Gregor Bauers "Markt im Chart"
Gold: Zielbereich jetzt 700 USD
Meine Tipps für Anleger:
Ich empfehle Gold immer noch nicht zum Kauf. Es ist noch keine Umkehrformation zu erkennen. Warten Sie auf einen erneuten Aufwärtsimpuls, um nicht in das fallende Messer zu greifen. Zielbereich ist jetzt zunächst die nächste massive Unterstützungszone, also der Bereich zwischen etwa 690 und 640 US-Dollar werden.
http://www.teleboerse.de/Grego…160820081914/1009601.html
Ich teile seine Markteinschätzung
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Hallo,
Köstlich wenn man schon UMKEHRFORMATION liest
Naja mehr kann man von der Telebörse eben nicht erwarten. Wer Wertschöpfung nur betreibt um Leuten damit das Gold aus der Tasche ziehen zu wollen, der wird vorm Strafgericht Gottes noch sein BLAUES WUNDER erleben... 
BLABLABLUP die Chartanalyse auch genannt Kaffeesatzleserei... 
Aus dem LEXIKON der populären Irrtümer:
Chartanalyse
Mit »Charts« läßt sich an der Börse Geld verdienen (s.a. »Aktien« und »Börsenprofis«)
Die sogenannte »Börsensoftware«, die den Aktienkäufern und -verkäufern anhand von gleitenden Durchschnitten, Trendgeraden, Dreiecksformationen und Kopf-Schulter-Kursverläufen sagt, wann sie zu kaufen und zu verkaufen haben, macht nur die Softwarehäuser reich; von »Aktia Online«, »Brokis« oder »Chartheft« über »Option Machine« und »Prognos« bis zu »Tai-Pan« oder »Winchart« nützen sie nur die Dummheit ihrer Käufer aus. Wie ein empirischer Test nach dem anderen beweist, kann man aus vergangenen Kursen keine Schlüsse auf die künftige Entwicklung eines Wertpapieres ziehen, und sind alle derartigen Versuche nichts als Kaffeesatzleserei.
Die wahren Börsenprofis wissen das sehr wohl; ihre Kursprognosen sind meistens von der Sorte: »Wenn der Hahn kräht auf dem Mist / ändert sich das Wetter / oder es bleibt, wie es ist«. So ist man hinterher immer auf der richtigen Seite.
Aktienmärkte scheren sich nicht um die Vergangenheit; sie rollen das Weltgeschehen quasi aus der Zukunft auf: Ein Investor, der ein Wertpapier zu einem »korrekten« alias »fundamental gerechten« Preis erwerben will, fragt nicht danach, was das Papier vor einem Jahr gekostet hat; er will wissen, was das Papier ein Jahr später kosten wird. Der Börse zählt allein die Zukunft; sie schaut wie ein Steuermann im Nebel nur nach vorne, nie nach hinten, sie ändert ihren Kurs in aller Regel nur dann, wenn aus diesem Nebel neue, bis dato nicht bekannte Fakten sichtbar werden.
Diese Fakten sind vorher nicht bekannt, sonst wären sie nicht neu. Mit anderen Worten, sie erscheinen zufällig, und damit sind auch Auf und Ab der Kurse zufällig: Aktuell kann niemand sagen, ob die nächste Nachricht Gutes oder Böses bringen wird, ob der für das nächste Jahr erwartete Kurs und damit per Umweg über die geforderte Rendite auch der aktuelle Kurs nach oben oder unten anzupassen ist. Die einzige Konstante ist die erwartete Rendite, die diese beiden Kurse verbindet (in Deutschland inflationsbereinigt etwa 5%), und deshalb muß die beste Prognose des künftigen Kurses immer der aktuelle Kurs plus diese geforderte Rendite sein.
Diese Theorie wird durch die Wirklichkeit bemerkenswert bestätigt, besser jedenfalls als die meisten anderen ökonomischen Theorien, und daher ist es auch sinnlos, in dem Heuhaufen vergangener Kurse nach Informationen über die künftige Entwicklung herumzustochern. Von kleinen Kalendereffekten und anderen Anomalien abgesehen läßt sich auf Aktienmärkten durch Kurvenanalyse langfristig keine müde Mark verdienen. Auch wenn der eine oder andere Chartist so wie im Lotto einmal einen Treffer landet, das Gewerbe der Kurvenleser insgesamt kann seine Meister nicht ernähren, und systematische Treffer bei Kursprognosen sind so häufig wie systematische Hauptgewinne in einer Lotterie.
Die einzige Möglichkeit zur Verbesserung der Prognose »aktueller Kurs plus erwartete alias geforderte Rendite« sind Insiderinformationen, wie auf einem Schiff im Nebel, das anders als die anderen ein Radargerät besitzt. Aber selbst solche Insider schöpfen ihren Vorsprung nicht aus der Vergangenheit, sondern daraus, daß sie weiter als andere in die Zukunft sehen; außerdem tragen sie gerade durch ihre Aktivitäten selber dazu bei, den aktuellen Kurs auf das Niveau zu heben oder auch zu drücken, das mit der Zukunft kompatibel ist.
Lit.: Clive Granger und Oskar Morgenstern: Predictability of stock market prices, Lexington 1970; S.J. Taylor: Modelling financial time series, New York 1986; W. Krämer: Stichwortartikel »Kapitalmarkteffizienz« in: Handwörterbuch des Finanz- und Börsenwesens, 2. Aufl., Stuttgart 1994; »Börsensoftware«, mehrteilige Serie im Handelsblatt, 1994/1995.
[Lexikon: Chartanalyse, S. 3. Das digitale Lexikon der populären Irrtümer, S. 280 (vgl. LexPI Bd. 1, S. 62)]
best regards
BAAL