Nachdem ich ein Drittel der Postion von Artemis Gold bei 7,48 C$ verkauft hatte, habe ich heute die Position zu 6,53 C$ um 2/3 erhöht.
Der Handel in der Aktie in Kanada ist rege, das Management erstklassig und man kann ARTG getrost zu den Elefanten zählen. ARTG ist jetzt mit Abstand meine größte Position - gut 10%. Da Artemis Gold sehr volatil ist, könnte sich der Wert gut traden lassen. ARTG ist ebenfalls ein Übernahme Kandidat für Barrick oder Newmont.
Geschätzt halte ich noch ca. 10% Pulver trocken.
Wenn es die ganz große Überraschung gibt, und der Knall inklusive Börsencrash von Davos nicht sauber geplant werden kann, und wir eines Morgens aufwachen - Börsen und Banken geschlossen - kannst Du dein Fiat nur noch zum Heizen oder als Füllmaterial in den Paketen verwenden.
Dann gibt es nichts mehr dafür zu kaufen, auch nicht im Forum, weil Du nichts zum Bezahlen hast.
Man muss nicht mit dem Schlimmsten rechnen, aber es schadet nicht, darauf etwas vorbereitet zu sein.
"Roboterhandel wird im Desaster enden
Von Jim Richards
Die heutigen Aktienmärkte und andere Märkte wie Anleihen und Währungen lassen sich am besten als "automatisierte Automatisierung" beschreiben. Das meine ich folgendermaßen.
Bei Aktieninvestitionen gibt es zwei Stufen. Die erste besteht darin, eine bevorzugte Aufteilung zwischen Aktien, Bargeld, Anleihen usw. zu finden. In dieser Phase wird auch entschieden, wie viel in Indexprodukte oder börsengehandelte Fonds (ETFs, die eine Art Mini-Index sind) investiert werden soll und wie viel aktives Management eingesetzt werden soll.
In der zweiten Phase geht es um die eigentlichen Kauf- und Verkaufsentscheidungen - wann man aussteigt, wann man einsteigt und wann man sich mit sicheren Anlagen wie Staatsanleihen oder Gold zurückzieht.
Was den Anlegern vielleicht nicht bewusst ist, ist das Ausmaß, in dem diese beiden Entscheidungen jetzt vollständig dem Computer überlassen werden. Ich spreche hier nicht von automatisierten Handelsabgleichen, bei denen ich ein Käufer und Sie ein Verkäufer sind und ein Computer unsere Aufträge abgleicht und den Handel ausführt. Diese Art des Handels gibt es schon seit den 1990er Jahren.
Ich spreche von Computern, die auf der Grundlage von Algorithmen die Portfolioallokation und die Kauf-/Verkaufsentscheidungen überhaupt erst treffen, ohne dass ein Mensch beteiligt ist. Das ist heute die Norm.
Achtzig Prozent des Aktienhandels sind heute automatisiert, entweder in Form von Indexfonds (60 %) oder quantitativen Modellen (20 %). Das bedeutet, dass das "aktive Investieren", bei dem man die Allokation und den Zeitpunkt selbst bestimmt, nur noch 20 % des Marktes ausmacht.
Ein aktiver Anleger ist ein Anleger, der seine Investitionen selbst recherchiert und prüft oder sich auf einen Anlageberater oder einen Investmentfonds verlässt, der sein eigenes Research durchführt. Der aktive Anleger geht Wetten ein, geht Risiken ein und ist das Lebenselixier der Preisfindung auf den Wertpapiermärkten.
Der aktive Anleger kann Geld verdienen oder verlieren (in der Regel ist es ein bisschen von beidem), aber in jedem Fall verdient er sein Geld mit durchdachten Investitionen. Der aktive Anleger trägt zu den Märkten bei, während er versucht, auf ihnen Geld zu verdienen.
Aber insgesamt ist der Anteil des menschlichen "Market Making" im traditionellen Sinne auf etwa 5 % des gesamten Handels gesunken. Dieser Trend ist das Ergebnis von zwei intellektuellen Irrtümern.
Der erste ist der Gedanke: "Man kann den Markt nicht schlagen". Dies treibt die Anleger zu Indexfonds, die sich dem Markt anpassen. Ein passiver Anleger ist ein Parasit. Der passive Anleger kauft einfach einen Indexfonds, lehnt sich zurück und genießt die Show. Da die Märkte meist steigen, verdient der passive Anleger meist Geld, trägt aber nichts zur Preisfindung bei.
Die Vorteile des passiven Investierens wurden von dem verstorbenen Jack Bogle von der Vanguard Group gepriesen. Bogle bestand darauf, dass passives Investieren dem aktiven Investieren überlegen ist, weil die Gebühren niedriger sind und weil aktive Manager den Markt nicht "schlagen" können. Bogle forderte die Anleger auf, passive Fonds zu kaufen und zu halten und die Höhen und Tiefen des Marktes zu ignorieren.
Das Problem mit Bogle's Ratschlägen ist, dass es sich um eine parasitäre Strategie handelt. Sie funktioniert so lange, bis sie nicht mehr funktioniert.
In einer Welt, in der die meisten Investmentfonds und Vermögensverwalter aktive Anleger sind, kann der passive Anleger sehr gut zurechtkommen. Passive Anleger zahlen niedrigere Gebühren und kommen gleichzeitig in den Genuss der Preisfindung, der Liquidität und der Richtungsimpulse, die von den aktiven Anlegern ausgehen.
Passive Anleger profitieren von der harten Arbeit aktiver Anleger, so wie ein Parasit von der Kraft des Elefanten lebt. Was passiert, wenn die Zahl der passiven Anleger die der aktiven Anleger übersteigt? Der Elefant beginnt zu sterben.
Seit 2009 sind über 2,5 Billionen US-Dollar an Aktieninvestitionen in passiv-strategische Fonds geflossen, während über 2,0 Billionen US-Dollar aus aktiv-strategischen Fonds abgezogen wurden.
Die Zahl der aktiven Anleger, die ihre Hausaufgaben machen und zur Marktliquidität und Preisfindung beitragen, schrumpft. Die Zahl der passiven Anleger, die das System als Trittbrettfahrer nutzen und nichts zur Preisfindung beitragen, nimmt rapide zu. Die Parasiten überwältigen den Elefanten.
Der zweite Trugschluss besteht darin, dass die Zukunft über einen langen Zeitraum der Vergangenheit ähneln wird, so dass eine "traditionelle" Aufteilung von z. B. 60 % Aktien, 30 % Anleihen und 10 % Bargeld (mit weniger Aktien, je älter man wird) gute Dienste leisten wird.
Aber die Wall Street sagt Ihnen nicht, dass ein Börsencrash von 50 % oder mehr - wie in den Jahren 1929, 2000 und 2008 - Sie kurz vor Ihrem Renteneintritt in den Ruin treiben wird. Aber es gibt eine noch größere Gefahr, die selten in Betracht gezogen wird...
In einem Bullenmarkt verstärkt diese Art des passiven Investierens den Aufwärtstrend, da sich Indexierer in heiße Aktien stürzen, wie es beispielsweise bei Google und Apple der Fall war. Doch ein kleiner Ausverkauf kann zu einer Massenflucht werden, wenn passive Anleger ohne Rücksicht auf die Fundamentaldaten einer bestimmten Aktie auf einmal den Ausstieg suchen.
Indexfonds würden aus Aktien abwandern. Passive Anleger würden nach aktiven Anlegern Ausschau halten, die "einsteigen" und kaufen. Das Problem ist, dass es keine aktiven Anleger mehr gäbe, oder zumindest nicht genug, um einen Unterschied zu machen. Es gäbe keine aktiven Anleger mehr, die Kapital riskieren würden, indem sie versuchen, ein fallendes Messer zu fangen.
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Teil 2 folgt
LG Vatapitta