Beiträge von Tollar

    Das traurige ist ja nur: Die Typen heulen nicht mal, die treten da ganz cool und selbstbewußt vor die Kamera, versichern dass trotzdem alles im Lot ist aufm Boot und verkaufen sich damit als die ultimativen Krisenmanager mit Aussicht auf die nächste Beförderung und Beraterverträge!!! :cursing: :boese: :cursing:

    Man spricht von "voellig ueberraschenden Entwicklungen ueber Nacht", wie der Chef der SLB.

    $450 Mio an Boni wird an 400 Mitarbeiter der AIG-Finanzprodukt-Abteilung ausgeschuettet, die fuer $34 Mrd Verluste verantwortlich war. Die Bonuszahlungen seit der Fianzkrise summieren sich mittlerweile auf $1 Milliarde. Die AIG musste im Herbst vom Staat gerettet werden.



    ...“I was extremely disappointed -- but not surprised -- to learn that AIG will be awarding bonuses to the very division that drove the company into the ground,” said Representative Elijah Cummings, a member of the House Committee on Oversight and Government Reform, in an e-mail. AIG shouldn’t be awarding “millions of unmerited dollars to employees while at the same time begging the U.S. government for financial life support.” ...

    http://www.bloomberg.com/apps/…d=avGnUgGMu1q4&refer=home

    Neue Plaene in den USA fuer eine Bad Bank


    US-Banken benoetigen weitere $1,2 Billionen Dollar, es sei jedoch unklar wo das Geld dafuer herkommen soll. Es wird vorgeschlagen spezielles Papier soll von der Regierung ausgestellt werden, welches die Banken re-kapitalisiert ?)


    FBR Capital Markets analysts said eight of the largest U.S. financial institutions need up to $1.2 trillion in new common equity and that "the government is the only entity that can provide bridge capital to get past the current credit crises." ...In the developing bad bank plan, it's unclear how the government would pay for assets. There has been discussion of a "certificate of net worth" in which the government gives the banks a piece of paper that essentially can be applied to capital levels.
    http://www.cnbc.com/id/28879872

    Wie ist das gemeint? Im Sinne Bill Bonners http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=9492 , der drohenden (faschistischen) NWO oder eines drohenden 4.WK bzw. 2012 (mit oder ohne Nibiru)?
    Außer der Sprengung der Erde dürften die Menschen wohl alles überleben. ?)

    Eine Rettung des Geldsystems durch Re-Inflationierung mach da weiter, wo es dieses System Stocken geraten ist. Die Geldmengen werden weiter, in noch schnellerem Tempo wachsen und es muss, um diesen wachsenden Geldmengen auch Waren gegenueberzustellen, auch wirklich real produziert werden, um eine erneute Finanzkrise zu vermeiden. Das Weiterefuehren einer exponentiell wachsenden Wirtschaft endet irgendwann aber in absehbarer Zeit mit dem Versiegen saemtlicher Ressourcen oder schon vorher mit dem Zerstoeren dieser, bevor wir sie bis zum letzten Tropfen oder Korn nutzen koennen.

    Ok, stellen wir uns nur mal vor, ich wäre nun der Staat, Du die Gesamtheit der toxisch belasteten Banken. Ich würde von Dir verlangen, Deine Risiken offen darzulegen da ich ansonsten Dir jegliche weitere Hilfe verweigern würde, ich würde davon ausgehen, daß Du, sprich die Banken, mich versuchen würdest, zu übertöppeln.

    Da stimme ich Dir zu, ich wuerde den Staat uebertoelpen bzw. ein abgekartertes Spiel mit ihm nachen.


    Gleichzeitig wissen wir beide, wenn der eine den anderen nicht helfen wird, mündet es im totalen Desaster!

    Was das angebliche "totale Desaster" darstellt, wuerde ich erst mal genauer definieren. Fuer die Geschaeftsbanken waere es das sicher, fuer den Euro vermutlich auch. Eine gesunde Marktwirtschaft wird es ueberleben und aus den Fehlern unseres heutigen Geldsystems lernen und ein besseres System einfuehren.
    Andersherum ist das Nichteintreten dieses angebl. "totalen Desasters"fuer die Marktwirtschaft ein totales Desaster. Ebenfalls wird das Nichteintreten dieses angebl. "totalen Desasters" in einem noch viel groesseren Desaster enden, was wahrscheinlich wirklich niemand mehr ueberleben wird, da bin ich mir sicher.

    Was soll das ein?

    Die Geldbasis ist das Bargeld im Umlauf und die Reserven der Banken bei der Zentralbank = M0. Das ist das wirklich frei verfuegbare Geld, sozusagen die Grundausstattung eines jeden Waehrungssystems nach dem Fractional Reserve Banking, von dem alles andere Geld multipliziert wird (Kreierung von Geld ueber Kredite). Im Falle eines erhoehten Geldbedarfs muss die Geldbasis ausreichen, die Geldnachfrage zu decken, damit niemand leer ausgeht, wenn viele gleichzeitig ihr Geld abheben.


    Die Bargeldmenge im Euro betraegt 704.1 Mrd + EUR 1,613.4 Mrd Reserven (Nov 2008 -> ). M0 wird von der EZB nicht explizit angegeben, aber, wenn mit den EUR 1,613.4 Mrd die Reserven bei der Zentralbank gemeint sind, muesste M0=Geldbasis dann (1,613.4 + 704.1 = ) 2.317 Mrd EUR sein.


    Daher kann die generelle BB nur kommen, wenn die Karten auf dem Tisch liegen, alles andere wäre nur fataler Schwachsinn !

    Eine Finanzierung waere bei offenen Karten nicht mehr moeglich, vermutlich wuerde das die Geldbasis des Euro schonmal sprengen. Hier geht es nicht um Sinnhaftigkeit sondern wirtschaftlichem Machterhalt von Unternehmen, die sich verzockt haben, solange es eben irgendwie geht.

    500 MRD akut Hilfe wurden binnen einer Woche durchgewinkt, aber die BB kommt hier ins Stocken, denn dieses könnte für Staaten existenzgefährdend werden ohne klare Grenzen, da darf und muss es dann auch heißen: Risiken klar auf den Tisch, ansonsten keine Teilnahme !

    Wenn es an 500 Mrd schon scheitern koennte, wie soll es "mit reinen-Tisch machen" bei einem ausfallgefaehrdetem Derivatevolumen in Billionengroesse erst funktionieren ?


    Wenn, wie Ijon sagt, die DB mit 8% an dem weltweiten Schrott beteiligt ist und nach Roubini die Ausfaelle bis $3,6 Billionen betragen werden, so enstehen bis zu $288 Mrd reine Verluste allein fuer die DB. Hat die DB denn diesen Bedarf bei der Bad Bank schon angemeldet ?


    Die Bad Bank waere sofort geplatzt, wenn jede Bank ihren Bedarf ehrlich anmelden wuerde.


    Trotz verbissener Emsigkeit: Kein Staat kann sie sich derzeit so erlauben, wenn nicht alle Risiken der müllabladenen Banken blank auf dem Tisch liegen, schon die bisherigen "Peanuts-Rettungen" in den unteren MRD-Beträgen entpuppten sich allesamt als viel zu niedlich und gering dargestellt, die Rettungsbeträge ufferten hier anschließend gewaltig aus. Ohne nackte Tatsachen kann es nicht gehen, das dürften auch die staatlichen Stellen sicherlich mittlerweile so sehen.

    Ich glaube nicht daran, dass der Staat hier soviel Macht hat. Die Bankenlobby wird sich durchsetzten und sie werden ihre Bad Bank bekommen. Und in zwei bis drei Quartalen geht das Spiel von vorn los, weil neue Giftpapiere auftauchen. Dann wird der Staat wieder nachschiessen muessen.


    Wer glaubt, dass die Banken heute reinen Tisch machen, ist naiv. Ein grosses Tabularasa kann sich keine Bank erlauben, sondern die Wahrheit kommt nur scheibchenweise ans Licht, weil eine vollstaendige Offenbahrung eine Bankrotterklaerung waere. So war es auch in Japan - ueber die Jahre erschuetterte das Auftauchen immer neuer fauler Kredite Japans Wirtschaft, obwohl es die Bad Bank schon einige Jahre gab.


    Eine Bad Bank funktioniert wirklich nur, wenn die Geschaeftsbanken absolut reinen Tisch machen und jedes Risikopapier von Anfang an offenbahren.

    Die politische Irrfahrt der Bad Bank:
    Brauchen wir den staatlichen Müllabladeplatz für faule Wertpapiere? Diese Frage ist überflüssig - möglicherweise. Denn es gibt ihn schon - kraft eines EU-Beschlusses. Behaupten Berliner Politiker. Brüsseler dementieren. Die FTD protokolliert die Groteske.
    http://www.ftd.de/unternehmen/…-der-Bad-Bank/466213.html
    Gruß Henry

    Bei soviel verbissener Emsigkeit um die Bad-Bank kann nur sicher sein, dass sie kommt.