Beiträge von mvd

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    Original von taheth


    Ich bin mal davon ausgegangen, dass es hier nur um Kursmünzen geht.


    Nein, Du hast explizit die Garnisonskirche mit Datum genannt.


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    Original von taheth
    Es ist auch nicht angebracht, die "Katalogpreise" zu zitieren, das dürfte nämlich enttäuschend sein.


    Die Katalogpreise sind immerhin ein Orientierungspunkt. Eine Bankfrische Münze, mit guten scharfen Fotos bei ebay eingestellt, wird immer den halben oder knapp den halben Katalogpreis bringen.


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    Original von taheth
    Ich habe einige Rollen J.360 in fast bzw. unzirkuliertem Zustand bunt durcheinander.
    Für keine hab ich mehr als den Spot bezahlt.


    Dann hast Du großes Glück gehabt. Setz mal ein paar davon einzeln und mit gutem Foto bei ebay ein, dann wirst Du sehen was sie wirklich wert sind.


    Gruß
    mvd


    Edit: Von J 360 fehlen mir noch 1935 G und 1936 F in Stempelglanz. Wenn Du die für mich dabei hättest...
    €15,- pro Münze würde ich austun.

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    Original von taheth


    Für 39E, 39G und Garnisonskirche mit Datum wird etwas mehr gezahlt, den Rest kannst Du getrost in einen Sack tun.


    Nana, das ist nicht einmal die halbe Wahrheit.


    Bei den Münzen zu 5 RM aus dem Dritten Reich muß man zunächst mal zwischen den Gedenkmünzen und den Umlaufmünzen unterscheiden.


    Zu den seltenen und teuren Gedenkmünzen gehören J 353, Martin Luther von 1933, J 356, Garnisonskirche mit Datum von 1934 und J 359, Friedrich Schiller von 1934.


    Die seltenste und teuerste dieser Münzen ist Luther 1933 G mit nur 12.200 Exemplaren. Katalogwert in ss, vz, st: 200,- 300,- 380,-.


    Bei den Umlaufmünzen gibt es J 357, das ist die Garnisonskirche ohne Datum von 1934 und 1935. Hier ist die Ausgabe 1935 J die teuerste und wird je nach Erhaltung mit 10,- 25,- oder 90,- bewertet.


    Weiter gibt es J 360, Paul von Hindenburg mit dem alten Reichsadler auf der Wertseite. Die wurden 1935 und 1936 geprägt. 1936 G in Stempelglanz steht mit 65,- im Katalog.


    Als letztes gibt es J 367, ebenfalls Hindenburg, aber nun statt Reichsadler das Parteisymbol der NSDAP auf der Wertseite. Diese wurden pünktlich zur Olympiade in Berlin, von 1936 bis 1939 geprägt. Selten in gutem Zustand sind 1936 E, G und J zu finden, 1938 E, F und G sowie schon gesagt 1939 E und G.
    Der höchste Katalogwert liegt bei 130,- für 39 G in Stempelglanz.


    Die Buchstaben sind Kennzeichen der Prägestätten, wobei A für Berlin steht, B Wien, D München, E Muldenhütten, F Stuttgart, G Karlsruhe und J für Hamburg. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.


    Gruß
    mvd

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    Original von richirecords
    muss mann sich das bieten lassen ?


    Ja, der Umgangston in diesem Forum ist oft rauh, aber meist herzlich. :D


    Außerdem liegt es im Wesen eines Edelmetallanlegers, hinter allem und jedem eine satanische Verschwörung, wenn nicht schlimmeres zu vermuten. Denn sonst würden sie ja eine Riester-Rente abschließen oder in Aktien-Fonds investieren. :D


    Und nun weiter mit den schönen Kiwis.


    Nach den Kangaroos sind sie zu meiner zweiten Leidenschaft geworden und ich bin schon gespannt, was ich für die Ausgabe 2008 in BU und Proof bezahlen muß. Ich fürchte, die 24,95 für die älteren Jahrgänge sind Geschichte.


    Hätte ich bloß diesen Thread nicht eröffnet. ;(


    Gruß
    mvd

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    Original von leonardoma


    Das führt m.E. zum deflationären Crash.


    Recht so.


    Meiner Meinung nach steht das Ganze seit Jahren auf Messers Schneide und die Chancen für eine lange Phase deflationärer Depression im Gegensatz zu Inflation stehen immer noch 50:50.


    Man darf sich nicht von den Marktschreiern einlullen lassen, für die die zukünftige Entwicklung klar vorgezeichnet zu sein scheint. Neben Gold und Silber ist das Horten von Bargeld jetzt Pflicht!


    Schweizer Franken und Euro (Silberzehner) sind meine Wahl. Je schlimmer sich die Krise entwickelt, desto mehr stocke ich den Bargeldbestand auf.


    Dosensuppen für 3 Monate nichtvergessen!


    Gruß
    mvd

    Punktuell wird das vermutlich nichts, aber ich habe es selbst noch nicht ausprobiert. Jedenfalls neigt der Alkohol ja nicht wie Wasser zu Tropfenbildung, sondern breitet sich sofort flächig auf der Münze aus.


    Es dürfte sehr schwierig sein, ihn punktuell zu begrenzen.


    Aber reiner Alkohol zu 96% aus der Apotheke hinterläßt auch keine Flecken. Darin habe ich auch schon PP-Münzen ohne Probleme getrocknet.


    Gruß
    mvd

    Reines Gold ist sehr weich, weicher als manche denken. Deshalb fällt jegliche mechanische Reinigung aus.


    Am besten man füllt eine Schale mit reinem Alkohol und legt die Münze hinein. Löst sich der Fingerabdruck nicht von allein auf, kann man mit einem sehr weichen Pinsel vorsichtig etwas nachhelfen.


    Eine Alternative zum Alkohol wäre Waschbenzin. Beides verdampft sehr schnell und das ist wichtig wenn man die Münze wieder aus der Schale nimmt.


    Gruß
    mvd

    Alternativ dau könntest Du auch Olivenöl versuchen, aber das erfordert viel Geduld. Olivenöl enthält auch Säuren, reinigt aber wesentlich schonender als Zitronensäure.


    Leg die Münze in einem Glasgefäß ins Öl und kontrolliere ihr Aussehen täglich. Nach 1 - 2 Wochen sollte sich etwas zum positiven hin getan haben, sonst kannst Du diesen Versuch abbrechen.


    Hier noch ein Bild zum Handling des Natrons auf der feuchten Münze.

    Gut, wenn die sanfte Methode nicht reicht, verschärfen wir die Behandlung ein wenig, ohne aber gleich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.


    Die Münzen, die nun noch verschmutzt sind legst Du in Zitronensäure, solche die man auch für das Entkalken von Kaffeemaschinen verwendet. Du mußt sie aber kräftiger ansetzen, einen gestrichenen Teelöffel voller Kristalle auf 0,1 Liter heißes Wasser.


    Nach 2 - 3 Minuten nimst Du die Münze heraus und streust feines Natronpulver auf die nasse Münze. Das zischt und schäumt sehr beeindruckend, wenn das Natron die Säure neutralisiert! :D
    Mit dem nassen Natronbrei vorsichtig die Münze abtupfen, an fleckigen Stellen eventuell vorsichtig etwas reiben.
    Das Natron muß feinpudrig sein und nicht so kristallin wie das Kaiser-Natron aus der Drogerie. Also in der Apotheke kaufen!


    Nun unter fließend Wasser abspülen und wieder in Alkohol trocknen.



    Man darf bei diesen alten Münzen nicht vergessen, daß es sich um eine Legierung mit Kupfer handelt. Man darf die Münze also nur wenige Minuten in die Zitronensäure tauchen, da dabei schon ein Materialabtrag erfolgt. Es wird zwar nur Kupfer aus der Münze herausgelöst und selbstverständlich kein Gold, aber trotzdem darf man es nicht übertreiben, da sonst die Oberfläche sichtbaren Schaden nimmt.


    Gruß
    mvd

    Ja, solche Tage sind eine gute Gelegenheit die Kleinanleger zu rasieren.


    Das sollte man gut verinnerlichen, bevor man noch einmal in die Papierwerte der Verbrecher investiert.


    Gold und Silber brauchen keine Broker.


    Gruß
    mvd

    Nettes Unterhaltungsprogramm heute an den Finanzmärkten. Chips und Bier reichen noch eine Weile, es ist sehr amüsant. :D


    Wie geht es eigentlich den Online-Brokern heute, da müssen doch sicher dringend Wartungsarbeiten am System durchgeführt werden, oder? :P


    Gruß
    mvd

    Damit verdienen sich Leute bei ebay viel Geld. Zuerst wird eine normale Stempelglanzmünze komplett hochglanzpoliert und dann das Relief mit einem Mikrostrahlgerät wieder mattiert. Fertig ist die "extrem rare PP".


    Dies könnte so eine Manipulation sein:


    http://cgi.ebay.de/5-DM-PP-von…ZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem


    Die 5DM Humboldt in PP gab es nämlich nie in einer verschweißten Kunststofftasche. Damals war die Tasche noch offen und nur mit einer Heftklammer gesichert. Erst ab Fontane 1969 wurde verschweißt.


    An dem Hindenburg wollte ich mal ausprobieren was so alles möglich ist. Aber anscheinend muß ich meinen Finger doch von der Münze nehmen. :D


    Gruß
    mvd

    Misanthrop, jetzt mal zu den wirklich wichtigen Fakten in diesem Thread. :D


    Was ist mit dem Nugget, daß Du abgebildet hast?


    Erzähl mal ein bischen was dazu, Material, wie hast Du die Fälschung erkannt, Gewicht, Durchmesser, Klang und Geschmack. Besseres Foto mit Hinweisen auf abweichende Details wäre auch hochwillkommen.


    Gußfälschung, Prägefälschung oder Galvano?


    Gruß
    mvd

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    Original von Misanthrop


    mvd
    Du bist einfach köstlich :D
    Was du täglich an Höllenqualen erleiden mußt, reicht beiweiten nicht für einen Psychater aus.


    Ich? Höllenqualen? 8o


    Wieso das denn? Meine Münzen werden immer gut behandelt und sind in überwiegend gutem Zustand.
    Es ärgert mich nur, wenn hier Neulingen so ein Mist erzählt wird, der dazu führt, daß sie ihre Münzen zerstören. Das liest ja nicht nur Reckel, dessen Peso wirklich nicht mehr der schönste ist, sondern eventuell auch jemand der einen Teerfleck auf einer Stempelglanzmünze entfernen will und dann werden unter Umständen hohe Sammlerwerte innerhalb von Sekunden vernichtet.


    Stell dir vor, jemand reibt auf einem wunderschönen, bankfrischen Double Eagle von 1911 mit einem Lappen herum! ;( ;( ;(



    Zitat

    Original von Misanthrop
    PS......graut es dir nicht schon davor, wie deine Erben eines Tages mit deinen Heiligtümern umgehen werden? :D


    Nein, die werden anständig erzogen und haben Achtung vor wahren Werten.


    Gruß
    mvd

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    Original von Tremor


    Nach dem Bad habe ich immer noch mit einem Sprituslappen (sehr weicher Stoff natürlich) poliert.
    Wegen der Legierung der Pesos mach denen das nix.


    Und wieder eine totgeputzte Möhre mehr auf der Welt, die nur noch ihren Schmelzwert hat.


    Selbst einer harten Eisen- oder Nickelmünze sieht man es an, wenn sie mit einem Lappen geputzt wurde, bei einer Goldmünze, egal welcher Legierung, brauche ich dazu nicht einmal eine Lupe.


    Das ist sinnloses Zerstören von Kulturgütern, nicht mehr und nicht weniger. Afghanische Taliban sprengen Buddhastatuen und Deutsche Investoren reiben historische Münzen kaputt.


    @ Reckel


    Lege die Münze für ein paar Stunden in heißes Wasser mit einem guten Schluck Neutralreiniger drin, das ist in den allermeisten Fällen völlig ausreichend. Danach gut unter fließend Wasser spülen und ganz vorsichtig Trocken tupfen. Dabei nicht reiben, egal wie weich das Tuch ist. Selbst Watte oder Samt hinterläßt feine Spuren auf Goldmünzen.


    Kopfschüttelnd
    mvd