Beiträge von fritz

    "1. A member of Red Cloud KS team has visited/viewed material operations of the issuer.
    2. In the last 12 months, Red Cloud KS has been retained under a service or advisory agreement by the subject issuer.
    3. In the last 12 months, Red Cloud KS has received compensation for investment banking services.
    4. Red Cloud KS or a member of the Red Cloud KS team or household, has a long position in the shares and/or the options of the subject issuer."


    Aus dem disclaimer von Red Cloud Klondike Strike Inc.


    Bin hier nach wie vor investiert, und bleibe es. Aber nicht wegen dieser Besprechung.


    Gruß! Fritz

    Danke für alle Beiträge zu Lundin Mining. Der Zukauf ist für mich ein Zeichen dafür, dass es sich um eine gut geführte, wachstumsstarke Firma handelt.


    Goldman, kurzfristig hast Du sicher recht. Habe selbst im Kupferthread so ähnlich argumentiert (post 22). Ich schrieb ja auch, dass ich sie jetzt nicht kaufe; die Begründung war vielleicht zu kurz. Mittel- und langfristig wird die Menschheit das Kupfer aber brauchen.


    Gruß! Fritz

    Oceana bekommt für Investitionen von 4 Mio in vier Jahren und Zahlungen von 250.000 USD 51% am Projekt Tuscarora. Das ganze Projekt nach Investition wird also mit (4,25/0,51 =) 8 1/3 Mio bewertet, die 49 % von USGD sind knapp über 4 Mio; dazu kommen die 250.000. Die gegenwärtige Marktkapitalisierung ist aber rund das doppelte (8.502 Mio USD) laut yahoo. Das zweite Projekt besteht nur aus Oberflächenproben, im fact sheet wird es gar nicht erwähnt (außer mit einem Stern auf der Karte). - Für mich nicht verlockend.


    Gruß! Fritz

    Antwort ist schon da:


    "Hello Friedrich,


    Thank you for your interest in the private placement however it is now oversubscribe and full. We will be closing the financing shortly.


    Regards,


    Kelly"


    Überraschend ist hier nur das Tempo. Wer sahnt ab?


    Gruß! Fritz

    Hilmar, die Übersetzung ist mäßig bis saumäßig. "mine" heißt natürlich nicht "meine", sondern Bergwerk.


    Gemeint ist: Je tiefer sie graben, desto höher die Goldgehalte. Das könnte bedeuten, dass die Mine eine Lebensdauer von Jahrzehnten hat, ähnlich wie Red Lake von GoldCorp.


    Gruß! Fritz

    Etwa die Hälfte des menschengemachten CO2 findet man in der Atmosphäre wieder; ihr Gehalt an CO2 ist von unter 300 ppm (parts per million) vor der Industrialisierung auf über 400 ppm heute gestiegen.

    misst man einen Anstieg von CO2 in der Atmosphäre um bisher knapp die Hälfte.

    stellst repetitiv Dein Weltbild vor, nachdem der Mensch ja die CO2 Menge VERDOPPELT hat.

    Salorius, nur zur Klarstellung: Von einer Verdoppelung habe ich nie gesprochen.


    Im übrigen werde ich das Thema auch verlassen.


    Gruß! Fritz

    Woernie,


    danke für Deine ausführliche Antwort.


    Als Pädagoge würde ich mich nicht bezeichnen, denn das habe ich nie gelernt. Zwar habe ich 30 Jahre lang Privatrecht gelehrt, aber studiert habe ich Jura (zwei Staatsexamen) und Volkswirtschaft (Diplom). Meine Herkunftsfamilie war stark naturwissenschaftlich geprägt: Vater Physiklehrer, ein Bruder Diplomphysiker, der andere habilitierter Mathematiker, ein Onkel Chemieprofessor, dessen Sohn ebenfalls; Mediziner gibt es auch. Physik und Chemie haben mich immer sehr interessiert, auch wenn ich sie nicht zu meinem Beruf gemacht habe.


    Ausgehen wollte ich nicht von einer These, sondern von einer unbestreitbaren Tatsache: Dass der Mensch seit etwa 200 Jahren ungeheure Mengen von Kohlenstoff als CO2 mobilisiert hat. Als Folge davon misst man einen Anstieg von CO2 in der Atmosphäre um bisher knapp die Hälfte. Das kann jeder mit der entsprechenden Ausrüstung nachmessen. Ebenfalls eine Tatsache ist, dass CO2 zwar sichtbares Licht durchlässt, Infrarot aber absorbiert, und natürlich umso mehr, je mehr CO2 da ist. Damit ist die absorbierte Energie in der Atmosphäre, also im Gesamtsystem Erde, und da das fortlaufend geschieht, verschiebt sich das Strahlungsgleichgewicht in Richtung höherer Temperaturen. Über Konvektion, wie das Lupus vorzuschweben scheint, kann die Erde ja keine Energie ans All abgeben.


    Bis hierher scheint mir die Argumentation zwingend, auf nachprüfbare Tatsachen gestützt. Bleibt noch die Frage, wie viel das ausmacht. Da scheint noch einiges unklar zu sein. Aber schon prima vista ist mir nicht plausibel, dass ein so massiver Eingriff folgenlos bleiben soll. Und wenn ich dann bei der Anreise zum Skifahren sehe, wie im Tal alles grün ist, wo vor Jahrzehnten noch alles weiß war - wenn ich sehe und lese, wie überall die Gletscher zurückgehen, und dass schon auf ehemaligem Gletscherboden nach Gold gebohrt wird - wenn ich Bilder sehe wie das, welches ich gepostet habe - wenn ich erfahre, dass in der Rheinebene Tiere und Pflanzen auftauchen, die es vordem nur südlich der Alpen gab - dann ist für mich die Erwärmung eine Tatsache, ganz unabhängig von den offiziellen Zahlen. Und eine andere Ursache dafür als die veränderte Zusammensetzung der Atmosphäre (nicht nur, aber an erster Stelle CO2) sehe ich dafür nicht.


    Alles Lüge? Glaub nicht, dass ich leichtgläubig bin. Seit Jahrzehnten gehört zu meinen Sprüchen: Man muss alles, was man hört oder liest, mit dem Gedanken aufnehmen: Vielleicht stimmts, vielleicht auch nicht. Wenn ich wissen will, was ich glauben kann, schaue ich auf die Interessenlage. Die wirklich Mächtigen sind an Konsum, Umsatz und Profit interessiert; sonst würden sie uns nicht mit vielen Milliarden an Werbeaufwand ständig Dinge aufdrücken, die wir nicht wirklich brauchen. Die Klimadebatte läuft ihren Interessen zuwider; sie gefährdet sogar das auf Wachstum angewiesene System. Darum haben sie sich auch jahrzehntelang darum gedrückt, etwas wirksames zu tun, als das noch viel einfacher gewesen wäre. Dass sie uns den Klimawandel als Folge von CO2 vorlügen, passt überhaupt nicht.


    Übrigens habe ich das schon im Herbst 1982 einem jungen Freund erklärt; damals kann ich kaum schon ein Propagandaopfer geworden sein. Wir sprachen damals über Alternativen zur FDP, die nach rechts abgerückt war; darum weiß ich die Zeit noch so genau. Beim ersten Treffen wollte er mir nicht glauben; er studierte Landwirtschaft und hatte etwas von CO2-Düngung gehört. Beim nächsten Treffen zwei Wochen später kam er auf mich zu und sagte: Du hast recht gehabt, ich habe mich jetzt informiert.


    Gruß! Fritz

    Leute, ich versuchs mal, obgleich mit wenig Hoffnung.


    Seit Beginn der Industrialisierung holt der Mensch ungeheure Mengen von Kohlenstoff - Kohle, Erdoel, Erdgas - aus der Erde und verbrennt sie. Es entsteht Kohlendioxid (CO2).


    Etwa die Hälfte des menschengemachten CO2 findet man in der Atmosphäre wieder; ihr Gehalt an CO2 ist von unter 300 ppm (parts per million) vor der Industrialisierung auf über 400 ppm heute gestiegen. Wo die andere Hälfte ist, weiß niemand genau; vermutlich löst sich das meiste im Weltmeer.


    Es gibt einen natürlichen Kohlenstoffkreislauf; der war, und wäre für sich auch heute, in etwa im Gleichgewicht. Er kann aber das zusätzliche menschengemachte CO2 nicht, oder nur zu einem kleinen Teil, aufnehmen. CO2 fördert das Pflanzenwachstum (in Gewächshäusern gibt es daher CO2-Düngung), aber nur, wenn alle anderen Voraussetzungen für ein stärkeres Wachstum gegeben sind; das ist nur selten der Fall, vor allem wenn man gleichzeitig riesige Urwaldgebiete abholzt, die als Kohlenstoffsenken gedient hatten. (Von hier kommt auch der Gedanke, das Planktonwachstum zu fördern, indem man Meeresflächen mit z.B. Eisen düngt; das kann ein Stück weit funktionieren, aber Risiken und Nebenwirkungen sind unbekannt.)


    Nebelparder, Du kannst mit CO2 aus einer Kanne eine Kerze löschen. Aber beim Versuch, das CO2 wieder in die Kanne zu bringen, wirst Du scheitern. Das CO2 vermischt sich durch Verwirbelung mit der Luft. Gasgemische entmischen sich nicht durch unterschiedliche Molekulargewichte. Deflationator hat das schon gesagt.


    Die Erde empfängt Energie von der Sonne durch Strahlung. Da die Oberfläche der Sonne rund 6.000 Grad heiß ist, kommt ein großer Teil davon im sichtbaren Bereich. Davon wird ein Teil reflektiert; wieviel, hängt von der albedo ("Weißheit") ab. Jeder kann das bei der Schneeschmelze beobachten: Hat die Schneedecke erst mal ein Loch, wird dieses schnell größer; die dunkle Erde absorbiert viel mehr Strahlung als der weiße Schnee. Sichtbares Licht wird vom CO2 nicht beeinflusst.


    Der andere Teil wird absorbiert, die Rückstrahlung erfolgt im Infrarotbereich. Ein Strahlungsgleichgewicht muss es ja geben, sonst wäre die Erde längst viel heißer. Anders als durch Strahlung kann die Erde Energie nicht ins All abgeben. Infrarotstrahlung wird aber von CO2 absorbiert. Daher der Treibhauseffekt. Der ist im Prinzip lebensnotwendig: Wäre in der Atmosphäre gar kein CO2, hätten wir eine tiefe Eiszeit. Aber allzuviel ist ungesund. Das Geschwätz vom "Schild" ist ein verunglücktes Bild, das mehr verwirrt als klärt.


    Fatal sind die Selbstverstärkungseffekte: Durch das Abschmelzen von Eisflächen sinkt die albedo, es wird mehr Energie absorbiert. Warmes Wasser nimmt weniger CO2 auf als kaltes. Methanhydrate könnten in großen Mengen mobilisiert werden; Methan ist ebenfalls ein starkes Treibhausgas, bleibt allerdings nur etwa zehn Jahre in der Atmosphäre. Nicht ganz geklärt ist die Rolle von Wasserdampf: Durch Erwärmung verdunstet mehr Wasser, und auch Wasserdampf hat eine Treibhauswirkung; andererseits kann vermehrte Wolkenbildung die Albedo erhöhen.


    Ja, es gibt natürliche Klimaschwankungen; die menschengemachte Erwärmung addiert sich zu diesen. Ja, die Eisfläche (nicht die Masse) in der Antarktis vergrößert sich derzeit, gerade wegen der Erwärmung, hier gut erklärt. Überhaupt ist nicht gesagt, dass der Klimawandel überall gleich wirkt. Sollte z.B. der Golfstrom aufhören zu fließen (durchaus denkbar), so würde es hierzulande unangenehm kalt werden.


    Ja, Lupus, eine Erwärmung in Maßen hat auch ihre Vorteile. Aber wenn die Äquatorzone unbewohnbar wird, willst Du dann wirklich eine Milliarde Afrikaner und eine Milliarde Inder in der aufgetauten Tundra unterbringen? Willst Du wirklich die Sahara bis an den Fuß der Alpen vorrücken sehen? Eine Lebensmittelproduktion in heutigem Umfang wäre dann auch nicht mehr möglich. Natürlich weiß ich nicht, ob es wirklich so weit kommen würde. Aber am Klima herumzuspielen ist in meinen Augen unweise.


    Das ganze für eine Verschwörung der Herrschenden zu erklären, finde ich absurd. Abgesehen von der Unmöglichkeit einer Verschwörung mit vielen Millionen Mitwissern: Sie würden sich doch nur selbst das Leben schwer machen. Für sie wäre es viel einfacher und profitabler, wie bisher auf "Wachstum" und Konsumterror zu setzen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die Wissenschaft sagt uns vom Klimawandel, die Geldinteressen leugnen ihn.


    Die Saurier sind möglicherweise durch Klimawandel ausgestorben. Wir sollten vermeiden, uns selbst ihr Schicksal zu bereiten.


    Es gäbe noch viel zu sagen, aber ich mache erst mal Schluss. Ihr könnt jetzt über mich herfallen.


    Gruß! Fritz

    Solange es gelingt, durch Gelddrucken, Nullzinsen, quantitative easing, deficit spending usw. die Nachfrage hoch und die Wirtschaft am Laufen zu halten, sind die Aussichten für Kupfer gut. Denn es wird vielfach gebraucht (brauche ich hier nicht aufzuzählen), und die Vorräte werden geringer.


    Sollte das aber einmal nicht mehr gelingen und die Wirtschaft einbrechen, was viele hier mit guten Gründen erwarten, dann werden Kupfer, sein Preis und seine Hersteller unter den ersten Opfern sein. Man kann nicht den crash erwarten und gleichzeitig auf ein so konjunkturabhängiges Material wie Kupfer setzen.


    Das hält mich davon ab, hier größer zu investieren; nur hudbay ist mit einer mittleren Position im Depot.


    Gruß! Fritz

    Silberbayer, den Anstieg im Dax usw. sehe ich hauptsächlich als Phänomen der Geldentwertung ("asset inflation") und nicht als realen Anstieg. Daher glaube ich nicht an eine Umkehr. Natürlich wird es kurzfristig zicken und zacken, aber wie willst Du das vorhersehen? Deine Gründe würden mich interessieren.


    Gruß! Fritz

    Grundsätzlich bin ich kein Gegner der Kernenergie. Aber einige Punkte kommen hier zu kurz.


    Die Kernenergie wird noch lange eine Rolle spielen, das vermute ich auch. Aber der Widerstand dagegen ist ebenfalls eine Tatsache. Steht nicht in Zwentendorf ein Reaktor, den "das bessere Deutschland" gebaut, aber auf Grund einer Volksabstimmung nie angeworfen hat?


    Neue Reaktoren werden gebaut, aber sie sind irre teuer; alte laufen aus. Was da überwiegt, hat Wurschtler mit Recht in Frage gestellt.


    Sollte wieder etwas passieren wie in Fukushima, Tschernobyl oder auch nur Three Mile Island, oder ein Flugzeug auf ein Kernkraftwerk stürzen, oder sonst dergleichen, dann wird der Widerstand gewaltig anwachsen; mehr Reaktoren werden stillgelegt, weniger gebaut.


    Neue Technologien könnten den Uranbedarf gewaltig vermindern. Ich nenne nur die Stichworte Brüter, Thorium, Fusion. All das gibt es schon, die Frage ist nur, ob es sich durchsetzt.


    Der Atommüll lässt im Grunde gar keine andere Wahl, als ihn in eine Art von Brüter zu stecken. Gibt es dafür in Russland nicht schon funktionierende Anlagen?


    All das schreibe ich aus dem Gedächtnis; Irrtum vorbehalten. Es genügt mir für die Überzeugung: Hier kann man spekulieren, aber nicht investieren.


    Gruß! Fritz