Beiträge von Faber

    Zu spät,...

    Nicht ganz, ich habe es noch in einem Browser geöffnet:
    "Diese Münze weist die besoderheit auf das Kopf oder Adler verkehrt herum sind und von einem Fälscher in den 50er Jahren hergestellt wurde natürlich aus echtem Silber es gibt Welt weit meines wissens nur 3 oder 4 Exemplare P.S. die Ebay Gebühren Zahlt der Käufer und werden bei Bezahlung Fällig."


    Das mit der Geizgeilheit ging doch schon los, lange bevor der Öffnungswinkel der Armutsschere sein heutiges Maß erreicht hatte. Den Grund für die Geizgeilheit sehe ich nicht in zunehmender Armut, sondern (fast umgekehrt) in einer - ich nenne es mal - "Verkonsumierung" der Gesellschaft. Bei der derzeit präsentesten Form des Geizes geht es nicht um Brot, Heizöl oder Schuhe, sondern meist doch um iPhones, Plasmafernseher, Felgen oder ähnliches. Es geht auch nicht wirklich darum, weniger Geld für etwas auszugeben, sondern nur darum, "schlau" zu sein. Wer aus der Kirche austritt, tut das doch nicht WIRKLICH, um mehr Geld in der Tasche zu haben. Es geht dabei vielmehr darum, vor sich selbst und anderen damit angeben zu können. Nicht, dass wir das Thema nicht schon oft genug durchgekaut hätten, aber die Abwrackprämie ist doch ein typisches Beispiel. Die Leute haben Autos, die ein Vielfaches davon Wert waren verschrottet, nur um die "Prämie" einzuheimsen. Dass für sie das Geschäft insgesamt ein Verlust war, war nebensächlich, solange sie nur von jemandem (in diesem Fall dem Staat) etwas abzocken konnten.
    Der gemeine Geiz lässt die Leute nicht weniger Geld ausgeben, sondern mehr - Für "Schnäppchen"..

    Also, der Begriff "karitativ" bzw. Karitas (nicht zu verwechseln mit Caritas) ist in der engeren Definition schon an Nächstenliebe und Wohltätigkeit gebunden, aber umfasst im weiteren Sinn eben den Bereich, in den Kranken- und Altenpflege, Unterbringung und Verpflegung von Waisen, Obdachlosen und Behinderten etc.. fallen. Wie Du selbst sagst, sind diese Sachen gesellschaftlich unabdingbar. Außerdem sind sie nicht an Religion gebunden, d.h. ein Staat kann hier durchaus helfend eingreifen, ohne Persönlichkeitsrechte oder persönliche (Religions-)Freiheiten zu verletzen. Wenn die freiwillige Karitas der Bürger nicht mehr ausreicht, einen sozialen Mindeststandard zu halten, weil der Zeitgeist zu geizgeil ist, muss diese Leistung halt unfreiwillig erbracht werden. Letztendlich wird das gerechter sein, als wenn nur die ihren Beitrag leisten, die das freiwillig tun. Außerdem wird damit der ganze Bereich stärker von der Kirche entkoppelt, und das wäre, mir zumindest, durchaus recht.

    Beim Nachdenken darüber, wie behämmert die Wortwahl ist, habe ich mal bei Wiki nachgeschaut, wie "Ethik" eigentlich definiert ist. - Tja, wie soll ich sagen? - Man kommt erst mal auf eine Begriffsklärung-Seite. Es gibt Ethik als philosophische Disziplin, es gibt angewandte Ethik, die "Theologische Ethik" und verschiedene Traditionen religiöser Ethik. Wenn man die einzelnen Zweige verfolgt, kommt man auf weitere Teilgebiete und Abgrenzungen, dass es schier undurchschaubar wird.
    Keiner der Begriffe eignet sich als Namensgeber für eine Steuer in einem modernen Rechtsstaat. Die moralische Betrachtung der philosophische Ethik nicht, da die Entwicklung des Moralbegriffs in einer Gesellschaft ein lebendiger Prozess ist, der nicht ohne massive Eingriffe in das Recht auf Meinungsfreiheit und in die Freizügigkeit irgendwie (staatlich) geregelt, gelenkt, definiert oder aufgezwungen werden kann, die theologischen und religiösen Gesichter der Ethik ebensowenig, weil ein moderner Rechtsstaat sich auch aus den religiösen Belangen seiner Bürger herauszuhalten hat.
    Bei der "Ethiksteuer" handelt es sich also in gewisser Weise um ein Paradoxon.


    Den Sinn einer Steuer, deren Einnahmen Defizite in karitativen Bereichen ausgleichen soll, stelle ich nicht in Frage. - Eigentlich eine gute Idee. Nur der Namensvorschlag dafür ist eine derbe Unverschämtheit!

    Hi Lucky!
    Vielen Dank! =)
    Die Frage ist nur, ob ich alle Daten richtig übernommen und keine Stammspieler übersehen habe und meine Übersicht auch stimmt.
    Von David liegt ja noch nicht die übliche Grafik vor, anhand derer ich meine Eingaben kontrollieren könnte.
    Daher hoffe ich zwar sehr, gewonnen zu haben, aber bis David das bestätigt, bleibt es für mich doch ein wenig spannend.
    Falls ich nichts übersehen habe:
    Meine Gratulation an Wiesenfreund für den 2. Platz und an hzockt für den 3. Platz! :thumbup:

    Ich sage nicht viel, sondern stelle nur Beiträge in Bezug..

    Aber bis heute frage ich mich, wieso da jemand vor 150 Jahren die Münzen vergraben hat und was passiert ist, dass er sie nicht mehr abgeholt hat :hae:

    und für uns ist die in-sito Situation oft nicht mehr zu rekonstruieren.

    Headgear: Du wirst es nie erfahren. Der Fundort wurde zerstört. Der Fund ist nun leer und nichtssagend.


    Das Thema hatten wir schon mal in einem anderen Thread, aber es ist zu wichtig, um nicht immer mal wieder genannt zu werden:

    Wenn ein Sondengänger ein altes Stück Metall aus der Erde holt, zerstört er dabei unwiederbringlich Erkenntnisse, die sich aus der Fundlage und dem umgebenden Material ergeben.
    Selbst wenn er das Stück den entsprechenden Stellen übergibt, nützt das gar nichts. Ein Objekt, was nicht in situ geborgen werden kann, ist archäologisch betrachtet wertlos, weil es nicht datierbar und keinem Kontext zuzuordnen ist.
    Ein "Steinchen", was ein erfahrener Archäologe als Tonscherbe identifiziert und zur Datierung von beiliegenden Funden benutzen kann, würde ein Sondengänger achtlos beiseite wischen, um an "etwas Wertvolles" aus Metall zu gelangen.

    und

    Über die Kleidung der mitteleuropäischen Bronzezeit ist sehr wenig bekannt, da es keine brauchbaren Textilfunde aus dieser Zeit gibt. Die Kleidung einer Epoche gibt aber viele Hinweise auf ihre gesellschaftliche Struktur. In vorchristlichen Kulturen (wie zur Bronzezeit) wurden Tote häufig mit Schmuck und weiteren Grabbeigaben begraben. Der Schmuck war zum Teil Bestandteil der Kleidung und in ihre Funktion integriert, so dass man anhand der Positionen bestimmter Metallteile in einem Grab Rückschlüsse auf die Bauart und Dimensionierung der Kleidung ziehen kann.

    Ich habe vor Jahren auch mal eine Medaille aus Neusilber bei ebay gekauft und mich aufgeregt. (Vor allem, weil das Teil in der Rubrik Münzen/Edelmetalle/Silber stand, wo es nicht hingehört.)
    Ich finde die Bezeichnung immer noch grenzwertig, weil das Wort ebenfalls ein Material bezeichnet und nicht etwas völlig anderes wie ein Auto (Silberpfeil) oder Ungeziefer (Silberfische).
    Meine Frau hat mal ewig an einem Almosenbeutel herum gestickt, mit "Stickseide". Als sie fertig war, fand sie heraus, dass Stickseide aus Baumwolle ist. ;(

    Ich habe eine Sammelüberweiseung gemacht, tauche aber nicht bei den im Eingangsposting genannten Dauerspielern auf. ?)
    Daher weiß ich nicht, ob ich in dieser Runde dabei bin.
    David, kannst Du mich aufklären, damit ich bald die Übersicht aktualisieren kann und weiß, ob ich mitfiebern darf?

    die Frage ist also eher, ob Du die Hühnerhaltung (bei florierendem Eierverkauf) aufgibst, wenn der Preis für Suppenhühner (also die "verbrauchten" Legehennen) zu tief sinkt :hae:


    Der Vergleich ist gut! Ein wenig hinkt er schon, da es 1. wahrscheinlich keine Betriebe gibt, die Hühner halten, die keine Eier legen (reine Silberminen, 20% der Förderung), 2. die Produktion von Hühnern fast beliebig ausgeweitet werden kann (während Silber nur begrenzt vorhanden ist), und 3. selbst tiefgefrorene Hühner nur wenige Jahre gelagert werden können.


    Ignorieren wir mal diese Unterschiede: Wenn die Nachfrage an Hühnerfleisch sinkt, werden erst die Betriebe schließen, die eierlose Hühner halten und nicht mehr rentabel produzieren können. Damit würde das Angebot um 20% zurück gehen, wodurch das Verhältnis Angebot/Nachfrage korrigiert würde, was wiederum den Preis regulieren würde. Würde die Nachfrage noch weiter sinken, z.B. weil jemand festgestellt hat, dass sich Putenfleisch auch für die Suppe eignet, würde 1. der Preis nicht unter den Preis von Putenfleisch fallen, 2. würde der Eierpreis steigen, und 3. würden eierproduzierende Betriebe, die den Verlust durch den geringeren Hühnerverkauf nicht über den gestiegenen Eierpreis kompensieren können, schließen. Dadurch würde sich das Angebot an Hühnern an die Nachfrage anpassen.
    Außerdem: Die Hühner fallen bei der Eierproduktion ja nicht umsonst an. Sie müssen geschlachtet, gerupft, ausgenommen, tiefgefrohren, verpackt, ettikettiert und transportiert werden. In den Blei- und Kupferminen fällt das Silber ja auch nicht in Form von mit .999 gestempelten Silberunzen an, sondern muss erst in vielen Schritten raffiniert werden. Der Preis würde nie unter die Kosten dafür fallen, sonst würde man die toten Hühner mit einem Bulldozer in einem Graben am Rand des Betriebes entsorgen bzw. das Silber mit der Schlacke auf die Abraumhalden schicken.
    Der Preis würde sinken, aber begrenzt. Niemand behauptet, dass der Wert von Silber unangreifbar ist. Nicht umsonst wird sich in diesem Forum öfters über technische Verwendungsmöglichkeiten für Silber unterhalten und über die möglichen Silbervorräte des Planeten und den jeweiligen Aufwand für die Förderung spekuliert.


    Kellermeister:
    Ich habe in der Bank in unserem Dorf letzte Woche 14 Silberlinge bekommen. Sie hatten 17 da, aber 3 waren reserviert. Ich schaue da alle paar Monate vorbei, um meine Bargeldreserve Schritt für Schritt in Silberlinge umzutauschen. Für 1000 Euro wirst Du schon ein paar Banken abklappern müssen.

    ich glaube nicht, dass der wert des silbers mit arbeitskraft und leistung zu tun hat...


    Womit wir wieder beim Glauben wären. ;) :whistling:

    ich kann meine arbeitskraft auch beim hühnerzüchten anbringen ohne dass es viel erbringt....


    Du würdest Die Eier und Hühner aber nicht billiger verkaufen, als Dir Deine entsprechende Arbeitskraft wert wäre, oder? Und so wie die Gewinnung von EM Arbeitskraft kostet, entspricht der Wert dem der Arbeitskraft, die nötig ist, das EM zu gewinnen. Darauf basiert die Idee des Goldstandards, ganz gut erklärt unter http://www.goldseiten.de/content/goldstandard/standard2.php