Beiträge von fritz

    Edel, mir scheint, Du verstehst "clever" anders als ich es gemeint habe.


    Natürlich ist das "Geschäftsmodell" skrupellos, unanständig und nicht nachhaltig. Aber auf Sicht bringt es Vorteile, und das schon erstaunlich lange.


    Skrupel sind beim Geldverdienen nur hinderlich. Und langfristig sind wir alle tot - oder zumindest aus dem Amt.


    "Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie." (Stanislaw Jerzy Lec)


    Gruß! Fritz

    Edel, ist das nicht ein cleveres Geschäftsmodell?


    Man exportiert treasuries aller Laufzeiten; zu deren Bedienung braucht man nur Dollars, die man jederzeit nach Belieben kostenfrei erzeugen kann. Dafür importiert man reale Güter, die den inländischen Lebensstandard erhöhen und zugleich als reales Angebot den Preisanstieg eindämmen (wo wäre die Teuerungsrate in den USA ohne billige Importe?). Und gleichzeitig schimpft man auf die unlautere ausländische Konkurrenz.


    Das passt doch gut zu einem Präsidenten, der durch sechsmaligen Konkurs reich geworden ist. Die Zahl fand ich in der Diskussion zu Deinem link.


    Wie lange das gut geht? Nun, so lange wie die treasuries gekauft werden. Dass sie immer noch ihre Abnehmer finden, wundert mich schon eine Weile.


    Mundus vult decipi, ergo decipiatur (Die Welt will betrogen sein, also lasst sie uns betrügen).


    Gruß! Fritz

    Ascot hatten wir bisher wohl nicht auf dem Schirm. Habe mal einen Blick auf das fact sheet geworfen. Danach kommen sie mir relativ teuer vor: etwa 2 Mio Unzen im Boden, davon zwei Drittel nur vermutet, dafür rund 160 Mio CAD Marktkapitalisierung, also 80 CAD/Unze. Kommt wohl von den alten, noch verwertbaren Produktionsanlagen.
    Mit IDM haben sie bei dem Preis allerdings ein Schnäppchen gemacht, das spricht für das ascot-Management.


    Gruß! Fritz

    Wenn man liest, dass das Flugzeug vermutlich seine Nase computergesteuert in die Erde bohrt, ohne dass der Pilot etwas machen kann, dann sind die Reaktionen doch sehr verständlich. Da ist es sicher das kleinere Übel, dass das Flugzeug eine Weile am Boden bleibt. Und der Börsenkurs von Boeing darf schon gar keine Rolle spielen.


    Gruß! Fritz

    Probleme bei Black Fox und dann auch noch beim Start der Gold Bar Mine

    Weiß man denn näheres über die Probleme? Habe nichts gefunden.


    Gruß! Fritz


    ps. Bin gerade zum Skifahren im Kleinen Walsertal. Hier würde es Euch gefallen: Kaum Zuwanderer, so gut wie keine Dunkelhäutigen, allerdings viele Holländer.

    ok, dann sage ich auch noch was dazu: Optimale Entscheidungen kann man nur treffen, wenn man alle verfügbaren Informationen berücksichtigt, auch wenn sie nur Wahrscheinlichkeiten ergeben; das halte ich für banal. Optimal heißt so gut wie möglich; schief liegen kann man trotzdem, die Zukunft bleibt ungewiss.


    Sowohl im fundamentalen als auch im charttechnischen Bereich wird neben Brauchbarem sehr viel Unsinniges und Unwahres verzapft; das ist hoffentlich unstreitig. Darum heißt die vielleicht wichtigste Regel überhaupt:


    Man muss alles, was man liest, hört oder sieht (Videos), mit dem Gedanken aufnehmen: vielleicht stimmts, vielleicht auch nicht. Die menschliche Neigung zur Leichtgläubigkeit, entwicklungsgeschichtlich erklärlich, erschwert uns das ungeheuer.


    Ich kann keine Eier legen, aber ich kann schlechte von guten unterscheiden.


    Gruß! Fritz

    Nebelparder, Deine Argumente klingen gut. Aber: Der 12-Monats-Höchststand war 0,48 CAD, zuletzt am 28.05.2018. Wie erklärst Du den stetigen Rückgang seither?


    Natürlich war da der Goldpreisrückgang. Aber inzwischen sind wir wieder über 1,300 USD, und z.B GDXJ hat seinen Stand von Ende Mai wieder erreicht.


    Danke schon jetzt für Deine Antwort.


    Gruß! Fritz

    Akiba Jacob Issachar Leisman, 41, Chief Executive Officer von Sailfish Royalty Corp., die auf den britischen Jungferninseln residiert, weit weg von allen Minen, aber steuergünstig, war/ist (außer dem, was Vatapitta schon geschrieben hat) auch Direktor bei Metanor und Canarc - beides nicht gerade Erfolgsgeschichten. Dass er dort wesentlich zur Finanzierung beigetragen habe, daran kann ich mich nicht erinnern. Ob er bei Bonterra eine brauchbare Finanzierung zustande bringt, muss man abwarten. Akiba Leismans scheints übrigens noch mehr zu geben. - sorry, mehr weiß ich auch nicht.



    Gruß! Fritz

    Dale Ginn war bei Bonterra für die Exploration zuständig. So schlecht sind die Bohrergebnisse ja nicht; mit Grund sind sie in dem Bericht vom 31.01. nochmal aufgelistet. Sinngemäß sagt er seinen Kollegen: Ich zeige Euch Massen von Gold im Boden, aber ihr seid zu blöd, dafür eine Finanzierung zu organisieren. Vermutlich hat er den Rauswurf provoziert, weil er nicht in eine Pleite verwickelt werden wollte.


    Wer bei Bonterra die Pflaume war/ist, können wir mit unserer Informationslage nicht abschließend beurteilen. Der Geologe war es wohl eher nicht.


    Gruß! Fritz

    vatapitta, wenn Du bei yahoo finance die Einzeldarstellung zum Unternehmen aufrufst, siehst Du in dem kleinen chart rechts jeden trade einzeln (wenn es nicht zu viele sind). Man muss allerdings schon genau hinsehen.


    Gruß! Fritz

    Heute ungewöhnlich großes Volumen, schon jetzt über 26 Mio Stück, ein trade über 25,2 Mio Stück. Was ist da los? Werden solche Brocken sonst nicht außerbörslich gehandelt?


    Gruß! Fritz

    Wahlen sind ein Verfahren zur Messung von Macht. Macht ist dabei definiert als die Fähigkeit, auf den Willen anderer Einfluß zu nehmen. Um sie zu messen, wird ausge­zählt, wer wieviele Menschen dazu bringen kann, ihr Kreuz an eine bestimmte Stelle zu machen. Das Verfahren ist human und volksfreundlich, verglichen etwa mit einem Bür­gerkrieg. Aber es macht die Frage nicht entbehrlich: Wer hat die Macht, die da gemes­sen wird?


    Das habe ich schon vor zwanzig Jahren geschrieben. Solange die Machtlage sich nicht ändert, werden Wahlen kein grundlegend anderes Ergebnis haben, mit oder ohne Zivilcourage. Die Macht liegt auf den Kommandohöhen der Wirtschaft. Dort sitzen die, die den meisten sagen können, was sie 40 Stunden in der Woche zu wollen und zu tun haben.


    Nötig wäre, dass die Unternehmensleitungen im Auftrag und für Rechnung der Beschäftigten arbeiten. Aus dem Lohn würde ein Gewinnanteil. Das Kapital wird entmachtet, aber nicht enteignet; es kann einen Zins bekommen, oder einen Gewinnanteil und eine Minderheitsbeteiligung am Entscheidungsgremium. Die Marktwirtschaft bleibt. - Das ist natürlich nur eine grobe Skizze.


    Eine Chance für eine solche Veränderung sehe ich nur in einer großen Krise. Sie würde wohl auch nicht in Deutschland anfangen, aber vielleicht hier in eine geordnete Form gebracht werden. Einstweilen bleibt nur, uns darauf vorzubereiten.


    Gruß! Fritz

    Andererseits könnte man ja auch einfach sparen und Schulden abbauen.

    Nein, kann man eben nicht, weil sonst ein Großteil des produzierten Schrotts unverkäuflich wäre. Wegen der extrem ungleichen Verteilung der Einkommen und Vermögen gibt es zuviel anlagesuchendes Kapital (Anlagenotstand, asset inflation) und zu wenig Konsumnachfrage für das Funktionieren des Systems. Folglich müssen Staaten das überschüssige Kapital aufnehmen und unter die Leute bringen, sonst droht eine schwere Depression und der Systemzusammenbruch. Politiker, die diese Aufgabe übernehmen und mit edlen Vorwänden garnieren, findet man leicht.


    Das schweizer Modell ist nicht verallgemeinerungsfähig, weil es den Rest der Welt als Resonanzboden voraussetzt. Das gilt übrigens für alle
    nationalen Modelle.


    Deutschland hat sich in Exportüberschüsse gerettet und braucht daher derzeit keine Neuverschuldung. Das Modell setzt Defizite anderer voraus. Seine Nachteile zeigen sich zunehmend: Wir häufen Forderungen gegen andere an, die niemals erfüllt werden können (target 2 als Beispiel).


    Eine gleichmäßigere Einkommensverteilung wäre leicht zu organisieren, scheitert aber an der Machtlage. Solange die bleibt wie sie ist, bleiben auch ihre Folgen.


    Gruß! Fritz

    Vermutlich ist der Bericht vom 29.01.2019 der (oder ein) Grund für den Rauswurf. Er gibt ein ausführliches, wenig günstiges Bild von Bonterra. Massenhaft alte, bereits früher veröffentlichte Bohrergebnisse, teils nicht schlecht, aber bisher nichts verwertbares.


    Beispiele für Negatives:


    "Urban-Barry Mill
    The Urban-Barry Mill is the only permitted mill in the region, with more than 15 high-grade gold deposits within a 110 kilometre radius of the mill site. The mill is accessible by a paved highway with a network of logging roads linking the other properties in the area to feed the mill. Bonterra will undertake a mill expansion project in order to increase the production capacity of the Urban-Barry Mill from 1,200 tpd to 2,400 tpd.
    From the date of acquisition (24.09., F.) to November 30, 2018, a total of 2,569 tonnes were milled at a feed grade of 3.0 (g/t) and a mill recovery rate of 96%. A total of 234 ounces were produced and 1,936 ounces were sold." (S.19)


    Das heißt, in gut zwei Monaten war die mill gut zwei Tage beschäftigt, dabei soll die Kapazität verdoppelt werden.


    For the Quarters Ending November 30,2018 August 31,2018 May 31,2018 February 28,2018
    Loss for the period 68,108,881 7,582,884 8,123,956 6,004,926 (S.20)


    "The Company’s cash and cash equivalents at November 30, 2018 was $9,668,855 compared to $22,136,434 at May 31, 2018. The working capital was a deficit of $5,548,526 at November 30, 2018, compared to working capital of $18,206,033 at May 31, 2018.
    ...
    At November 30, 2018, the Company had a remaining commitment to incur exploration expenditures in relation to its February 2018 and November 2018 flow-through share financings of $13,869,569. This amount is on a cash basis, and excludes any qualifying expenditures included in accounts payable.
    The Company continues to actively evaluate sources of financing, including additional private placements, but there is no guarantee that financings will be available."


    "The contractual financial liabilities of the Company as of November 30, 2018 equal $22,513,047 (May 31, 2018 - $3,095,079). All of the liabilities
    presented as accounts payable are due within 30 days of the reporting date. The cash available is not sufficient to meet the Company’s financial obligations at November 30, 2018." (S.25)


    Heißt das nicht: Wir sind praktisch pleite?


    Für jemand, der die Firma oder ihre Werte billig übernehmen will, ist der Bericht eine Steilvorlage. Auch kann er Bieter abschrecken. Von daher ist der Rauswurf begründet. Die Insiderkäufe sprechen eher für Naivität als für Korruption.


    Gruß! Fritz