Beiträge von Tilo


    Darf man z.B. nur einmal im Monat kommen? Oder öfter? Noch seltener?
    Gibt es da Erfahrungen?

    da der Gesetzgeber das in seiner unermässlichen Weisheit grenzdebil ungenau formuliert hat (mehrere Einzelgeschäfte müssen als eins betrachtet werden, "wenn ein Zusammenhang scheint"), kann es da keine allgemeingültigen Erfahrungen geben


    was vielleicht helfen könnte, öfter in einem Laden bedient zu werden: wenn der Laden eh viel Umsatz in dem Segment hat, klein genug, dass man mit dem geschäftsinhaber zu tun hat, der Entscheidungen treffen kann statt als Angestellter stur nach Vorschrift zu handeln, und man keine Quittung mitnehmen will (dann wäre der verstoss des Verkäufers gegen die Aufzeichnungsvorschriften ja kaum nachweisbar)
    willst du zwar anonym kaufen, aber dennoch den Kauf nachweisen können?

    würde mich extrem überraschen, wenn da Kupfer mit im Bad wäre
    sprich: das wird Feinversilberung sein (selbst Sterlingsilberschmuck wird ab Fabrik feinversilbert oder rhodiniert. sieht besser aus und vermindert mehr oder weniger stark und lange sulfidierung/Anlaufen)
    aber das Internet ist noch geduldiger als das Papier: oft haben diese frisch aus Chinaland eingeführten
    Billigstmachwerke mit mehr oder minder beschönigenden Beschreibungen und die traurige Wahrheit verschleiernden Abkürzungen (silberf. für silberfarbig) sogar einen S925-Stempel
    getreu dem alten deutschen Sprichwort: glaube keinem Stempel, den du nicht selbst gefälscht hast (oder wie das Sprichwort gleich hieß ;) )


    davon abgesehn kann man auch edles mit unedleren Metallschichten überziehen
    wenn das Galvanikbad mittels Strom die teilchen aus dem Bad ans Werkstück zieht, ist das den Überzugsteilchen egal, ob sie sich auf was edlerem oder unedlerem niederschlagen

    ähm, nee
    du hast geschrieben


    das Testgerät arbeitet mit Lichtbrechung.

    demzufolge war mein Link zu 2 Geräten mit dieser Technik
    was du hast arbeitet mit Wärmeleitfähigkeit und funktioniert bei diesem Prinzip auch mit weniger gut polierten Steinen


    mittlerweile gibts das gerät in diesem design mit beiden Messverfahren: Wärmeleitung und Reflektivität
    https://www.uhrmacherwerkzeuge…62662707/Products/4622.22
    für letzteres ist der kleine Sockel auf dem flachen Teil
    und für die Wärmeleitung der Stift mit Kabel

    zum Design nur so viel:
    du hast es entworfen und dann sollte es dir auch gefallen (also wenn die Idee halbwegs korrekt umgesetzt wurde)
    das heißt aber nicht, dass das dann auch anderen gefällt (diesbezügliche Aussagen von Freunden, die das nicht bezahlen müssen, finde ich in dem Zusammenhang wenig relevant)

    hier gehts aber nicht um Wiederverkauf von gebrauchtem Schmuck aka Altgold, sondern um Auftragsanfertigung zum direkten Neu-Weiterverkauf
    keine Ahnung, was der Vergleich mit obsoleten Trauringen soll.(bei denen es aus ideellen Gründen und wegen Individualfertigung Muster-Größen nicht nur wegen meist zusätzlicher Individualisierung per Gravur gar keinen 2.Markt gibt)


    hier: "ganz normales" Neukundengeschäft: Ware wird bei Hersteller gefertigt, direkt (Ring, Anhänger) oder über Zwischenhändler(Kette) bezogen und von Einzelhändler verkauft
    nur dass der Einzelhändler hier nicht wirklich einen laden hat, sich zum thema Gewährleistung noch nicht geäußert hat und aus meiner Sicht etwas blauäugig an die NSache rangeht


    ich finde das geschäftsmodell nicht ausgereift, das aber als Altgoldverhökerer abzuwerten ist doch absurd

    Apotheke/teuer?
    wegen selberlegieren?
    dazu einige Anmerkungen: auch die Bleche/Stäbe/Rohre/Trauringrohlinge gibts von der Scheideanstalt nicht zum Goldwert, sondern deren Herstellung und(!) Verarbeitungsverlust wird berechnet
    da ist selberlegieren gar nicht zwangsläufig unwirtschaftlich


    und es gibt auch bei deutschen Scheideanstalten Halbzeug oberhalb 750
    üblicherweise 900 und 917 siehe beispielhaft
    https://www.c-hafner.de/techno…korative-anwendungen.html
    Bearbeitbarkeit wie bei Silber, nichts, wovor man sich fürchten muss.



    ich bin hier von Selberlegieren durch den Goldschmied ausgegangen, weil bei der Kalkulation wohl Mehrwertsteuer (und Spannen aufs eingesetzte Material) vermieden werden mussten und nach meiner Einschätzung dem Goldschmied mehrwertsteuerfreies Anlagegold angeliefert wurde
    sonst hätte ja beim Goldschmied die Mehrwertsteuer nicht nur auf die Arbeit, sondern auch aufs aufs Material bezahlt werden müssen
    die Kette wird ja wohl kaum mehrwertsteuerfrei beschaffbar gewesen sein, was bei deiner und Nachtwächters Rechnungen nie auch nur ansatzweise berücksichtigt wurde
    (falls die Mehrwertsteuer nicht auf andere Art vermieden wurde, was ich natürlich nicht unterstellen möchte)


    und Weißgold ist eh Mist:
    wird eh nur edelstahlgrau durch Zusatz von sehr teurem Palladium, dessen nennenswerten PreisAnteil Nachtwächter dann nichtmal zum SAchrottwert vergüten würde, weil er nur nach dem Goldwert rechnet
    und so richtig weiß erst durch Rhodinierung, was ja angesichts der Rhodiumpreise auch keine günstige Sache mehr ist


    dann schon eher Platin, wenns weiß sein soll


    PS: man kann zwar Zinn in hitzefestes Silikon gießen, aber nicht Gold
    das braucht den Umweg Wachs-Gips
    oder, und das scheint mir nicht unwahrscheinlich, man bezieht einen mit allen benötigten Radien innen/außen gedrehten Rohling bei der Scheideanstalt
    schau mal zu dem Bild des Ringstempels. das könnten Drehspuren sein, meine ich


    dass die Brillis oft in Krappen gefasst sind, hat hauptsächlich den optischen grund, dass der Stein möglichst wenig verdeckt wird
    nicht, dass seitlich Licht rankommt

    nach meiner Vermutung (Lichtbrechung statt Wärmeleitung) hast du
    https://www.uhrmacherwerkzeuge…inmessgeraet-mit-Software (oder dessen Vorgänger)
    wenn es so ist: gibts nicht nur "überm Teich", sondern auch hierzulande bei diversen Anbietern
    oder z.B. das hier http://www.gemcontrol.at/de/produkte/gemmeter/
    und ist bzgl. Anzeigegenauigkeit nur so gut wie die Politur des Steins


    wenns was anderes ist, was für ein gerät denn?


    stinknormales optisch/"analoges"refraktometer mit Immersionsflüssigkeit ist genauer, aber etwas umständlicher in der Bedienung


    oben geschlossene Fassung und trotzdem Licht von seitlich ist gestalterisch/konstruktiv schwer umzusetzen (und bringt für die Steine eh nichts, wenn es darum geht)

    soll das jetzt ein Geschäftsmodell sein: Steine besorgen, Schmuck entwerfen, Goldschmied beauftragen, Gutachter bezahlen und dann den Schmuck verkaufen?


    das scheint mir durchaus schwierig, da was dran zu verdienen


    und ob eine Investition in Ohrschmuck den Verkauf erleichtert? nicht hier auf dieser Plattform der Goldhorter ;)


    ansonsten gibts hier im Thread einige Dinge, die ich so nicht stehenlassen möchte:


    Feingold zu weich und deshalb 750: es hätte ja noch einige Möglichkeiten dazwischen gegeben: 900er z.B., das härtemäßig mit 925er (Sterling)Silber zu vergleichen ist und demzufolge weit entfernt von zu weich für Schmuck
    gilt auch noch für 22k=917er


    kompaktes und leistbares Edelsteintestgerät, das echt von synthetisch unterscheiden kann gibts leider nicht.
    was es gibt: Geräte, die anhand von z.B. elektrischer oder Wärme- Leitfähigkeit oder Reflektivität der Oberfläche verschiedene Edelsteinarten auseinanderhalten können und somit Turmalin von der optisch guten Imitation mittels synthetischem Spinell unterscheiden können
    synthetischen Rubin/Saphir können die keinesfalls von echten Korunden unterscheiden und auch nicht echten Spinell von synthetischem, weil Leitfähigkeit und Lichtbrechung identisch
    nur eben z.B. Glas oder Spinell von den Steinen, die sie imitieren: Aquamarin, Turmalin etc.


    Licht an Stein von der Seite: wird überbewertet. Edelsteine sind so geschliffen, dass sie von oben eindringendes Licht nach 2facher reflexion nach oben zurückstrahlen, während Licht von der Seite nicht auch noch nach oben gelenkt werden kann. das ist physikalisch nicht möglich


    und mit Mathe haben so manche ihre Schwierigkeiten
    selbst ohne Berücksichtigung der Kette hat das Set natürlich schon über 10% mehr als eine Unze Gold benötigt
    Nachtwächter hatte zuvor schon ungefähr den Börsenwert des Feingoldinhalts errechnet und als fairen Preis bezeichnet