Und einige Anleger glauben scheinbar den (leeren) Versprechungen der Heilsverkünder.
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Anteil der Aktien und Unternehmensbonds steigt
Anleger schichten Depots um
von Christian Schnell
Die Erholung an den Aktienmärkten macht sich inzwischen auch in den Depots von Privatanlegern bemerkbar.
FRANKFURT. Immer mehr Banken, Vermögensverwalter und Anlageberater erhöhen in diesen Tagen die Aktienquote ihrer Kunden.
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Auch wegen etlicher positiver Konjunktur- und Unternehmensdaten steigt die Bereitschaft, wieder größere Risiken einzugehen und in Aktien zu investieren.
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Kunden bevorzugen Risikovermeidung
Gleichwohl ist vonseiten der Berater oftmals etliches an Überzeugungsarbeit bei den Kunden nötig, um sie wieder zu mehr Risiko und damit auch zu höheren Chancen zu animieren. "Die Wucht der aktuellen Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass bei den meisten Investoren die Anlagepolitik davon bestimmt wird, nur noch Risiken zu vermeiden - statt auch Chancen zu nutzen", sagt Frank Naab, Leiter des Portfoliomanagements für Privatkunden beim Bankhaus Metzler in Frankfurt.
Doch seine Appelle fruchten inzwischen. Bei den sogenannten gemischten Mandaten, bei denen Kunden ein durchschnittlich großes Risiko eingehen, liegt derAktienanteil mittlerweile wieder bei 52 Prozent. 35 Prozent sind in Anleihen investiert, bei 13 Prozent liegt der Barbestand. Das sah vor wenigen Wochen noch anders aus. Der Aktienanteil, der sich den hausinternen Vorgaben zufolge zwischen 35 und 65 Prozent im Depot bewegen darf, war bis an die untere Schwelle zurückgefahren. Der Bargeld-Anteil betrug 25 Prozent.
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Woher soll also in den nächsten Wochen der weitere Anstieg herrühren?
Die Anleger haben entgegen ihrer Ansichten ("Kunden bevorzugen Risikovermeidung" ) also ihre Aktienbestände fast verdoppelt und den Bargeldanteil halbiert - trotz aller Bedenken.
Also ist das Potential für das Abladen der Aktien auf die einfältigen Kunden wohl schon fast ausgeschöpft - bis zu einem neuen Einbruch der Indizes ist es also nicht mehr weit.
Warum müssen Banken denn eigentlich an die Kunden zwecks Aktienkäufen appellieren - die Banken könnten die gewinnversprechenden Aktien doch selbst im Bestand halten und die zu erwartenden Kursgewinne selbst einstreichen - warum die Anleger in Aktien locken, wenn die Kurse in drei Monaten viel höher stehen werden - da wäre es doch viel sinnvoller erst einmal selbst die Gewinne der nächsten Monate einzustreichen und dann die Anleger zu überzeugen.