Beiträge von mvd

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    Original von Tollar
    Hier geht noch alles ganz normal seine Gang - business as usual.


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    Aber keine Sorge, es wird ganz sicher alles getan, damit auch in Zukunft business as usual herrscht.



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    Gruß
    mvd

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    Original von fred-deutscher
    Dann kann Monsanto jeden Preis verlangen den sie wollen, weil es nix anderes mehr gibt.


    Wieso nur Monsanto?


    Wende dein Szenario mal auf den Sudan an. Nach einigen Jahren sind die heimischen Arten quasi vom Markt verschwunden.
    So, ihr wollt uns euer Öl nicht mehr zu dem von uns festgesetzten Preis verkaufen? Die Chinesen wollen euch mehr bezahlen? Was haltet ihr dann von einem Handelsembargo, das auch Saatgut mit einschließt?



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    Original von fred-deutscher
    Und das ganze ich natürlich Absicht.


    Wessen Absicht?


    Kennst Du die Berichte über den Futtermais, der Rinder unfruchtbar macht? Ist diese Technik bereits soweit ausgereift, daß sie über andere Getreidesorten auch auf domestizierte Primaten anwendbar ist? Ist Herr Rockefeller zufrieden mit seiner Investition?


    Gruß
    mvd

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    Original von Kellermeister
    Nichts gegen Dich persönlich BAAL, aber bist Du es nicht, der in diversen Postings mit Begriffen und Thesen aus der neurologisch-psychologischen Wissenschaft arbeitet, so das man als Nichtfachmann sprachlos zurück bleibt?


    Nana, das von Baal zitierte bezieht sich auf Theorien aus den frühen 60ern, der Harvard-Professoren Richard Alpert, Ralph Metzner und Timothy Leary. Mit Wissenschaft hat das auch heute noch recht wenig zu tun, eher mit experimenteller Psychologie. Leary stieg ja dann auch bald aus und machte Karriere als LSD-Papst (Turn on, Tune in and Drop out), was ihn zum Staatsfeind Nummer 1 der USA machte.


    Man stelle sich die heutige Welt vor, wenn damals tatsächlich alle Leute auf die betäubenden Drogen wie Heroin und Alkohol zugunsten der verändernden Drogen wie LSD, Psilocybin oder Meskalin verzichtet hätten.


    Gruß
    mvd

    Vor allem "kauft" man die nicht, sondern man tauscht einen buntbedruckten Zettel mit einer 10 darauf gegen eine Münze aus Sterlingsilber mit einer 10 darauf. Nun hat man immer noch €10,- gesetzliches Zahlungsmittel, aber zusätzlich hat man auch noch 16,65g Feinsilber.


    Bei der Ausgabestelle in Weiden kosten die Münzen €15,-, weil es sich um spezielle Sammlerstücke in Polierter Platte bzw. Spiegelglanz handelt. Bei Herstellung, Prüfung und Verpackung fällt viel Handarbeit an, deshalb muß man diese Münzen wirklich kaufen. Dafür sind sie aber auch viel schöner anzuschauen, als die Normalprägungen von der Bank.


    Gruß
    mvd

    Naja, wer moderne Münzen in ss sammelt hat ja auch wirklich selbst Schuld. Das sollte man dann wirklich realistisch sehen und das ausgegebene Geld abschreiben.


    Jedenfalls kann ich mich an solchen umgelaufenen Möhren weit weniger erfreuen, als an einer bankfrischen Münze mit vollem Prägeglanz. Bei älteren und selteneren Stücken muß man schon genug Kompromisse eingehen, da lege ich mir doch kein 5DM-Stück mit Umlaufspuren in die Sammlung.


    Und ein 1958 J für € 500,- ist mit Sicherheit auch eine Möhre.


    Gruß
    mvd

    Hier mal ein Beispiel für die Schönheit einer angelaufenen Münze. Die noch blanke Vergleichsmünzen hatte ich sofort in einer Kapsel verpackt, die angelaufene lagerte etwa für ein Jahr in einer kleinen Papiertasche für Münzen. Dieses Papier wurde offensichtlich mit Schwefel gebleicht und das hat diese wunderschöne Patina verursacht.


    Seht es euch genau an, um wieviel plastischer das Motiv nun wirkt. Die höheren Stellen sind alle dunkler, da sie engen Kontakt zum Papier hatten. Am polierten Riffelrand haben sich sogar Farben herausgebildet, von rot bis türkis ist da alles enthalten.


    Wer so etwas wieder blankschrubben will verdient Prügel oder schlimmeres.


    Gruß
    mvd

    Silber kann nicht oxydieren, es geht keine Verbindung mit Sauerstoff ein.


    Darum nennt man es ja auch ein Edelmetall.


    Silber reagiert aber mit vielen anderen Stoffen und was die bräunlichen Verfärbungen angeht, liegt das hauptsächlich an den Schwefelverbindungen in der Luft. Mit Schwefel reagiert Silber sehr schnell zu Silbersulfid. Das kann man beim Frühstück am Sonntagmorgen sehr schön beobachten, wenn man mal ein Ei mit einem Silberlöffel isst. Es schmeckt furchtbar, da sich innerhalb von Sekunden Silbersulfid bildet. Ein Ei enthält sehr viel Schwefel.


    Dann läßt man den benutzten Löffel einfach mal so liegen und spätestens beim dritten Becher Kaffee ist er braun angelaufen.


    Exakt das passiert auch zwangsläufig mit Silbermünzen, die der normalen Umgebungsluft ausgesetzt sind. Es dauert halt nur viel länger. Aber würde man sie in ein Ei stecken, wären sie auch innerhalb von einer Stunde braun.


    Sammler und vernünftige Händler nehmen viel lieber eine Münze mit Patina, als eine durch unsachgemäße Reinigung kaputtgetauchte Möhre. Einiges, was hier im Forum zum Thema entpatinierung von Silber empfohlen wird, führt unweigerlich zur völligen Zerstörung der Münze.


    Da bleibt dann nur noch die Scheideanstalt als Abnehmer. (Spot -20%)


    Gruß
    mvd

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    Original von sagmal
    Du bist ja ein Numismatikalist :)


    Nein, nur ein ganz normaler Sammler, der Spaß daran hat. Numismatisch beschäftige ich mich nur ansatzweise und ganz am Rande mit meinen Münzen.


    Ein Numismatiker beschäftigt sich rein wissenschaftlich mit Münzen und muß dazu nicht einmal eigene Münzen besitzen.


    Gruß
    mvd

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    Original von sagmal
    Das sollte dich mit Freude erfüllen :)


    Nein, dazu bin ich schon zu sehr Sammler und nicht mehr genug Investor.


    Ein Investor kauft Münzen in Erwartung eines zukünftigen Profits beim Verkauf. Ein Sammler versucht seine Münzen völlig unverändert der Nachwelt zu hinterlassen, in dem Bewußtsein daß er lediglich für ein paar Jahrzehnte darauf aufzupassen hat.


    Münzen sind ein bewahrenswertes Kulturgut und ihre Zerstörung durch unsachgemäße Behandlung ist ähnlich verachtenswert wie die Sprengung der Buddha-Statuen durch die Taliban.


    Gruß
    mvd

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    Original von juergenlangen
    ...ein bisschen Matt sind die Spiegelglanzflächen doch geblieben, auch wenn das Foto das nicht wirklich erkennen lässt.


    Ja, gerade bei Proof-Münzen ist es nahezu unmöglich den Urzustand wieder zu erreichen.


    Neulich habe ich es mit einer 10DM Olympiamünze versucht, die seit 1972 in der originalen Kunststoffolie steckte. Die ganze Münze war wie üblich mit einem sehr feinen, milchigen Schleier überzogen, die Ausdünstungen des Kunststoffes.
    Stellenweise hatten sich grüne Flecken gebildet, Kupfer das aus der Legierung herausgelöst wurde.


    Nach der Reinigung sieht sie mit bloßem Auge wieder ganz gut aus, aber unter dem Mikroskop sieht man, wie sehr die Oberfläche angeätzt ist und gelitten hat.


    Obwohl von diesen Münzen je 125.000 bzw. 150.000 Stück geprägt wurden, ist es schon heute sehr schwer ein wirklich makelloses Stück zu finden.


    Und wenn ich mir so ansehe, was für Tips hier im Forum zum Besten gegeben werden, bleiben wohl von den heutigen Silberunzen nur sehr wenige der Nachwelt erhalten.


    Gruß
    mvd

    Fotos gibt es jede Menge - hier:


    http://www.emuenzen.de/forum/p…oel-bildergeschichte.html


    Da mußt Du dich nur gerade anmelden um sie auch sehen zu können. In diesem Beispiel zeige ich die Methode mit 625 Silber (2 Reichsmark).



    "Patina", die nicht mit Säure zu entfernen ist, ist nicht wirklich Patina sondern Dreck. Als Patina bezeichnet man das, was eine feste chemische Verbindung mit dem Silber eingeht, also zB. Silbersulfid (Goldfarben bis bräunlich) oder Silberchlorid (dunkelgrau bis schwarz). Silberchlorid bezeichnet man auch als Hornsilber.


    Überwiegend entsteht Silbersulfid durch den Schwefelanteil in der Luft. Dies läßt sich normalerweise sehr gut mit Zitronensäure entfernen. Das sektener vorkommende Hornsilber hingegen kann sehr hartnäckig sein und dann muß man zu schärferen Mitteln wie zB. EDTA greifen um die Münze wieder strahlend hell zu bekommen.


    Wenn sich bei deiner entfetteten Münze nun gar nichts tut, dann kann das mehrere Gründe haben.


    1. Es ist Dreck. Irgend ein Belag auf der Münze, der durch das Lösemittel nicht entfernt wurde. (Zigarettenqualm zB.)


    2. Es ist eine sehr exotische Patina. Lagert man beispielsweise Silbermünzen in einem offenporigen Eichenmöbel, entsteht eine dunkelblaue Patina, die nur sehr schwer oder garnicht zu entfernen ist.


    Münzreinigung ist eine Sache, die viel Erfahrung erfordert. Man kann sich jahrelang intensiv damit auseinandersetzen und erlebt doch immer wieder neue Überaschungen und Fehlschläge. Die Anzahl der möglichen chemischen Verbindungen die Silber eingeht, scheint unbegrenzt zu sein.


    Im Anhang siehst Du eine Münze aus den USA, die ein paar Jahre in einem imprägnierten Jutesack gelagert wurde. Rund um den Kopf des Adlers erkennt man sogar die Webstruktur des Stoffes. Eine Münze mit so einer wunderschönen Patina ist natürlich extrem begehrt und sehr kostbar und niemand käme auf die Idee sie wieder in den Urzustand zu versetzen.


    Gruß
    mvd

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    Original von Bürgerrechtler
    Seid ihr im Survival-Forum???????


    Thema verfehlt!


    Was macht bei aktuellen Wechselkursverhältnissen, der Yen-Carry-Trade???? Kann jemand etwas finden? ?(


    Bei einem wirklichen Global Economic Collapse wird das kochen einer Suppe zu einem solch großen Problem für dich, daß deine Gedanken täglich für Stunden darum kreisen.


    Ein imaginärer Yen Carry-Trade, über den allseits immer viel schwadroniert wird, obwohl niemand irgend welche Fakten und Zahlen nennen kann und von dem auch niemand weiß, ob er überhaupt stattfindet, ist in so einer Situation ein Äquivalent zum Sack Reis in China.


    Du mußt dir die Frage gefallen lassen, wer hier nun wirklich das Thema verfehlt.


    Gruß
    mvd

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    Original von Goldregen
    einzig der fehlende Strom ist nicht so "leicht zu verkraften"


    Das bekommt man auch in den Griff. Einfach mal am Freitag Abend den FI auslösen und erst am Sonntag wieder einschalten.


    In diesen 48 Stunden aufschreiben was man vermisst. Sind Kerzen oder Petroleumlampen im Haus? Kann man Radio hören? Kann man eine Suppe kochen? Wird es kalt im Haus?


    Heizung, Kochen und Licht sind die wirklich dringenden Probleme, alles andere fällt unter Luxus. Mit einem amtlichen Ofen und ein paar Petroleumlampen verliert ein Stromausfall seine Schrecken.


    Auch ein dieselbetriebenes Notstromaggregat könnte man in seine Überlegungen einbeziehen, dabei warne ich aber vor dem Baumarktdreck, der in China zusammengeschustert wird.


    Gruß
    mvd


    Edit: Ein Ausfall der Wasserversorgung wäre weitaus katastrophaler.