Söder betont die Wichtigkeit von Wertevermittlung, deutschem Patriotismus und der christlich-abendländischen Prägung Europas für sein Politik- und Gesellschaftsverständnis. Aus diesen Gründen spricht er sich, wie die gesamte CSU, gegen einen EU-Beitritt der Türkei und für das umstrittene Kopftuchverbot in bayerischen Schulen aus. In diesem Zusammenhang steht auch seine Interviewäußerung, in die Schulen gehörten „Kruzifixe und keine Kopftücher“ [2], und seine Forderung, durch die Anerkennung „Typisch deutsche[r] Tugenden wie Leistungsbereitschaft, Pünktlichkeit und Disziplin“ [3] die Krise in Deutschland zu überwinden. Er ist gegen einen "falsch verstandenen Dialog ohne Resultate" mit muslimischen Zuwanderern und findet, dass derjenige, der auf Dauer hier leben will, sich lückenlos zu hiesigen Werten bekennen muss. Wer sich nicht dazu bekenne, habe hier keine Zukunft.[4]
Söder möchte mehr betriebliche Bündnisse im System des Flächentarifvertrags zulassen, durch eine Lockerung des Kündigungsschutzes bei Neueinstellungen die Möglichkeiten befristeter Arbeitsverhältnisse ausweiten. Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns lehnt er ab und hat eine sehr strikte Haltung zu Hartz-IV-Empfängern. Unter anderem plädierte er dafür, ihnen den Urlaub zu streichen,[5] Anreize zur Arbeitsaufnahme zu verschärfen, die Hinzuverdienstmöglichkeiten bei einer Arbeitsaufnahme zu verbessern und dabei gleichzeitig die laufenden Unterstützungszahlungen abzusenken.