Moin moin,
Archie-Verschnitt & HeinzD. Mir wäre wahrhaft wohler, wenn dieser Thread und dieses ganze Forum
überflüssig wären!!!
Seht Ihr eine Alternative im "weiter so"? Jeden Tag, den der Konkurs weiter verschleppt wird verschärft
sich die Lage für diejenigen, die von ihrer Arbeit leben müssen.
Der gutgläubige Bürger wird um die Früchte seiner Arbeit betrogen, indem er gezwungen wird in
bankrotte Sozialsysteme einzahlen.
Das unvermeidliche Ende ist unterwegs. Das Desaster wird weder wirtschaftlich noch politisch
ein Zuckerschlecken. Jeder Tag "weiter so" verschlimmert die Folgen und verzögert den überaus
schmerzhaften Neuanfang. Eine momentane Ordnung und Gemütlichkeit ist m.E. ein zu hoher Preis
für die Chancen, die ein Neuanfang auch bietet.
Ein Neuanfang ist kein Neuanfang für alle. Er wird weder gerecht noch gemütlich, zumindest nicht für
die allermeisten, auch nicht für mich.
Die Alternative ist ein langsamer(?) Erstickungstod von Freiheit und Wirtschaft. (In Zimbabwe ist die
durchschnittliche Lebenserwartung der männlichen Bevölkerung von 62 auf 35 Jahre gefallen.
Ich schreibe hier, damit der unvermeidliche Prozess beschleunigt wird durch eine Klarheit in der
Sache. Und hoffe, dass sich noch möglichst viele Leser in ihrem Rahmen wirtschaftlich und politisch
auf die kommenden Umwälzungen einstellen.
Dies geschieht auch an vielen anderen Stellen: GEAB, Eichelburg, dasgelbeforum, FTD - W. Münchau,
Wirtschaftswoche, Bayrischer Rundfunk, Folker Hellmeyer im Auftrag der Bundesbank, u.v.a.m.
Vielen Politikern ist die Lage klar oder unter dem Eindruck der Ereignisse klar geworden.
Das sie das nicht öffentlich sagen ist Ihrer Angst geschuldet die Bombe zum platzen zu bringen.
Wer wird das freiwillig tun, wenn er drauf sitzt?
Vermutlich kann sich die Finanzwirtschaft über Buchhaltungstricks und Steuergeschenke noch
eine ganze Zeit über Wasser halten - sie wird es wenigstens versuchen. Dabei treibt das FIAT
money die Preise für die in der Realwirtschaft benötigten Güter und würgt diese dadurch letztlich ab.
Spätestens mit dem Einbruch der Realwirtschaft und den entsprechenden Kreditausfällen, dem
Ansteigen der Risikoprämien für Kredite und dem daraus folgenden wirtschaftlichen Niedergang
ist dann Bilanzstichtag für die Banken.
In Zeiten wegbrechender Steuereinnahmen werden Rettungsaktionen unbezahlbar.
Wer wird dann noch die Schuldpapiere des Staates zu Zinsen unterhalb der Inflationsrate kaufen?
Wo dann langsam auch für die Lebens- und Rentenversicherer klar wird, dass der Staat und
damit die Steuergeisel unmittelbar vor der Insolvenz stehen.
An genau diesem Punkt stehen nunmehr die Kommunen in den USA. Auch für 20% Zinsen lässt sich
nicht mehr das benötigte Kapital beschaffen. Das muss sich auf das Rating für deren Altschulden
auswirken. Welche Ironie des "Schicksals", wenn genau diese Altschulden in den Pensionskassen
der Gemeinden schlummern würden. Das gibt dann ein unsanftes Erwachen. Junkbonds werden
eher nicht zum normalen Anlagespektrum von Pensionsfonds gehören und müssen verkauft
werden.
Diese Entwicklung ist nicht mehr zu stoppen und wird sich Dank Lerneffekt auf weitere Gemeinden,
Institutionen und Staaten ausweiten.
BAAL - vielen Dank
Wie es weitergeht könnt ihr Euch dann je nach limbischer Ausprägung - Dominanz- und Stimulanz-
Instruktionen oder Angst- und Balance-Instruktion - selber ausmalen.
Die Ergebnisse werden unterschiedlich sein.
Herzliche Grüße an alle Leser
Vatapitta