Beiträge von Wurschtler

    Die Flucht aus den Euro-Staatsanleihen geht weiter.
    Spitzenreiter ist momentan Frankreich mit dem höchsten Abverkauf.


    Erstaunlich ist aber an der heutigen Kapitalflucht, dass Bunds und Treasuries davon bisher NICHT profitiert haben!
    Das Geld geht komplett aus den Anleihen raus.


    Und die Geschwindigkeit ist erschreckend.
    WENN das in dem Tempo weiter geht, dann hat Eichelburg mit seiner Prognose ausnahmsweise mal Recht.

    Zumindest Italien fliegt gerade in die Luft.


    2-jährige bis 10-jährige Anleihen rentieren derzeit mit rund 7%! Absolut tödlich!


    Genau so hats in Griechenland auch angefangen, als sie dann gerettet werden mussten.
    Zur Erinnerung: Anfang April 2010, kurz vor dem ersten Rettungspaket, waren die griechischen Zinsen auch auf die Todesschwelle von ca. 7% gestiegen!
    Danach sind die Renditen innerhalb weniger Tage auf zweistellige Werte explodiert, bis dann das erste Rettungspaket geschnürt wurde.

    Die Brüller sind sie jetzt nicht, ich gebs ja zu, aber 40% Silberdeckung des Nennwerts ist besser als nix. (zum Cash horten)
    500er Silber ist auch so naja, aber dafür sehen sie ganz schick aus!


    Und es gibt die Dinger sogar als ganze Rollen zu kaufen!


    Verlustrisiko hat man ja nicht wirklich eins, da 1 zu 1 Tausch.
    Notfalls haut man das Zeug halt wieder weiter.

    Gerade zufällig entdeckt bei der Sparkasse Essen:
    https://www.sparkasse-essen.de…f_weltspartag_vorteile%2F


    Zitat

    Goldener Oktober bei Ihrer Sparkasse Essen
    Anlegen und gewinnen - jeder Abschluss zählt!
    Es werden Goldpreise
    im Gesamtwert von
    über 10.000 € verlost.


    [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy]


    Man muss irgendeinen Sparkassenschrott abschließen, dann nimmt man an einer Verlosung teil, wo insgesamt wahnsinnige 10.000 € in Gold verlost werden.
    Und das bei einer Bank, die insgesamt Kundeneinlagen von 5,2 Mrd. Euro hat.


    Aber lausige Mengen Gold sind anscheinend noch gut genug, um damit für Papier-Schrott zu werben. :wall:

    6% sind bereits Todeszone.
    Kurzfristig mag das klappen, aber spätestens lanfristig sind 6% unbezahlbar, vor allem für Italien.


    Mal schaun, wie lange die 6% noch halten.
    Es wären bestimmt schon viel mehr, wenn nicht schon die EZB massiv Anleihen aufgekauft hätte.

    Kein Markt lässt sich eben auf Dauer betrügen!


    Ich bin schon gespannt, wie lange diese "Rettung" anhält.


    Interessant zu beobachten sind zur Zeit die Renditen der Staatsanleihen. ( http://pigbonds.info/ )
    Die PIIGS verharren trotz "Rettung" auf hohem Niveau, aber die Renditen der AAA-Staaten sind seit der Rettung deutlich nach oben gegangen!


    Die Risiken von all den großzügig eingegangenen Haftungen werden langsam eingepreist.
    Wenn das so weiter geht, dann ist bald unser AAA weg.

    In letzter Zeit wird in Zeitungsannouncen wieder mit dem Gesamtpreis eines Wagens geworben, anstatt der sonst üblichen Leasing Raten. Das jemand bar bezahlt, scheint nicht das Maß des Normalen zu sein. In einem Fernsehbericht kam ein Autoverkäufer mit Burnout Syndrom zu Wort, der preisgab, daß ein zusätzlicher Ratenvertrag zum Autoverkauf den gleichen Betrag an Provision erbrachte. Um an sein Einkommen zu kommen, werden beim Autoverkauf der Kredit mitverkauft, um über die Provision die nötigen Einkünfte zu erzielen.


    Das kann ich so bestätigen.
    Ich bin Ex-Bankster und komme sogar aus der Ecke Fahrzeugfinanzierung und Leasing.
    Nicht nur die Verkäufer hatten ein Interesse an vielen Finanzierungen und Leasingverträgen, sondern auch die Bank.
    Bankseitig gab es ebenfalls "Ziele" zu erfüllen.
    Da gabs dann Phasen (gegen Jahresende, wenn absehbar war, dass die Ziele nicht erreicht werden), da wurden wir angewiesen, zur Zielerreichung _ALLE_ Kreditanfragen zu genehmigen.
    Da haben selbst Hartz4-Empfänger Leasing-Autos bekommen.



    D'accord, das geht solange gut, wie die Raten bedient werden können. Ich bin gespannt zu sehen, ob sich die Schuldner in der kommenden Zeit rausinflationieren können oder den Weg eine Privatinsolvenz gehen müssen.


    Ich befürchte Letzteres!



    Du schreibst mir aus der Seele, aber auch wir könnten falsch liegen. Ich glaube nicht, daß die heutigen Schuldner vom Kanthaken gelassen werden. Ich lebe lieber weiterhin bescheiden und muß des Nachts nicht ständig schwere Gedanken über meine finanzielle Situation wälzen. Obwohl einige Charaktere haben trotz Schulden keine Einschlafprobleme.


    Ich glaube auch nicht, dass die Schuldner so leicht davonkommen. Ich bin daher sicherheitshalber schuldenfrei und das wird auch so bleiben.
    Auch achte ich darauf, nur sehr geringe Fixkosten zu haben.


    Ob wir am Ende richtig oder falsch liegen wird sich noch herausstellen.
    Aber ich denke wir liegen "richtiger" als die meisten anderen.
    Man muss ja auch nicht alles perfekt machen.


    Auf der anderen Seite gibts zu EM kaum Alternativen, in die ich mit gutem Gewissen investieren kann.
    Jeder Euro, der irgendwo in welcher Form auch immer auf der Bank ist, unterstützt dieses System, das gegen uns arbeitet.

    Hallo Theo.


    Wo ungefähr fängt die obere Mittelschicht an? 80.000 Euro Brutto Einkommen pro Person?


    Puhh, das mag ich garnicht an einer Zahl festmachen.
    Einkommenstechnisch bin ich wahrscheinlich selber nur mittlere Mittelschicht.
    Aber ich bin sehr gut im Konsumverzicht und habe dadurch hohe Überschüsse.
    Genauso kenne ich genug Leute mit 6-stelligen Jahreseinkommen, die extrem verschuldet sind und keine Rücklagen haben.
    Ob das Einkommen der richtige Maßstab ist, ist also fraglich. Das müssen wir aber an dieser Stelle garnicht weiter diskutieren, weil es nicht wichtig ist.


    Fakt ist, in Deutschland gibt es ca. 5 Billionen Euro an Geldvermögen.
    Dieses ist sehr wahrscheinlich zu größten Teilen bei den obersten 10% verteilt.
    Wie es da im Detail aussieht und wo die Grenze liegt ist garnicht so wichtig.


    Die decken sich hauptsächlich mit Immobilien ein.
    In meinem Arbeitsumfeld habe ich ein paar Leute mit Millionenvermögen, die setzen mehrheitlich nur auf Immobilien und zum Teil auch auf Aktien.
    EM: Fehlanzeige („zu teuer“)




    Wieviele Menschen im Verhätnis zur Gesamtbevölkerung sind das? Die "mittlere" Mittelschicht wird arg nach hinten gequetscht. Das heißt ganz deutlich, hochwertige Waren werden nur noch von wenigen Menschen konsumiert. Das was hier als CrackUp Boom bezeichnet wird, scheint sich auf weniger wertvolle Chinawaren zu beschränken. Die eigenen Produkte werden ja exportiert.


    Die einzigen größeren Brocken, die auch die mittlere Mittelschicht derzeit noch pusht, sind Autos und Immobilien. Beides aber nur auf Pump, weil die mittlere Mittelschicht dafür größtenteils nicht das Geld übrig hat. („wird ja weginflationiert“)
    Ich seh es an meinen Nachbarn.
    Links und rechts von mir stehen lauter neue Autos da. Auch Bonzenkarren. Aber alles nur geleast oder finanziert. (die Eigenmittel haben aber noch für die Anzahlung gereicht)
    Und Immobilien werden schnell noch gebaut, gekauft oder renoviert. Auch auf Pump.


    An Bankguthaben haben die nicht viel, außer einer Riesterrente, mehrere Lebensversicherungen und ein paar Bausparer, während sie auf der anderen Seite massiv verschuldet sind. Aktien haben sie keine mehr, seitdem sie 2008 oder 2001 alles zu Tiefstkursen verkauft haben und kurz vorher zu Höchstkursen eingekauft hatten.


    Einen Boom gibts also nur bei Immobilien und Autos. Dieser ist aber rein kreditgetrieben und wird damit wieder zusammenbrechen.
    Daher glaube ich auch nicht an eine weiter anhaltende „etwas höhere“ Inflation, so wie sich die Leute das vorstellen.
    Ich habe hier lauter Kontra-Indikatoren um mich rum.


    Ich sehe aktuell eher die letzte Phase des kreditgetriebenen Konsums.
    Die Zinsen sind künstlich auf einen historischen Tiefpunkt gedruckt. Mehr Verschuldung als jetzt ist kaum mehr möglich.


    Auch die Unterschicht hat man schon vollkommen mit Kreditkonsum ausgepresst.
    Man beobachte nur mal die ständigen 0%-Finanzierungen von Mediamarkt, den Versandhändlern, Möbelhäusern & Co.
    Die hat es vor 10 Jahren noch nicht so extrem häufig wie heute gegeben.
    Aber all das reicht nicht mal für einen Crack-Up-Boom, sondern gerade mal dafür, den Konsum halbwegs aufrecht zu erhalten!


    Wenn ich wissen will, wie man es mit Sicherheit falsch macht, dann brauche ich mir nur meine Nachbarn und Arbeitskollegen ansehen.
    Im groben Verlauf schließe ich mich dem Szenario von G&B an, also erst eine brutale Deflation, danach Hyperinflation.


    Im Detail bin ich aber anderer Meinung, ich denke nicht, dass Gold derart tief fallen wird.
    Die Sicherheit dafür geben mir meine Nachbarn und Arbeitskollegen als Kontraindikatoren, von denen kein einziger EM hat.
    Riskant sehe ich nur Silber. Das könnte auch brutal abstürzen oder auch nicht. Da kommts dann stark darauf an, ob sich der monetäre oder der industrielle Charakter durchsetzt.

    Für einen echten Crack-Up-Boom ist garkein Geld da.
    Die Masse lebt doch nur von der Hand im Mund. Das Girokonto ständig überzogen.
    Was monatlich reinkommt, wird sofort verprasst.


    Die obere Mittelschicht und höher hat noch Geld.
    Und die flüchten hauptsächlich in teurere Dinge wie Immobilien, Bonzenkarren und Axtien. Oft auch auf Pump. (in der Hoffnung, dass die Schulden dann weginflationieren)
    Diese „Sachwerte“ sind aktuell schon sehr überteuert, werden vermutlich noch teurer werden und dann unglaublich im Preis fallen.


    Das brauchst du mir nicht zu sagen, ich komme jeden Monat mit einem 3-stelligen Betrag aus. ;)
    Möglich ist das durch eine relativ billige Mietwohnung und OHNE AUTO!
    Und ich gönne mir ebenfalls die ein oder andere Kleinigkeit wie Silber-Lukas, lebe also nicht wie der Durschnitts-Hartzer.


    Das was übrig bleibt, wird direkt gespart.

    Ich warte immer noch darauf woher ich meine 10 000 € im Jahr haben soll danke.



    Weg mit dem Auto, das spart nach deiner Rechnung 300 € monatlich (wahrscheinlich noch mehr).
    Und den Rest bekommst du auch locker zusammen, wenn du soviel verdienen würdest, wie vorher angegeben (36.000 brutto im Jahr)
    1350 € netto im Monat sind bei 12 Monatsgehälter aber gerade mal 24.000 Jahresbrutto. (St.kl. 1/4)


    Nimm dir ein Beispiel an Silber-Lukas, der spart mit einem geringeren Einkommen deutlich mehr.



    Das Auto ist eben ein extremer Kostenfaktor, der sich auch vermeiden lässt.


    Siehe dazu folgenden Artikel:
    http://hartgeld.com/filesadmin…urchschnittsverdiener.pdf

    Auch ich habe nicht so viel "Fiat-Zettel" zur verfügung wie die meisten hier. Ich bin froh wenn ich 5000 Euro ( Fünftausend) auf der Hohen Kante liegen habe.


    Es gibt eben in Deutschland nicht nur Gutverdiener oder Durchschnittsverdiener. Ich bekomme weniger als der Durschnittslohn (ich glaub zur Zeit 36000 € Pro Jahr) Obwohl ich ausgebildete Elektrofachkraft bin.


    Bei dem Gehalt machst du aber was falsch, wenn du dann nur auf magere 5000 € Ersparnisse kommst.
    Jahresnetto ist rund 22.500 €.
    Wenn du halbwegs sparsam lebst und nicht mehr als 1000 € monatlich verprasst, dann sollten leicht 10.000 € über bleiben.
    Und das in nur einem einzigen Jahr.


    Wenn du schon 10 Jahre gespart hättest, dann sinds schon 100.000 € und das noch ohne Zinsen.