Alles anzeigenWenn ich Dich richtig verstanden habe, sind Gold und leckeres Speiseeis "Luxusgüter". Gold als Schmuckmetall ist das ganz sicher und darüber hinaus noch, je nach Art des Schmuckstückes ein Statussymbol derjenigen, die es "geschafft" haben und dazugehören (oder schon nahe dran sind und dazugehören wollen). In dem Fall sehen wir das schon mal gleich.
Weil beides verzichtbare Güter sind, ist die Entscheidung, eines von beiden zu kaufen stets freiwillig.
Nun zu den Unterschieden:
Beim "Eisfritzen" kann man nur frisch hergestelltes kaufen; das bedeutet, dass nur erhältlich ist, was auch zu aktuellen Kosten und zeitnah gefertigt wurde. Die aktuellen Kosten bestimmen den Oreis und die Nachfrage zu dem Preis bestimmt das Angebot,
Bei Gold, beispielsweise in Barrenform, kauft man zu etwa 99 % recyceltes Gold, das (zu einem statistisch gerngen Teil) bereits im der Bronzezeit gefördert wurde. Daher kostet Gold immer so viel, wie andere bereit sind, für die angebotene Menge zu zahlen. Jeder der mehr will, kann sein Gold zu dem Preis dann nicht verkaufen. Jeder der weniger zahlen will, kriegt dann gleichfalls auch keines.
Das bedeutet, dass Produktionskosten für den Goldpreis keinerlei Rolle spielen, beim eis aber sehr wohl.
Interessant wird es dann, wenn man feststellt, dass die Preise beider Gürter zueinander viel weniger schwanken, als deren Preise in Geld.
Noch interessanter ist es, wenn man feststellt, dass Speiseeis in Gold gerechnet auch heute noch etwa so viel kostet, wie zu dem Zeitpunkt 1970, als der Goldpreis gerade noch auf 35 USD/Unze gehalten werden konnte, Gold also damals krass unterbewertet war.
Jemand der 100 Euro im Monat zurücklegt, der kann sich in den warmen Monaten je Monat etwa 60 Kugeln Eis, also je Tag zwei Kugeln im Hörnchen leisten (dafür wäre ein Becher zu schade und das Hörnchen schmeckt, je nach Eisdiele, auch noch lecker) Und in den 6 anderen Monaten reicht es, um eine Viertelunze anzusparen.
Macht er das 45 Jahre lang, hat er etwa 11 Unzen (oder etwa 400 USD zu den Bewertungen von 1970) zusammengekratzt.
Bei allem Respekt: Jedes Wesen muss selbst entscheiden und vergleichen und abwägen, wofür es seine Lebenszeit hergibt und was es sich dafür (also für den Lohn) alles antun lässt. Ich werde hier keinerlei Handlungsvorschläge oder empfehlungen machen. Oder gar noch "vergleichende" Sprüchlein raushauen und mir damit Ärger einhandeln.
Meine Meinung: Ich denke, dass sich Arbeit lohnen sollte. Solche Arbeit lohnt sich für den Leistungserbringer nicht. Jeder erkennt, worauf das hinausläuft. Das mit den 100 Euro dürfte für viele Menschen Realität sein.
Vielen Dank für deinen ausführlichen Post, welchen ich im grossen und ganzen zustimme.
Allerdings sehe ich in Gold keinen Luxusartikel sondern ein Wertaufbewahrungsmittel welches zu jederzeit an jedem Ort einen gewissen Wert darstellt.
In Schmuckform kann es Luxus sein, muss es aber nicht.
Vielleicht ein Grund warum ich keinen Goldschmuck habe, ![]()
Die Betrachtungsweise zu Gold ist genauso vielfältig wie die Menschheit auch.
Fakt ist das dieses gelbe Metall einen unglaublichen Reiz auf alle Menschen ausübt und deshalb so begehrt ist.
Und das seit Urzeiten.
Ob es die Kelten, Ägypter oder die Südamerikanischen Hochkulturen waren.
Alles strebte danach.
Als ich damals Anfang der 80er Jahre in der Ausbildung war, verdiente da ca. 200 DM mtl. Kam ich nach Feierabend immer bei einer Sparkasse vorbei.
Im Schaufenster eine kleine Auslage mit Goldmünzen.
Das hat mich immer fasziniert, mit dem Gedanken im Hinterkopf das ich wohl nie sowas haben werde.
Gott sei Dank ist es anders gekommen. ![]()