Ein etwas längerer, aber guter Artikel, den ich ungekürzt hier einstelle (2 Teile)
Die Ostschweiz: Offener Brief - Herzliche Gratulation, lieber Ignazio!
Offener Brief
Herzliche Gratulation, lieber Ignazio!
Ich gratuliere meinem Studienkollegen Dr. med. Ignazio Cassis zur heutigen ehrenvollen Wahl zum Bundespräsidenten, unserem verantwortungsbewussten Landesvater. Nun muss ihm Alain Berset endlich zuhören, und ich kann seit März 2020 zum ersten Mal beruhigt einschlafen, denn alles wird gut werden.
Thomas Binder am 08. Dezember 2021
Lieber Ignazio!
Ich verstehe, dass Du Dich als Aussenminister auf die Verbesserung unserer Beziehungen zum Ausland im allgemeinen, zur EU im Speziellen konzentrieren musstest und deshalb keine Zeit fandest, Dich als Arzt um die Pandemie eines Killer-Virus zu kümmern, der grössten Bedrohung unseres Landes seit dem zweiten Weltkrieg. Ich verstehe auch, dass der grandiose Ökonom und Politologe Alain Berset einem kleinen Arzt wie Dir oder mir bisher nicht zuhören wollte. Nun bist Du der primus inter pares und muss er Dir zuhören.
Ich erinnere mich, dass wir gemeinsam an der Universität Zürich Medizin studiert hatten. Nachher trennten sich unsere Wege. Du doktoriertest in Public Health, spezialisiertest Dich in Innerer Medizin, wurdest Tessiner Kantonsarzt und später Berufspolitiker. Am heutigen Tag erreicht Deine Karriere ihren Zenit. Derweil doktorierte ich in Immunologie und Virologie, spezialisierte mich in Innerer Medizin und Kardiologie und erwarb mir 33 Jahre praktische medizinische Erfahrung, auch in Diagnostik und Therapie akuter Atemwegsinfekte, im Spital, in der Intensivstation und, seit 23 Jahren, in meiner eigenen Praxis. Ich dachte, meine Karriere fände in fünf bis zehn Jahren ein ruhiges Ende.
Während Du als Berufspolitiker Deine berufsethische Pflicht erfüllen musstest und zuallererst unsere Beziehungen zur EU auf Vordermann brachtest, musste ich als Arzt meine berufsethische Pflicht erfüllen und zuallererst die Bevölkerung über die angebliche COVID-Pandemie in einer Art informieren, dass dies auch Laien verstehen können, um informiert entscheiden zu können, wie sie damit umgehen wollen und ob sie sich seriell impfen lassen sollen.
Ich habe die angebliche COVID-Pandemie nicht nur der Bevölkerung erklärt, sondern auch gezielt Kollegen, Journalisten und Politikern, in E-Mails, Blogs, Posts, Tweets und Artikeln. Ich verstehe, dass Du keine Zeit fandest, meine diesbezüglichen Tweets an Deine Bundesratskollegen/innen, an das BAG, an Swissmedic, an die EKIF und an Dich seit Februar / März 2020 zu lesen, in denen ich in mehr oder weniger Zeichen wie „Der Test ist die Pest“ erklärt hatte, was zu tun ist: Den unwissenschaftlichen, unmedizinischen, unrechtlichen, unmenschlichen Wahnsinn sofort beenden und wieder in die Realität, in die Wissenschaftlichkeit, in die Medizin, in die Rechtsstaatlichkeit und in die Menschlichkeit zurückkehren. Leider kann ich Dir meine Tweets an Dich nicht mehr zeigen, denn Twitter hatte meinen Account mit 46'000 Followers am 30.03.2021 gelöscht wegen „medizinischer Desinformation“. Ich kann Dir aber (noch) meine Homepage zeigen. [1]
Ich weiss nicht, was in den letzten bald zwei Jahren in Deinem Kopf und in Deinem Herzen vorging und wo Du Dein Rückgrat gelassen hattest, aber ich weiss, dass Du als Arzt die intellektuell absurden Mythen des herrschenden Corona-Narratives verstehen müsstest. Aufgrund des aktuellen Standes der Wissenschaft sind dies die 10 wichtigsten:
1. Es gab in keinem Land eine COVID-Epidemie von nationaler Tragweite, international keine Pandemie, und SARS-CoV-2 ist für die breite Bevölkerung kein Killer-Virus. Weil es in jedem Land dasselbe ist, beweist schon die in verschiedenen Ländern unterschiedliche, in einzelnen sogar inexistente, Übersterblichkeit, dass der Killer weniger das Virus selbst ist, als vielmehr die paradoxe Reaktion darauf. Stellen wir die Todesursachen korrekt fest, ist es für die breite Bevölkerung weniger gefährlich als die selbstverständlich für manche Menschen und, im Gegensatz zu SARS-CoV-2 auch für Kinder, bisweilen tödlichen Influenza-Viren.
2. Die Testindikation, nämlich nicht nur hospitalisierte Schwerkranke mit spezifischem antiviralem Therapiebedarf, im Sentinella für Atemwegsinfekte und in einer epidemiologischen Studienkohorte zu testen, sondern sogar asymptomatische Menschen, noch dazu nur auf eines aller differentialdiagnostisch möglichen Atemwegsviren, ist falsch.
3. Der Corman-Drosten-RT-PCR-Test ist nicht diagnostisch für eine Infektion mit SARS-CoV-2, respektive für eine Erkrankung oder das Versterben an COVID-19. Er ist schlecht und vage fabriziert, ohne Validierung und Standardisierung. Infolge Kreuzreaktion mit anderen Coronaviren wird die schon bei fehlender Anwesenheit eines Virus niedrige Spezifität mit 1.4% falsch Positiven in der Grippesaison reduziert auf bis zu 7.6% falsch Positive. Manchem Laien mögen diese Raten gering erscheinen weil er nicht weiss, dass dies bedeutet, dass bei praktisch fehlender Anwesenheit des Virus, Prävalenz nahe 0, fast alle positiven RT-PCR-Tests falsch positiv sind. Testen wir beispielsweise 1000 Männer mit einem 99% spezifischen Schwangerschaftstest, werden 1%, 10 Tests, positiv ausfallen und wegen Prävalenz der Schwangerschaft bei Männern von 0 sind diese positiven Schwangerschaftstests alle falsch positiv.
4. Es gibt keine epidemiologisch relevante asymptomatische Übertragung von SARS-CoV-2. Damit sind alle über die erwiesen wirksamen nicht-pharmakologischen Interventionen zur Eindämmung der Ausbreitung respiratorischer Viren, nämlich Hygiene und Selbstisolation Erkrankter, hinaus reichenden nicht-pharmakologischen Massnahmen wie antisoziale Distanzierung, Masken im öffentlichen Raum, Isolation, Quarantäne, Kontaktverfolgung, Schulschliessungen und Ausgangssperren für asymptomatische, früher gesund genannte, Menschen unwirksam und schädlich.
5. Es gibt eine wirksame Prophylaxe, beispielsweise gesunder Lebensstil, viele Sozialkontakte, und Vitamin D3, und es gibt eine wirksame Therapie von COVID-19, beispielsweise entzündungshemmende Medikamente, topisches Budesonid, Hydroxychloroquin, Ivermectin, monoklonale Antikörper und Blutgerinnungshemmer.
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