Also, ich kann nichts Beruhigendes aus dem Folgenden lesen!
aus...http://hw71.blogspot.com/2007/…nanzkrise-treibt-das.html
HANDELSBLATT, Donnerstag, 29. November 2007, 14:28 Uhr
Unerwartet beschleunigt
Finanzkrise treibt das Geldmengenwachstum
Das Geldmengenwachstum im Euro-Raum hat sich im Oktober unerwartet beschleunigt. Die Jahreswachstumsrate der Geldmenge M3 erhöhte sich auf 12,3 Prozent – nach 11,3 Prozent im September, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch mitteilte. Die meisten Volkswirte hatten einen Anstieg um 11,5 Prozent erwartet.
Der aussagefähigere Dreimonatsdurchschnitt der M3-Wachstumsraten stellte sich nach Angaben der EZB mit den neuen Zahlen für den Zeitraum von August bis Oktober auf 11,7 Prozent, verglichen mit 11,5 Prozent für Juli bis September. M3 umfasst Bargeld, Sichteinlagen sowie Geldmarktanlagen bis zu zwei Jahren Laufzeit.
Nach Ansicht von Volkswirten stützt die hohe M3-Wachstumsrate nur auf den ersten Blick die Position der Falken im EZB-Rat, die für höhere Leitzinsen plädieren. „Der unerwartet Anstieg von M3 scheint auf vorübergehende Portfolioverlagerungen aus riskanten längerfristigen Anlagen in Geldmarktpapiere zurückzuführen zu sein“, kommentierte Sylvain Broyer von der Ixis Corporate & Investment Bank die neuen Zahlen. Das sei eine Folge der derzeit hohen Marktschwankungen. Für den EZB-Rat bestehe daher kein Anlass zu besonderer Sorge.
Allerdings könnten die M3-Zahlen so lange hoch bleiben, bis sich die Märkte wieder beruhigten.
Auch nach Ansicht von Michael Schubert von der Commerzbank könnte der kräftige Anstieg der Termingeldeinlagen und der Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren die jüngsten Entwicklungen an den Finanzmärkten widerspiegeln. Während sich M3 von September auf Oktober nur um 1,4 Prozent erhöhte, legten die Termingeldeinlagen im gleichen Zeitraum um 4,6 Prozent und die Schuldverschreibungen um 5,3 Prozent zu.
Dagegen blieb die Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte gegenüber dem Vormonat unverändert. Sie expandierte erneut mit 13,9 beziehungsweise 6,8 Prozent. Auch die Zuwachsrate der Wohnungsbaukredite lag gegenüber September unverändert bei 7,9 Prozent.
Dagegen erhöhte sich die Kreditvergabe an nichtmonetäre Finanzintermediäre wie Versicherungen und Investmentfonds um knapp drei Prozent.
Sie waren im Zuge der Finanzkrise gezwungen, Kreditlinien zu ziehen, weil sie sich nicht anders finanzieren konnten, vermutet Schubert.