Der Herr Sprott sahnt hier gewaltig ab. Er gibt 65 Mio USD als Kredit und 25 Mio als Vorauszahlung auf Gold.
Für den Kredit bekommt er:
- 5,5 bis 6,75 % plus 3-Monats-LIBOR (genauer erfahren wir es nicht), das sind wohl wenigstens 4 Mio jährlich, in eine Zeit niedriger Zinsen nicht wenig, UND
- 2 % Gebühr bei Abruf, also nochmal 1,3 Mio, UND
- 10 USD für jede von den ersten 500.000 Unzen, also nochmal 5 Mio, UND
- bei Fertigstellung der Anlagen 2,25 % Gebühr vom ausstehenden Betrag; da die Zinsen bis März 2021 zum Kapital geschlagen werden, dürften das dann über 70 Mio sein, also bekommt er nochmal wenigstens 1,575 Mio.
Die Zusatzzahlungen machen gut 12 % der Kreditsumme aus. Die Laufzeit beträgt nominell 7 Jahre; da aber nach Baufortschritt ausgezahlt wird und bis zur Fälligkeit schon wieder 65 % getilgt sein sollen, ist die effektive Laufzeit viel geringer.
Für die 25 Mio Goldvorauszahlung bekommt Sprott 5 % der Goldproduktion, bis 50.000 Unzen voll sind, danach 2,5 % für 30 % spot. Für die ersten 50.000 Unzen hat er je 500 USD vorausgezahlt, bei 1.500 USD Goldpreis zahlt er noch 450, verdient also 550 USD an jeder Unze - mehr als die Vorauszahlung. Für die weiteren 2,5 % gibt es keine Vorleistung, er verdient 70 % vom Spot. Die Gesellschaft kann den Strom ablösen (wovon?) für 35 bzw. 38 Mio USD.
Hier schneidet sich einer seine Riemen aus dem Fell der anderen Aktionäre, und zwar üppig. Ob die Unternehmensleitung keine andere Wahl hatte, wenn sie das Projekt realisieren will, oder ob sie sich bei einem Mächtigen der Branche lieb Kind machen wollte, muss ich offen lassen. Vielleicht geht beides Hand in Hand.
Ich bin hier investiert und bleibe es auch, aber nur zähneknirschend.
Gruß! Fritz