Nein, so geht das nicht. Denn auch der Rollstuhlfahrer weiß, dass eine Beteiligung der Banken (=teilw. Forderungsverzicht) in Deutschland die HRE am härtesten träfe. Die gehört dummerweise derzeit dem Bund und für Forderungsausfälle haftet ... na?
Ist dem auch wirklich so, wie uns die Medien seit Tagen einreden wollen.
Da bin ich sehr vorsichtig bzw. skeptisch.
Lt.
http://www.spiegel.de/wirtscha…les/0,1518,691559,00.html
hat Griechenland bei dt. Banken Verbindlichkeiten in Höhe von
43,2 Mrd. Euro
Zitat
Die HRE - die mittlerweile Deutsche Pfandbriefbank heißt und mit rund 100 Milliarden Euro gestützt wird - kam zum 31.12.2009 auf ein Volumen von 7,9 Milliarden Euro an griechischen Staatsbonds. Bei der Commerzbank sind es etwa drei Milliarden. Auch einige Landesbanken sind betroffen. Bei der BayernLB etwa sprechen Finanzkreise von einem Engagement in Höhe von 300 Millionen Euro.
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Die Allianz erklärt, die gesamte Gruppe habe mit Stichtag 31. Dezember etwa 3,5 Milliarden Euro an griechischen Staatsanleihen in den Büchern. Bei der Münchner Rück waren es Ende 2009 rund 2,2 Milliarden Euro.
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HRE 7,9 Mrd.
Commerzbank 3 Mrd.
BayernLB 0,3 Mrd.
Allianz 3,5 Mrd.
MüRü 2,2 Mrd.
macht 16,9 Mrd. so ich richtig addiert habe - ok alles scheinbar Stand 31.12.2009 - auch wenn wir hier noch die anderen Landesbanken hinzurechnen - werden wir doch bestimmt noch nicht die 20 Mrd. übersteigen - ansonsten hätte man die entsprechende LB bestimmt oben aufgeführt.
Wo bleiben also die restlichen Mrd. oder sollen die oben genannten Institute tatsächlich noch derart zugeschlagen haben?
Zitat
Immerhin: In der Debatte um eine mögliche Griechenland-Pleite kann sich Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der sonst oft als Vorzeige-Buhmann der Bankenbranche herhalten muss, entspannt zurücklehnen. Sein Haus hat nach eigenen Aussagen mit der ganzen Sache wenig zu tun.
Natürlich sagen auch die Deutsch-Banker nicht genau, was in ihren Büchern an griechischen Anleihen steht. Aber auf Nachfrage in einem Analysten-Call konnte Finanzchef Stefan Krause zwei beruhigende Nachrichten in die Welt setzen. "Very limited", sehr begrenzt, sei das Engagement des Hauses in Griechenland. "Wir sind nicht beunruhigt."
Dem Ackermann sein Haus - vielleicht aber die Postbank oder man hat das eine oder andere Griechenland-Mrd.chen galant ausgelagert - bei der EZB hinterlegt und der Ackermann schaut vielleicht immer nur in seinen Tresor.
"Sehr begrenzt" wären z.B. auch begrenzte 100 Mrd. (ok sind ja insgesamt nur 43,2 Euro) - und "Wir sind nicht beunruhigt" bedeutet ja angesichte der guten Kontakte zu Merkel und Co und den Aussichten auf die Finanzhilfe für Griechenland auch nicht viel.
Eventuell wissen die Deutsch-Banker einfach schon haargenau, wie alles in Folge ablaufen wird - Frau Merkel hat vielleicht die 15bändige Ackermannsche Enzyklopädie "Einfluß möglicher Staatspleiten auf die Stabilität dt.Banken und diesbezügliche Verhaltensregeln" auf dem Schreibtisch stehen oder immer griffbereit.