Sicher hat die Spekulation auch einen minimalen Wert zum Ausgleich disproportionaler Entwicklungen. Nur, heute ist daraus weitgehend ein Spielkasino geworden, das heißt, den dort zirkulierenden Zahlungsmitteln entsprechen keine Gebrauchswerte mehr, weil damit sinnvollerweise kein Produzent als zahlungsfähiger Nachfrage rechnen konnte. Auf den Finanzmärkten masturbieren die Besitzer von Geldüberfluß (und die es gerne wären) mit ihrem Geld. Die Finanzspritzen des Staates, das 700-Mrd.-Dollar-Paket der USA und das noch offene der Europäer, zielen auf die Fortsetzung dieser Masturbation, damit das Spielgeld nun nicht in die nicht dafür hergestellten Sachwerte drängt und (bei einem Nennwert der Papierwerte von über dem 16-Fachen des Bruttoprodukts der Welt) wie 1923 eine Hyperinflation auslöst.
Soweit reicht die Sicht der "einfachen" Politiker. Den übergeordneten Machthabern stellt sich die Sache etwas anders dar, sie brauchen kein Geld zum Leben, für sie ist es wegen der Abhängigkeit der "Viel zu Vielen" ein Machtmittel. Nimmt man den Menschen über Inflation oder sonstwie ihre mühselig erarbeiteten Ersparnis, reizt man sie zur Wut, und nur in Wut lassen sie sich gegen andere Menschen oder zu Kriegen aufhetzen. Das Wegnehmen besorgen die Regierungen.