die Frage ist also eher, ob Du die Hühnerhaltung (bei florierendem Eierverkauf) aufgibst, wenn der Preis für Suppenhühner (also die "verbrauchten" Legehennen) zu tief sinkt 
Der Vergleich ist gut! Ein wenig hinkt er schon, da es 1. wahrscheinlich keine Betriebe gibt, die Hühner halten, die keine Eier legen (reine Silberminen, 20% der Förderung), 2. die Produktion von Hühnern fast beliebig ausgeweitet werden kann (während Silber nur begrenzt vorhanden ist), und 3. selbst tiefgefrorene Hühner nur wenige Jahre gelagert werden können.
Ignorieren wir mal diese Unterschiede: Wenn die Nachfrage an Hühnerfleisch sinkt, werden erst die Betriebe schließen, die eierlose Hühner halten und nicht mehr rentabel produzieren können. Damit würde das Angebot um 20% zurück gehen, wodurch das Verhältnis Angebot/Nachfrage korrigiert würde, was wiederum den Preis regulieren würde. Würde die Nachfrage noch weiter sinken, z.B. weil jemand festgestellt hat, dass sich Putenfleisch auch für die Suppe eignet, würde 1. der Preis nicht unter den Preis von Putenfleisch fallen, 2. würde der Eierpreis steigen, und 3. würden eierproduzierende Betriebe, die den Verlust durch den geringeren Hühnerverkauf nicht über den gestiegenen Eierpreis kompensieren können, schließen. Dadurch würde sich das Angebot an Hühnern an die Nachfrage anpassen.
Außerdem: Die Hühner fallen bei der Eierproduktion ja nicht umsonst an. Sie müssen geschlachtet, gerupft, ausgenommen, tiefgefrohren, verpackt, ettikettiert und transportiert werden. In den Blei- und Kupferminen fällt das Silber ja auch nicht in Form von mit .999 gestempelten Silberunzen an, sondern muss erst in vielen Schritten raffiniert werden. Der Preis würde nie unter die Kosten dafür fallen, sonst würde man die toten Hühner mit einem Bulldozer in einem Graben am Rand des Betriebes entsorgen bzw. das Silber mit der Schlacke auf die Abraumhalden schicken.
Der Preis würde sinken, aber begrenzt. Niemand behauptet, dass der Wert von Silber unangreifbar ist. Nicht umsonst wird sich in diesem Forum öfters über technische Verwendungsmöglichkeiten für Silber unterhalten und über die möglichen Silbervorräte des Planeten und den jeweiligen Aufwand für die Förderung spekuliert.
Kellermeister:
Ich habe in der Bank in unserem Dorf letzte Woche 14 Silberlinge bekommen. Sie hatten 17 da, aber 3 waren reserviert. Ich schaue da alle paar Monate vorbei, um meine Bargeldreserve Schritt für Schritt in Silberlinge umzutauschen. Für 1000 Euro wirst Du schon ein paar Banken abklappern müssen.