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Die Schweiz kann niemals eine ihrer großen Banken in die Insolvenz schicken. Das wäre der weltweite Gesichtsverlust schlecht hin. Beteiligt an diesen Instituten, außerhalb von USA und City of London, sind große staatliche Vermögensverwalter und Kunden sind die richtig Vermögenden der ganzen Welt. Die Schweiz wäre als Bankenplatz erledigt. Darüber könnte sich nicht einmal die Konkurrenz in London oder New York freuen, denn die Insolvenz einer großen Schweizer Bank wäre der Offenbarungseid des derzeitigen Finanzsystems. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so steigt Gold als Krisenanzeiger für das Währungssystem immer weiter.
Zum aktuellen Stand der "Rettung der CS" schreibt Markus Fugmann:
"Mit der Eskalation um die Credit Suisse hat die Bankenkrise nun auch Europa erreicht – nun schreitet mit der Schweizer Nationalbank (SNB) die nächste Notenbank ein, um Schlimmeres zu verhindern. Pikant: die SNB selbst machte im letzten Jahr signifikante Verluste von 132 Milliarden Franken (und das bei einem BIP der Schweiz 2022 von 771 Milliarden Franken).
Die Credit Suisse Group AG wird von der Schweizerischen Nationalbank mit bis zu 50 Milliarden Franken zusätzlicher Liquidität gestützt, um damit die Gemüter in der aktuellen Bankenkrise zu beruhigen. Die Maßnahme soll zusammen mit dem Rückkauf eigener Schuldverschreibungen helfen, den Vertrauensverlust der Märkte wieder umzukehren. Das berichtet Bloomberg.
Die in Bedrängnis geratene Bank wird Kredite aus einer Covered-Loan-Fazilität der SNB und aus einer für kurzfristige Liquidität erhalten, wie sie in der Nacht zum Donnerstag mitgeteilt hat. Zudem kauft sie Schuldtitel im Volumen von bis zu drei Milliarden Franken zurück. Die Offerte betrifft in Dollar und Euro denominierte Papiere.
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Anleihenrückkauf
Um das Vertrauen wiederherzustellen plant die Credit Suisse den Rückkauf von zehn vorrangigen Anleihen im Wert von bis zu 2,5 Milliarden Dollar sowie von vier vorrangigen Anleihen im Wert von bis zu 500 Millionen Euro.
Die zweitgrößte Bank der Schweiz, deren Wurzeln bis ins Jahr 1856 zurückreichen, wurde in den letzten Jahren von einer Serie von Pleiten, Pannen, Skandalen und Führungswechseln heimgesucht. Der Verlust von 7,3 Milliarden Franken im letzten Jahr hat die Gewinne des gesamten letzten Jahrzehnts zunichte gemacht."
Mein Kommentar:
Der Anleihenrückkauf macht insbesondere dann Sinn, wenn er unter Pari erfolgt. Die Kreditversicherungen für Kredite der CS war ja förmlich explodiert - vor allem im kurzfristigen Bereich. Die langfristigen Anleihen haben durch die Zinserhöhungen kräftig eingebüßt. Ich vermute deshalb, dass der Rückkauf der eigenen Anleihen ein gutes Geschäft für die CS ist und ihrer Bilanz gut tut. Die Gläubiger dürften froh sein ein unkalkulierbares Risiko aus den Bücher zu haben.
LG Vatapitta