Angelfreund,
in dem von Dir verlinkten Bericht fiel mir auf, dass etwa doppelt so viel Erz gefördert als verarbeitet wird:
Q1/19 ore mined 1,015,107 t, waste mined 560,150 t, total mined 1,575,257 t, ore milled 527,950 t, head grade 1.21 g/t (Tabelle auf S. 2). Noch krasser in Q1/18.
Pro verarbeiteter Tonne müssen fast drei Tonnen ausgegraben werden. Da sind die niedrigen Kosten schon erstaunlich.
Wo bleibt das geförderte, aber nicht verarbeitete Erz? Dazu fand ich im Technischen Bericht vom 25. März (auf der homepage) diese Anmerkung (Page 1-15):
"2. Touquoy Proven Mineral Reserves include existing stockpiled ore of 2.41 Mt at 0.57 g/t gold grade. This
material is not included in, and is additional to, the Mineral Resource estimate."
Es wird also Erz mit 1,21 g/t verarbeitet, Erz mit 0,57 g/t auf Halde geschüttet. Ob und wie dieses Erz auf Halde bewertet wird und in die Gewinnberechnung eingeht, habe ich nicht gefunden.
Im verlinkten Bericht heißt es auf S. 9:
"Cash costs are a common financial performance measure in the gold mining industry but with no standard meaning under IFRS. Atlantic reports total cash costs on a sales basis."
Heißt das, dass die Kosten für das auf Halde geschüttete Erz gar nicht mitgerechnet werden? Das würde die niedrigen Kosten erklären. Aber mit der cash flow Berechnung ist das kaum vereinbar.
Ich bin etwas ratlos und stelle das zur Diskussion. Bin investiert.
Gruß! Fritz