Citi läutet subprime Ende ein!
Lohrke – 14. Dezember 2007 – 9:11
Die frohe und überraschende Botschaft des Jahres ist soeben über den Ticker gelaufen. Die Citigroup holt sieben SIV (Structured Investment Vehicles) im Wert von 49 Mrd. Dollar zurück in die Mutterbilanz. Was auf den ersten Blick nichts wirklich Sensationelles zu beinhalten scheint, birgt bei näherer Betrachtung eine Botschaft, die die Börsianer weltweit aufhorchen lassen sollte. Und zwar diesmal im positiven Sinne. Die Nachricht, die quasi nebenbei mit einhergeht, ist nämlich die weitaus Spannendere und Aussagekräftigere.
Die Citigroup Inc. verzichtet auf die staatliche Hilfe eines von der Regierung eingesetzten Auffangfonds!
Und sagt damit gleichzeitig, dass sie stark genug und in der Lage ist, die Belastungen aus der Hypothekenkrise selbst zu tragen.
„Neue Besen kehren gut“, sagt der Volksmund. Und der neue CEO der Citigroup Pandit scheint dies zu bestätigen. Endlich ein CEO und Banker, der seine Verantwortung sieht und diese auch wahrzunehmen scheint. Und nicht das Fehlverhalten seiner Bank und seiner Vorgänger auf die Allgemeinheit abwälzen will. Wenngleich er gleichzeitig ein massives Kostensenkungsprogramm, dass mit Massenentlassungen einher gehen wird, auf den Weg bringt. Was aber unausweichlich ist. Dass Pandit in einem vor Kurzem geführten Interview gereizt und unduldsam erschien, macht ihn im Gegensatz zu den aalglatten und grundlos dauerlächelnden „Ackermännern“ schon fast sympathisch.