Grundsätzliche Einschätzung
Der persönlichen Sicherheit ist grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Die Gewaltkriminalität ist im ganzen Land sehr hoch.
Der Staat bekämpft seit mehreren Jahren die organisierte Kriminalität mit Militär und Polizei. Schiessereien zwischen Sicherheitskräften und Drogenbanden kommen je nach Region häufig vor. Auch bekämpfen sich verschiedene Drogenbanden und andere kriminelle Gruppen gegenseitig. Immer wieder werden dabei unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft gezogen. Siehe Kapitel Spezifische regionale Risiken
Entführungen mit Lösegeldforderungen oder politisch motiviertem Hintergrund kommen vor. Siehe Kapitel Kriminalität
Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Mexiko nicht ausgeschlossen werden. Beachten Sie die Rubrik
Terrorismus und Entführungen
In der Hauptstadt kommt es regelmässig zu Demonstrationen und Protestaktionen, die gelegentlich von Gewaltakten begleitet sind. Wegen sozialen und politischen Spannungen kann es auch in anderen Landesteilen zu lokalen Streiks, Demonstrationen und Strassenblockaden kommen. Ausserdem sind Verspätungen und Behinderungen des Reiseverkehrs sowie Versorgungsengpässe von Treibstoff möglich.
Den Reisenden wird empfohlen, sich vor Ort über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und/oder gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die Schweizerische Botschaft in Mexiko-Stadt hat nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.
Lassen Sie im ganzen Land grösste Vorsicht walten. Erkundigen Sie sich bei einer lokalen Vertrauensperson oder den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage und befolgen Sie deren Anweisungen. Lassen Sie sich bei Überlandreisen und Exkursionen von einer Vertrauensperson begleiten. Meiden Sie Kundgebungen jeder Art.
Spezifische regionale Risiken
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete und Bundesstaaten einschränken.
Mexiko-Stadt:
Der Ballungsraum von Mexiko-Stadt ist Ziel von Drogenbanden und Kriminellen. Entführungen, Schutzgeldforderungen und Schiessereien kommen vor, selbst in relativ sicheren Zonen der Stadt. Besondere Vorsicht und Wachsamkeit ist vor allem nachts und an Wochenenden geboten.
Bundesstaaten:
Es finden bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden und anderen kriminellen Gruppierungen statt. Das Risiko von Gewaltverbrechen und Überfällen ist hoch.
Lassen Sie deshalb in folgenden Bundesstaaten besondere Vorsicht und erhöhte Wachsamkeit walten:
- Baja California Norte (Tijuana siehe weiter unten)
- Nuevo León, Coahuila, Sonora: In diesen Bundesstaaten sind insbesondere in den Grenzgebieten zur USA verschiedene, gewaltbereite Schmuggel- und Drogenbanden aktiv.
- Jalisco (einschliesslich Guadalajara)
- Colima
- Veracruz
- Oaxaca: Besonders im Hinterland und auf abgelegenen Strassen kommen bewaffnete Raubüberfälle auf Reisende vor; teilweise mit Todesfolge.
- Chiapas: Es kommt vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden. Dabei können auch unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf der Hauptstrasse 199 zwischen San Cristobal de las Casas und Palenque kommt es auch häufig zu Strassenblockaden, um von Reisenden Geld zu erpressen.
- Quintana Roo (Chetumal, Cancùn): Vermehrt werden Reisende Opfer von Entführungen und Gewaltverbrechen, teils mit Todesfolge. Beispielsweise wurde im Oktober 2024 in Caracol Beach bei einer Schiesserei eine Person getötet. Selbst in den Hotels und an den Stränden der Touristenorte besteht das Risiko, unversehens in eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen kriminellen Gruppen zu geraten. Zum Beispiel: Im Februar 2024 wurde eine Touristin bei einer Schiesserei in einem Beach Club in Tulum getötet. Bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Drogenbanden sowie zwischen Drogenbanden und anderen kriminellen Gruppierungen sind besonders intensiv und brutal. Das Risiko von Gewaltverbrechen und Überfällen ist sehr hoch.
Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen wird aufgrund der prekären Sicherheitslage abgeraten:
- Stadt Tijuana, Bundesstaat Baja California:
Neben der hohen Drogen- und Bandenkriminalität ist die Rate von sexueller Gewalt und Morden an Frauen in dieser Stadt sehr hoch. - Bundesstaat Chihuahua
- Bundesstaat Sinaloa - Panuco
- Bundesstaat Zacatecas
- Bundesstaat Tamaulipas:
Es sind wiederholt Überlandbusse durch Drogenbanden überfallen oder entführt worden. Auch kommt es vor, dass Drogenbanden wichtige Verkehrsachsen mit Strassenblockaden lahmlegen. Sie benutzen dazu Lastwagen und Autos von Privatpersonen, die sie zur Übergabe der Fahrzeuge zwingen. - Bundesstaat Guanajuato
- Bundesstaat Michoacán
- Bundesstaat Guerrero (Acapulco): Los Filos, EQX und die Minen von Torex
Es kommt immer wieder vor, dass auch Touristinnen und Touristen in Acapulco Opfer von Gewaltverbrechen werden, teilweise mit Todesfolge. Zum Beispiel wurden bei einer Schiesserei am 3. April 2023 unter anderem auch Touristen in einem Restaurant in Acapulco angeschossen. Besonders im Hinterland und auf abgelegenen Strassen kommen bewaffnete Raubüberfälle auf Reisende vor; teilweise mit Todesfolge. Zudem kommt es vermehrt zu Angriffen auf öffentliche Transportmittel. - Bundesstaat Tabasco
- Grenzgebiet zu Guatemala:
Das Grenzgebiet zu Guatemala wird als sehr gefährlich eingestuft, da sich dort Drogen- und Menschenhandel konzentriert. Insbesondere die Grenzstädte haben eine besonders hohe Kriminalitätsrate.
Kriminalität
Reisenden wird wegen der sehr hohen Kriminalitätsrate zu grösster Vorsichtgeraten. Die Gewaltkriminalität ist im ganzen Land sehr hoch. Der Besitz von Schusswaffen ist weit verbreitet und Kriminelle machen häufig davon Gebrauch. Gewalttaten können von organisierten Banden oder Einzelpersonen ausgehen.
Die Kriminalität und die sexuelle Gewalt gegen Frauen ist sehr hoch, vor allem in den Grossstädten.
Taschen- und Entreissdiebstähle sowie bewaffnete Raubüberfälle auf der Strasse und in öffentlichen Verkehrsmitteln sind insbesondere während den Stosszeiten verbreitet.
Diebstähle von Autos unter Anwendung von Gewalt haben stark zugenommen. Insbesondere nachts errichten Kriminelle Strassenblockaden, um Geld und Wertgegenstände von Verkehrsteilnehmenden zu erbeuten. Sie tarnen sich dabei oft als Polizeipersonal oder Militär. Gezielt kommt es auch regelmässig zu Einbrüchen in Mietautos. Vor allem beliebte Touristenorte sind davon stark betroffen.
Gelderpressungsversuche und Entführungen nehmen im ganzen Land zu und sind vor allem in Mexiko-Stadt und anderen Grossstädten häufig. Opfer von Entführungen können auch ausländische Staatsangehörige sein. Die Entführer schrecken auch vor Mord nicht zurück.
Bei den zahlreichen sogenannten Express-Entführungen wird das Opfer zu Bargeldbezügen mit der Kreditkarte gezwungen. Bei sogenannten virtuellen (am Telefon vorgetäuschten) Entführungen (secuestros virtuales) werden Angehörige zur sofortigen Zahlung von Lösegeld gedrängt.
Vizsla Silver is a Canadian mineral exploration and development company headquartered in Vancouver, BC, focused on advancing its flagship, 100%-owned Panuco silver-gold project located in Sinaloa, Mexico.
LG Vatapitta