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wir reden aneinander vorbei. Solange dieser Partikularismus weiterexistiert, wird das Rassemerkmal in der Betrachtung einzelner Personen immer
vorherrschend bleiben. Ziel muß es sein, Rasse, Geschlecht, Religion etc. hinter die Gemeinsamkeit "citizen of the US" zurückzustellen.
In dienstlichen Angelegenheiten sollte die Eignung und Befähigung wichtiger sein, als die Pigmentierung.
Sonst kommt man aus dem Teufelskreis nie raus, bei Beförderungen z.B. - dann hast du entweder den Quoten-Neger oder du bist der Rassist.
Wenn Obama, wie du schreibst, sich als zugehörig zu "schwarzer Kultur" o.ä. sieht, kann es ja noch heiter werden.
mfg,p.
Dass es in einer Gesellschaft ohne Rassenprobleme "Rassen" ihre eigene Kultur leben, ist an sich kein Widerspruch. Gerade die Koexistens dieser verschiedenen Kulturkreise erlaubt erst festzustellen, welche "Rassenprobleme" in welchem Grade existieren. Der Anspruch auf die aktive Zugehoerigkeit zu einem solchem Kulturkreis ist ein Grundrecht und kein Frevel. Wenn Obama stolz auf seine seine afrikanische Herkunft, Mitglied in einer "schwarzen" Kirchengemeinde wird und eine afro-amerikanische Frau hat, hat dies ueberhaupt nichts mit Intoleranz zu tun. Es ist nun mal ein Freiraum, der jedem nach der Verfassung in den USA zusteht. Das sollte sogar in Preussen nicht neu sein. "In meinem Staate kann jeder nach seiner Fasson selig werden" [Friedrich der Grosse].
Die verschiedenen "Rassen" oder besser Kulturkreise spielen ausserdem bei der Bewertung von Leistung keinerlei Rolle. Sie duerfen es nicht mal, andernfalls wuerden bestehende Gesetze verletzt und fuer Klaeger waere das die Steilvorlage. Sicher gibt es noch viele Defizite. Dazu muessen Minderheiten besonders geschuetzt werden, weil ihre Interessen in einem Mehrheitsprozess sonst untergehen wuerden. Es ist nichts gegen eine Organisation einzuwenden, die Minderheiten den Einstieg in Berufe, die von anderen Ethnien dominiert werden, unterstuetzt und foerdert. Es geht eben nicht um schwarz oder weiss, sondern eine gerechte Welt fuer Minderheit oder Mehrheit.