäufen ausgesetzt, die das atemberaubende Platzen jeder Blase bilden. Ein anderer Grund, weshalb Cash nicht im Mittelpunkt einer Blase stehen kann, ist die Tatsache, dass die Menschen es nicht in der Hoffnung kaufen, es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Preis zu verkaufen. Sie kaufen es, weil sie der Meinung sind, es sei genau so viel wert, wie es eben ist. Bei Geld geht es darum, zu behalten was man hat; bei einer Blase geht es darum, reich zu werden. Der Grund, aus dem die Rendite dreimonatiger US-Schatzwechsel Mitte Dezember kurzzeitig negativ wurde, war die Tatsache, dass immer mehr Menschen an Ersterem und nicht an Letzterem interessiert sind – und Schatzwechsel sind nach Dollarnoten das, was Bargeld am nächsten kommt. Der Sturm auf Bares ist der Boom des Konservatismus, den „Besiege den Crash“ vorhergesagt hat. Er dürfte ebenso wie die vorangegangene Manie jahrelang anhalten. In der letzten defl ationären Periode in den 1930er- und 1940er-Jahren schwebte die Rendite dreimonatiger Schatzwechsel fast zehn Jahre lang um den Nullpunkt. Die bargeldfeindliche Stimmung der letzten Zeit lässt vermuten, dass diesmal etwas Ähnliches passieren könnte.

    Angst vor Great Depression II


    Zitat

    Im schlimmsten Fall könne sich die Situation zu einer zweiten „Great Depression“ ausweiten, fürchten Experten. Es bestehe die akute Gefahr einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale aus Deflation, steigenden Schulden und neuen Problemen im Finanzsektor.


    Und Eichelburg geht von einer Depression mit Hyperinflation aus. Eine Depression in Verbindung mit einer Hyperinflation ist höchst unwahrscheinlich. Prechter liegt hier m.E. richtig.

    Bericht: Gold-Hausse von schwindender physischer Nachfrage bedroht


    Zitat

    Physische Goldkäufer in Ländern wie Indien reagieren allgemein viel empfindlicher auf steigende Goldpreise als Investoren in westlichen Ländern, die üblicherweise in jede Rally hinein kaufen. Hatte Indien 2007 noch 759 t Gold eingeführt, so ist diese Menge 2008 um 41% auf 447 t abgeschmolzen. Besonders schwach war das erste Halbjahr verlaufen, für das die Bombay Bullion Association nur eine Importmenge von 131 t nennt. Die Schwächeperiode fällt mit dem Ausbruch des Goldpreises auf das Rekordhoch von 1.031 USD/Feinunze am 17. März zusammen. Dem folgte ein Preisabsturz unter 850 USD und bis zum 15. Juli eine erneute Rally auf 988,40 USD. Im Dezember waren Indiens Goldeinfuhren bei 3 t angelangt, im November waren es noch 34 t gewesen. Die Bombay Bullion Association erwartet im Januar keine Erholung, da die Zeit bis Mitte des Monats als ungünstig für Eheschließungen gilt, die den Hauptgrund für die Edelmetallnachfrage in Indien darstellen.


    Zitat

    Berichte aus der Region um den Persischen Golf von Ende Dezember deuteten jedoch auf einen plötzlichen Kollaps der dortigen Nachfrage hin, der zweifellos mit dem Einbruch des Ölpreises zusammenhänge.

    Interessant auch dass der Dollar dabei nicht gefallen ist, soweit ich sehen kann...

    Richtig. Und der T-Bond-Future (30-jährige) ist 0,6% im Plus. Bewegungen um Weihnachten/ Neujahre sollte man (aufgrund der "enormen" Umsätze) nicht zu ernst nehmen. Geschweige denn daraus irgendwelchen charttechnischen Schlüsse ziehen.

    Ein Glück, daß du zu Zeiten von Comroad hier noch nicht gepostet hast, hättste bestimmt auch 'nen schönen 'Performance'-Vergleich gebracht.
    Leider wirst du hier nicht mehr aufzufinden sein, wenn der Dollar resp. dein Dexia Fonds abnippeln werden.
    Deinen Einstieg in diese "Wertpapiere" hast du nicht gepostet, deinen Ausstieg werden wir auch nie erfahren. Naja, vielleicht Monate später. ;)
    TSCHÜß!!

    Was soll dieser "sinnvolle" Kommentar schon wieder? Ich habe hier nicht zum Einstieg in US-Staatsanleihen gerufen, sondern die Performance mit der des Gold-Spots im Verlaufe des letzten Jahres aufgezeigt (dass das nicht so weitergeht, kann sich jeder mit einem Funken Verstand denken). Die Links zu "Lobeshymnen auf Gold" und zu negativen Kommentaren von Dollar und US-Staatsanleihen im letzten Jahr auf goldseiten.de erspare ich mir.

    Vorschau 2009 - Der fundamentale Rahmen (von Klaus Singer)


    Zitat

    Die Kreditverknappung der Banken hält aber an, so dass von hier aus weiterhin eine stark kontrahierende Wirkung auf die Realwirtschaft ausgeht. Daher werden jetzt umfangreiche staatliche Anreizprogramme aufgelegt. In den USA z.B. ist vom neuen Präsidenten Obama beabsichtigt, bis zu einer Billion Dollar (rund 7 Prozent des BIP) auszugeben. China will prozentual deutlich mehr investieren, v.a. in Infrastrukturmaßnahmen.


    Zitat

    Die von Politik und Wissenschaft gezogenen Lehren aus der Großen Depression führen zu der Konsequenz, dass sich die Staaten dieses Mal schneller und stärker verschulden, um so zu verhindern, dass sich eine deflationäre Spirale entwickelt. Dennoch bleibt zumindest der Ausblick einer langen und schweren Rezession. Dabei ist das Risiko einer Depression u.a. auch deshalb erhöht, weil wir uns im „Winter“ des aktuellen Kondratieff-Zyklus befinden, in dem sich noch keine Basisinnovation zu einer neuen Triebkraft formiert hat.


    Zitat

    Das Thema „schwere Rezession“, erst recht „Depression“ hat Implikationen für Inflation oder Deflation. Inflation ergibt sich nicht automatisch aus der Geldmenge. Entscheidend ist, wo sich die vermehrte Geldmenge aufhält und wie schnell sie umläuft. Ob und in welchem Maße die jetzt zunächst im Finanzbereich stark anwachsende Geldmenge in die Güterwirtschaft überschwappt, hängt wesentlich an der Entwicklung der kaufkräftigen Nachfrage. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wiederum hängt mit den realwirtschaftlichen Aktivitäten zusammen. In einer Depression sind die Bedingungen für eine ausgeprägt inflationäre Entwicklung nicht günstig.


    Zitat

    So lange die Rezession noch nicht voll entwickelt ist und so lange die Gefahr einer Depression akut bleibt, dürfte die private Investitionstätigkeit äußerst gering bleiben. Diejenigen, die über eine (prall gefüllte) Spekulationskasse verfügen, suchen nach Anlage, werden in diesem Kontext aber keine langfristig aussichtsreiche finden. Also werden sie die Mittel immer nur kurzfristig mal hier hin, mal dort hin schieben. Im statistischen Mittel werden sie sich dabei die Finger verbrennen, denn die fundamentalen Umstände lassen "Long"-Spekulationen auf sich verbessernde Zustände so schnell nicht rentierlich werden. Damit wird ein Teil der reichlichen Liquidität "verbrannt". Die Inhaber der Spekulationskasse werden zunehmend unsicherer, die Tendenz zu Cash-Haltung nimmt stetig zu. Die die Deflation kennzeichnende Cash-Präferenz prägt sich weiter aus.


    Zitat

    Ob Obama auch in der Lage sein wird, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen, muss sich noch zeigen. Die Voraussetzungen dafür, dass die USA die Krise schneller und besser bewältigen als die EU sind jedenfalls recht gut. Die USA verfügen über einen großen, einheitlichen Binnenmarkt mit einer relativ zentralistisch ausgerichteten politischen Führung. Die EU ist hingegen ein bürokratisch verkrustetes Gebilde. Sie ist wirtschaftlich, politisch und finanziell, auch kulturell heterogen. Die EU kann damit nur schwerfällig auf die Anforderungen der Krise reagieren. Der hierdurch entstehende Tempoverlust kann gravierende Auswirkungen haben, begründet aber auf jeden Fall deutliche Nachteile im globalen Vergleich.

    Trotzdem stellt Japan mit seiner Industrie, der vorbildlichen Ethik und Disziplin seiner Bewohner und Arbeitenden ein Vorbild dar und ist hierbei beispielsweise den USA um Lichtjahre voraus.


    Staatsverschuludng in % vom BIP 2008:


    Italien: 103,2%
    USA: 65,6%
    Eurozone: 65,2%
    Deutschland: 63,1%


    Japan: 182,8% [smilie_happy]


    Wahrscheinlich nehmen die USA Japan z.Zt. wirklich als Vorbild, d.h. Zinsen annähernd 0, Deflation und Staatsverschuldung um die 200% vom BIP.