Beiträge von Golden Earring

    Hallo Jürgen,
    also mit den Kilo Silbermünzen ist das kleine Bankschliessfach schnell voll:-)
    Aber an Goldmünzen fasst der Kasten immense Mengen;-) (ca. DIN A4 und 6cm hoch) Da muss man schon einiges an fiat investieren, um es bis zur Oberkante voll mit Goldmünzen prall füllen zu können.
    Andere scheinen in fiat nur so zu schwimmen, das sie darüber ständig schimpfen und kaum Gold dafür bekommen, aber ich muss für das Zeug hart arbeiten, und wünschte hätte mich auch zeitig unter dem Hubschrauber von Bernie gestellt, um genug abzubekommen. Aber das Letzte was ich mit den mühsam erkauften Goldmünzen anstellen würde, wäre wohl es im Wald oder im Garten zu vergraben. Deshalb, bis mir was Besseres einfällt, ist das Bankschliessfach wohl doch das Sicherste. Und noch dazu paar Münzen zu Hause fürs Wohlfühlgefühl. Fühlt man sich doch schon sicher. Wir haben den kalten Krieg mit seinen massiven Ängsten überlebt. Was macht uns schon die Angst vor einem Wohnungseinbruch oder der Tag mit den Bankenschliessungen aus! Zur Not sage ich meinem Vermieter, ich habe doch Dauerüberweisung! Was wollen Sie überhaupt? ;)

    Hallo delphin,
    die Aussagen des "Kollegen" bezüglich einer "Blase in Gold" widersprechen sich natürlich sehr stark, um nicht zu sagen, sie sind diametral entgegengesetzt, und "riechen" stark nach einer Provokation und einer beabsichtigten Verunsicherung der Leute.
    Seine Aussage: "Gold steigt stark in Zeiten negativer Realverzinsung, wie wir sie gerade erleben" und "Wer in Spekulationsblasen Gold kauft, hat also keinen Inflationsschutz" passen gegenwärtig einfach nicht zusammen.
    Und von den erwähnten Gegenmaßnahmen ist ja leider Gottes weit und breit nichts zu sehen, sodass wir mehr oder weniger gezwungen werden, das Zeug zu kaufen. Deswegen erübrigt sich mMn hier jede Diskussion. Es sei denn, es kommen irgendwelche Aussagen über die "erwähnten Gegenmassnahmen"!

    Kurz, prägnant und sachlich. Damit ist im Grunde alles Wesentliche über die fundamentale Lage von Gold in den nächsten 6 Monaten gesagt!



    Uwe Bergold, im Interview zur Rolle des Dollars, der Inflation sowie der klaffenden Angebot-Nachfrage-Schere
    WirtschaftsBlatt: Gold ist letzte Woche auf Rekordniveau gestiegen. Lässt sich das auf die aktuellen sicherheitspolitischen Risiken und die Rezessionsängste zurückführen?
    Uwe Bergold: Ökonomisch gesehen gibt es nur einen einzigen Grund für den steigenden Goldpreis: die negative Realverzinsung, sprich die Inflationsproblematik. In den USA liegen zurzeit alle Anleihenrenditen – von der einjährigen bis zur zehnjährigen – unter null, nur noch die 30-jährige liegt leicht darüber. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis auch diese unter null rutscht. Dank der negativen Realverzinsung schlägt nun die Stunde des Goldes.


    Welche Rolle spielt der niedrige Dollar?
    Hier liegt ein Trugschluss vor. Der Goldpreis steigt nicht nur, weil der Dollar-Kurs niedrig ist, sondern weil alle Papierwährungen schwach sind. Natürlich ist die Schwäche des Dollars gegenüber dem Euro oder Yen aufgrund des riesigen Handelsbilanzdefizits der USA fundamental begründet, und ich denke auch, dass der Dollar noch weiter abwerten wird, aber das ist nicht der Grund der Gold-Hausse.


    Rezessionsängste haben zurzeit Hochkonjunktur. Was bedeutet das für den Goldmarkt?
    Gold läuft immer dann am besten, wenn die Realwirtschaft am schlechtesten dasteht und die Zentralbanken mithilfe der Politik des billigen Geldes eingreifen. Diesen Effekt erleben wir jetzt wieder, denn auch dieses Mal weiten die Zentralbanken die Geldmenge aus und versuchen, über Deficit Spending eine Rezession aufzuhalten. Das verstärkt aber die Inflation und treibt den Goldpreis weiter nach oben.


    Die Inflation hat ihren Höhepunkt also noch nicht erreicht?
    Nein, noch lange nicht.


    Die Nachfrage nach Gold übersteigt seit Jahren die Produktion – wie kann das System trotzdem funktionieren?
    Aus der Schmuckindustrie kommt die grösste Nachfrage, gefolgt von Investoren. Dabei absorbiert die Schmuckindustrie ungefähr die Goldmenge, die jährlich produziert wird. Die gesamte jährliche Nachfrage liegt bei 4000 Tonnen, die Produktion aber bei bei 2500 Tonnen. Diese Diskrepanz wird durch Ausleihungen der Zentralbanken gedeckt. Nach offiziellen Angaben des World Gold Councils belaufen sich diese mittlerweile bereits auf 5000 Tonnen, inoffizielle Quellen schätzen diese sogar auf bis zu 15.000 Tonnen.


    Lässt sich diese Diskrepanz in absehbarer Zeit schliessen?
    Um eine Mine voll zu erschliessen, dauert es rund sieben Jahre – von der Exploration bis zum Produktionsstart. Im Vergleich dazu dauert der Bau einer Fabrik in der Chipindustrie nur rund zwölf Monate. Das erklärt, warum das Angebot bei Gold sehr un-
    elastisch ist, was das Schliessen der Diskrepanz sehr schwierig macht. Sicher wird sich das Angebots-Nachfrage-Verhältnis langfristig zwar wieder ausgleichen, aber vorher werden wir noch extreme Preisbewegungen am Markt sehen. Irgendwann wird Gold auch zur grossen Blase werden, aber das braucht noch seine Zeit.
    aus...http://www.wirtschaftsblatt.at…erse/geld/273185/index.do

    Es ist natürlich zutiefst befriedigend, wenn am Ende sogar ein "ausgemachter Börsenreporter" zu Gold rät, da er die Bedeutung der "realen negativen Verzinsung" für Investitionsentscheidungen schliesslich erkannt hat. 8o




    Verfasst von Frank Meyer am 12.01.2008 um 8:20 Uhr
    Gier nach Gold
    Während der Aktienmarkt abrutscht, und der Dollar weiter zur Hölle fährt, glänzt Gold so hell wie noch nie. Die meisten Erklärungsversuche zeigen, wie wenig man über das gelbe Metall weiß. Man liest davon, dass Gold keine Dividende abwirft, man es nicht essen kann und noch viel größeren Mumpitz. Was hat eigentlich Jim O´Neill, den Chefökonom Goldman Sachs Ende November geritten, als er den Investoren riet, ihr Gold zu verkaufen? Seitdem ist die Feinunze um 200 USD gestiegen.


    Die alten Argumente funktionieren heute weniger denn je, denn das Finanzsystem hat Krämpfe, ausgelöst durch eine Überdosis an billigem Geld. Zuviel Kredit trieb die Kühe auf´s Eis, um wild zu tanzen. Sie beschwipsten sich mit Greenspanscher Zinsbowle, bis die ersten da landeten, wo jeder landet, der schlauer sein will als die Götter - auf dem Hosenboden. Dabei waren es bislang verhältnismäßig kleine Knochenbrüche, die vermeldet wurden. Tierärzte fliegen nun Sondereinsätze mit ihren Helikoptern, um dem Rest der Herde weitere Bowle nachzukippen. Die Angetrunken schreien nach noch mehr Gläsern.


    Bekommen sie die nicht, büchsen sie aus oder fallen einfach um. In Anbetracht der Billionen Dollar, die weltweit schon im Feuer sind, scheint der bislang aufgestiegene Rauch nur das Vorglimmen eines größeren Fegefeuers zu sein. Die Immobilien - und Bankenkrise bekommt gerade weitere Kinder. Jetzt sind auch die Kreditkartenunternehmen dran, bald die Autofinanzierer und alle, deren Geschäftsgrundlage der Kredit ist.


    Die Realwirtschaft wird folgen, nicht nur die amerikanische. Auch britische und spanische Märkte sind so aufgedunsen, dass diese Blase demnächst auch ihre Nadel findet. Entgegen der Expertenmeinung schränken Banken bereits jetzt ihre Kreditvergabe ein. Fragen Sie mal Mittelständler oder die Nachbarn. Die Zeit des sorglosen Kredits ist vorbei. Jetzt geht es ans Rückzahlen, wenn überhaupt möglich.


    Wundert es da jemanden, dass Gold als Krisenmetall und universeller Wertspeicher seinen Glanz entfaltet und in Form von Barren und Münzen gehortet wird? Fragen Sie die deutschen Edelmetallhändler. Denen wird gerade wieder die Bude eingerannt. Auch Silber ist auf ein weiteres 28-Jahreshoch gestiegen, aber noch meilenweit vom seinem Allzeithoch entfernt und 55 mal billiger als sein große Bruder.
    Seit Monaten gibt es hier Lieferschwierigkeiten bei Münzen, weil zufälligerweise gleichzeitig in Australien, Kanada und den USA die Münzpressen defekt sind.


    Wie auf jedem Markt bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Von der Angebotsseite kommt auch in diesem Jahr nicht viel zusätzliches Gold auf den Markt. Südafrikas Minen sind nahezu erschöpft, die Produktionskosten jagen weltweit durch die Decke. Wieviel Gold die Notenbanken überhaupt noch besitzen ist unklar. In ihren Bilanzen wird Gold und Goldforderung in einem Posten ausgewiesen. Wieviel sie verliehen haben ist daher unklar, und auch die Frage, ob ihre Forderungen jemals einbringbar sind, oder diese an den Hälsen der Frauen in Indien funkeln.


    Der eigentliche Preistreiber ist aber die negative Realverzinsung. Das bedeutet, dass die Rendite von der Inflation aufgefressen wird. In diesem Moment schlägt die Stunde des Goldes. Und da die Leitzinsen wohl weiter fallen (müssen) und dadurch die Inflation Flügel bekommt, beginnt die Flucht in Sicherheit.


    Nein. Gold kann man wirklich nicht essen. Aber vielleicht kann man sich damit bald einen ganzen Bauernhof kaufen.

    Hi, leonardoma


    Was versteht du unter Absturz und "massiven Verlusten"?
    Wenn du darunter einen eventuellen Rückgang auf 800 - 850 USD/oz verstehst, heisst die Antwort: Natürlich, warum nicht?
    Wenn du darunter, ein Rückgang unter 650-700USD verstehst: Höchstwahrscheinlich, nein!


    Wie denn auch, bei den Konjunkturrückgangsbefürchtungen und angekündigten Zinssenkungen/Geldmengenausweitungen der FED.
    Solange die alternativen Anlagenmöglichkeiten noch eine negative reale Verzinzung bringen, sind Gold und Silber fundamental die Alternative Nummer 1.


    Schau dir nur die älteren Beiträge der 6 Monate mal an: Auch bei Überschreitung der 800USD/Unze-Grenze wurde geschrieben und orakelt, ob es schon für ein Einstieg schon spät wäre, und dasselbe Geschwätz wird auch bei Überschreitung der 1000USD/Oz-Levels die Leute beschäftigen. Du kannst aus diesem Teufelskreis nur ausbrechen, in dem du regelmäßig unabhängig vom Preis peu a peu einsteigst, und zu einem Mischpreis ein Bestand bildest. Punkt. Aus. Alles andere ist Spekulation!


    Aber ich denke du hast in deiner Frage bereits eine Grundverunsicherung, die du erst überwinden muss, um in Gold überhaupt einzusteigen. Physischer Goldkauf sollte keine Spekulation auf steigende Goldpreise sein, sondern ein Grundbedürfnis, deine Ersparnisse vor einem "grösseren Verlust" durch die Papierwährung zu schützen.
    Kurz- und mittelfristige "Verluste" von 20-30% sind dabei sowas von irrelevant, solange dieses "Irrsinn" um uns herum mit der Papierwährung und den Bubbles mit den Derivaten, Assets und Krediten, die einen Systemzusammenbruch wirklich fast zwingend herausfordern, weitergeht.


    Fazit: Du kaufst das Zeug und bunkerst sie, ohne dich zu freuen oder zu trauern, wenn das Zeug nach halbem Jahr 20% mehr oder weniger kostet. Es geht letztendlich wirklich um viel mehr!


    PS: Das ist nur eine persönliche Meinung, und keine Empfehlung oder These, die zur Diskussion steht.

    Verfasst von Jochen Steffens am 11.01.2008 um 18:40 Uhr
    Eine maskierte Deflation, eine absehbare Rallye und eine Echo-Bubble
    Ben Bernanke hat in seiner Rede deutlich gemacht, dass angesichts gestiegener Wachstumsrisiken zusätzliche geldpolitische Lockerungen notwendig sein könnten. "Bei Bedarf könnten substantielle weitere Eingriffe nötig sein", so Ben Bernanke. Mit diesen Aussagen macht Bernanke meines Erachtens deutlich, dass er die Gefahren einer Rezession höher einschätzt als die Gefahr einer Inflation.


    Die EZB sieht das anders, sie hat gestern die Leitzinsen unverändert belassen. Für sie besteht auch noch kein Handlungsbedarf, die europäischen Blue Chips halten sich noch gut und die Wachstumsaussichten sind (noch) nicht kritisch. Hier gilt es, die Inflation zu bekämpfen...


    ...Und hier kommen wir zu der eigentlichen Frage: Gibt es in den USA eine versteckte Deflation? Also eine Deflation, die durch die Auswirkungen der gestiegenen Rohstoffpreise zurzeit nur überlagert wird? Vieles spricht dafür.
    Fassen wir einmal die preisdämpfenden Faktoren zusammen:


    1. Der Einbruch im US-Immobilienmarkt hat deflationäre Auswirkungen. Die exorbitanten Preissteigerungen der Immobilienhausse, die sich in allen Bereichen auswirkten, die auch nur entfernt mit "Bauen" zu tun hatten, gehören der Vergangenheit an. Zurzeit ist ein massiver Preisverfall zu erkennen.


    2. Das Geld, das den Gewinnen des Immobilienbooms zur Verfügung stand, ist nun ebenfalls aus dem Markt.


    3. Hinzu kommt, dass viele Hypothekenschuldner aufgrund der höheren Zinsen nur noch das Nötigste konsumieren können.


    4. Wenn der Arbeitsmarkt durch eine Rezession in Bedrängnis kommt, wird sich auch das auf den Konsum negativ auswirken: Weniger Arbeitnehmer = weniger Konsum.


    5. Aber in diesem Fall werden auch die Löhne nicht weiter steigen und sich dämpfend auf den Konsum auswirken.


    6. Hinzu kommt, dass Menschen in Erwartung einer Rezession größere Anschaffungen nach hinten stellen. Auch das ist eine Belastung für den Konsum und damit für die Preise.


    7. Nicht vergessen sollte man, dass die gestiegenen Energie und Benzingpreise dazu führen, dass die Verbraucher weniger Geld in den Taschen haben.


    8. Und dann wird die Kreditmarktkrise dazu führen, dass die Unternehmen weniger investieren können, da die Kreditvergabe zurzeit erheblich erschwert ist (was übrigens natürlich auch ganz besonders für die Immobilienbereich gilt).
    Eine sinkende Investitionsbereitschaft wirkt sich schlussendlich ebenfalls negativ auf die Preisentwicklung aus.


    Sie sehen, es gibt aktuell eine Vielzahl von Faktoren, die sich alle "deflationär" auswirken.
    Was passiert also, wenn die Rohstoffpreise nicht mehr weiter steigen? Wird dann in den USA der Deflation die Maske entrissen und ihre hässliche Fratze zum Vorschein kommen?
    Das ist nicht unwahrscheinlich und würde erklären, warum Ben Bernanke auf eine Lockerung der Geldpolitik einschwenkt. Die Fed wird alles tun, um einer deflationären Entwicklung möglichst früh entgegenzutreten, zu einem Zeitpunkt, wo alle noch von Inflation reden!


    Die Folgen wären für den Markt bullish


    Nun müssen wir nur einen Schritt weiter denken. Gehen wir einmal davon aus, dass sich das genauso entwickelt wie dargestellt. Eine Deflation wird durch niedrige Zinsen bekämpft.


    Niedrige Zinsen führen:


    1. zu einer Stabilisierung des US-Häusermarktes,
    2. zu einer Entlastung der Hypothekenschuldner,
    3. zu einer Entlastung der durch die Kreditmarktkrise in Bedrängnis geratenen Banken,
    4. zu einer erhöhten Investitionsbereitschaft (und Kreditvergabe)....


    ...Denn das große "Sorgenkind", das all diese schönen Überlegungen einfach über Bord werfen kann, ist der Dollar!


    Durch weiter sinkende Zinsen wird der Dollar geschwächt, was wiederum zu einem starken Anstieg der in Dollar gelisteten Rohstoffpreise führen würde - und schon haben wir wieder den importierten Inflationsdruck in den USA. So lange dieser anhält, wird die eigentliche Deflation in den USA maskiert bleiben.
    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=6217

    Trotz höherer Inflation: EZB lässt Leitzins unverändert
    10.01.2008 | 16:27 | (DiePresse.com)


    EZB weiter im Dilemma: Eine Zinserhöhung würde den Wirtschafts-Aufschwung bremsen. Eine Senkung ist wegen der hohen Inflationsrate nicht möglich.
    Der wichtigste Leitzins im Euro-Raum bleibt trotz der hohen Inflation vorerst unverändert bei 4,0 Prozent.


    Bereits am 4,12.2007 verkündet: http://diepresse.com/home/wirt…8/index.do?from=simarchiv
    Die Euro-Währungshüter stecken in der Zwickmühle und werden die Leitzinsen unverändert lassen.
    „Die EZB wird zwar bellen, aber nicht beißen“, meinten etwa die Analysten des deutschen Bankhauses Metzler.

    Ja, die "Amtsstatistiker" argumentieren tatsächlich, das die reale Inflation nur eine vom Verbraucher " falsch gefühlte Inflation" ist. Bei einer angenommenen Lebensmittel-Komponente von 15% und Wohn-Anteil 15% sind die Verhältnisse im Warenkorb tatsächlich ziemlich realitätsfern. Dazu die ganze hedonistische Betrachtungsweise. So kann man dann aus 6%-8% realer Inflation, 3% zaubern.


    Das "delphinsche Zitat" erklärt das ganze Malheur mMn am Besten:


    "...Und jetzt stell Dir mal ein Rudel zweifellos brillianter Statistiker und Statistikerinnen in einem Besprechungszimmer vor, vor sich auf einem Tisch einen wehrlosen Warenkorb, im Rücken eine drückende Zielvorgabe und auf den Schultern die gesamte Verantwortung für die Erhöhungen von Hartz IV und der Mindestrenten."


    Da erübrigt sich jedwede Diskussion über irgendwelche Warenkorbzusammenstellungen und Inflationsberechnungsmethoden!



    http://www.ftd.de/boersen_maer…ation/301221.html?p=11#a1
    Wie hoch ist die gefühlte Inflation in der EU?
    Laut der jüngsten Umfrage der EU-Kommission schätzen Verbraucher im Euro-Raum die Inflation höer ein als in der Mitte der 80er- und Anfang der 90er-Jahre, als die Teuerung bei rund fünf Prozent lag - also deutlich höher als den tatsächlichen Wert, der derzeit bei 3,1 Prozent liegt. Hans Wolfgang Brachinger, der Statistik an der Universität Fribourg in der Schweiz lehrt, berechnet einen Index für die gefühlte Inflation - und hat eine Rate von über acht Prozent errechnet.


    Die große Diskrepanz zwischen gefühlter und tatsächlicher Inflation gibt es seit der Euro-Bargeldeinführung 2002. Statistiker erklären sich das Phänomen damit, dass die Menschen vor allem auf die Teuerung von Produkten des täglichen Gebrauchs achten. Diesen räumen Amtsstatistiker aber nur geringes Gewicht ein. Die Preisentwicklung von langlebigen Konsumgütern wie Neuwagen oder Computer, die im Warenkorb der Statistiker ebenso wichtig sind, nehmen die Verbraucher wiederum nicht wirklich wahr. Mit anderen Worten: Der starke Preisanstieg bei Milchprodukten wie Butter und Speisequark wird stärker wahrgenommen als die Verbilligung von Kommunikationsdienstleistungen.


    "Die Ökonomen argumentieren, dass die EZB die Zinsen trotz der zu hohen Inflation senkt, wenn sich eine massive Konjunkturschwäche abzeichnet. "Nicht Inflationsdaten, sondern Stimmungsindikatoren bestimmen die EZB-Politik", sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Als gutes Beispiel gilt für Krämer das Frühjahr 2001. Im Mai habe die Inflation damals bei 2,7 Prozent gelegen. Dennoch habe die EZB den Zins gesenkt."

    ....From AP, we can't believe our eyes when we read, "Plan Would Let Seniors Work to Pay Taxes". It seems that in Greenburgh, N.Y., the damned local government is eating the financial guts out of its citizens.


    For example, a 76-year old woman named Audrey Davison lives alone, gets a $620 Social Security check per month ($7,440 a year), and has to pay $12,000 a year in property taxes on the house that she has lived in for 43 years!


    Instead of the town saying, "Oh, my God! What kind of ravenous vampires have we become?" and lowering their damned spending and the damned taxes, "The town is pushing a program that would let seniors work part-time, for $7 an hour, to help pay off some of their property taxes."
    Some bozo named Scott Parkin, who for some reason is the spokesman for the National Council on Aging, said that the program "sounded interesting" to him, "as long as it wasn't limited to menial work." Apparently, easy "make-work" labor for old people is insulting, but gulag-style, back-breaking forced-labor is okay! With whips! Hahaha! "And if they fall under the load, grind them into pet food and take their houses!"


    He doesn't answer my question directly, but with a little clever editing, I can make it appear that way when I now insert his quote, "It's certainly in line with what we stand for, keeping seniors involved in work or volunteering as a part of healthy aging." Hahaha!


    Forcing old, sick people to work to pay their taxes is "in line with" what the National Council on Aging stands for! Hahaha!


    In case you were wondering why in the world your own government would be trying to enslave you or kill you with inflation, the answer is not, "Because they are evil scumbags who hate you and who want to see you dead", but because, as Daniel R. Amerman of InflationIntoWealth.com explains in his essay titled "Inflation Index Manipulation: Theft By Statistics", the purpose of the government ruining your life, the dollar, and the economy of the USA is, "through the manipulation of both inflation and inflation indexes, the government can simultaneously repay existing government obligations at 15 cents on the dollar, while repaying inflation-protected promises (in full) at a mere 27 cents on the dollar."


    I know what you are thinking. You are thinking, "Wow! What a scam! How can I get in on a little of that action?" The answer is, "Buy gold. Right now. Lots of it."


    In terms of buying power, you are going to love this… By the government lying to you about inflation so that they don't have to pay you so much in Cost-Of-Living-Adjusted Social Security benefits for 19 years, the effect is that you can buy four things at the Dollar Store with your Social Security benefit right now, but at the end of 19 years you will be able to buy only one thing. Hahaha!
    "We're from the government and we're here to help you!" Hahahaha!

    aus...http://www.mittelbayerische.de…gt_die_stunde_des_go.html


    Herr Bergold, der Goldkurs bricht aktuell alle Rekorde – weshalb?


    Die Hauptursache für den hohen Goldpreis ist die negative Realverzinsung. Das bedeutet, dass die Inflationsrate höher ist als die Verzinsung fest verzinster Anlagen. Immer, wenn die Inflation steigt, schlägt die Stunde des Goldes.


    Was macht Sie sicher, dass die Stunde des Goldes auch in Zukunft noch weiter kräftig schlagen wird?


    Der Goldpreis ist schon seit 5000 Jahren ein Indikator für die Inflationsentwicklung. Das ist wie beim Kanarienvogel, den die Minenarbeiter mit in die Grube nehmen. Kippt der Vogel um, wissen die Minenarbeiter, die Luft wird knapp. Genauso weiß der Anleger: Ist die Inflationsrate hoch, steigt der Goldpreis. Gold läuft also immer dann am besten, wenn die Realwirtschaft schwächelt.


    Das heißt also, dass die Inflationsrate in Deutschland Ihrer Ansicht nach weiterhin ansteigen wird?


    Ganz sicher, davon können Sie fest ausgehen.


    Wie hoch schätzen Sie das Plus bei der Inflationsrate für dieses Jahr ein?


    Ich gehe von einem Wachstum von acht bis zehn Prozent aus. Das ist ganz simpel zu errechnen: Man zieht vom derzeitigen Geldmengenwachstum das Gütermengenwachstum ab und bekommt das Inflationswachstum.

    aus...http://www.ftd.de/boersen_maer…%20EZB%20Kurs/301021.html


    Kritik an EZB-Kurs wächst
    von Mark Schrörs (Frankfurt) und André Kühnlenz (Berlin)
    Trotz gegenteiliger Beteuerungen der Europäischen Zentralbank (EZB) gehen Volkswirte davon aus, dass die EZB ihre Geldpolitik stärker am Wachstum als an der Inflation orientiert. Das führt zu einem falschen Eindruck.


    "Ungeachtet ihres Ziels Preisstabilität hat die EZB in der Regel empfindlicher auf die wirtschaftliche Aktivität als auf die Inflation reagiert", sagte Christel-Aranda Hassel, Leiterin Research bei der Credit Suisse. "Die Historie zeigt, dass die EZB weit mehr Gewicht auf das Wachstum legt", sagte auch Leo Doyle, Volkswirt bei Dresdner Kleinwort.


    Vor der Zinssitzung am Donnerstag äußern die Ökonomen damit Zweifel am rhetorischen Kurs der EZB. Wegen der Finanzkrise hält sie den Leitzins seit Juni bei 4,0 Prozent. Zugleich betont sie aber trotz des sich eintrübenden Konjunkturausblicks die Inflationsrisiken. Präsident Jean-Claude Trichet hat mehrfach gesagt, der "EZB-Kompass" habe nur eine Nadel: Preisstabilität.


    Dadurch erweckt die EZB den Eindruck, den Zins anheben zu wollen.
    Doch nehmen unter Volkswirten Spekulationen zu, die EZB könnte wegen der Konjunkturabkühlung bald gezwungen sein, wie bereits die US-Fed und die Bank of England den Zins zu senken. Da die Inflation mit 3,1 Prozent deutlich oberhalb des Preisziels von knapp 2,0 Prozent liegt, fürchtet die EZB aber, dass die Inflationserwartungen hochschnellen und eine Lohn-Preis-Spirale in Gang kommt.


    Die Volkswirte argumentieren, dass die EZB die Zinsen trotz der zu hohen Inflation senkt, wenn sich eine massive Konjunkturschwäche abzeichnet.


    "Nicht Inflationsdaten, sondern Stimmungsindikatoren bestimmen die EZB-Politik", sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank.


    Gute Aussichten für den Goldpreis.

    Die neue Ära, von Bill Bonner
    12. Dezember 2007


    Ein Gedanke geht mir schon sehr lange durch den Kopf. Dass diese ganze Ära das Ende einer Ära markiert. Ich habe den Verdacht, dass wir mindestens das Ende einer Kreditblase erreichen werden… und das Ende der Blase bei der Anlagespekulation wird gerade geschmiedet.


    Wir erreichen vermutlich auch gerade das Ende der Dollar-Ära im weltweiten Geldsystem. Das amerikanische Imperium scheint ebenso seinen Gipfel überschritten zu haben. Es verschwendet seine Ressourcen mit einer gewaltigen Geschwindigkeit und es ist schwer zu erkennen, woher man das Geld nehmen will, weiter zu expandieren.
    „Wir sind alle verdammt noch mal dem Untergang geweiht“, bringt es mein Freund, der Mogambo, auf den Punkt. Aber alles in allem sieht es so aus, als wären wir in verschiedener Hinsicht dem Untergang geweiht… oder auf eine ganz große Art, je nachdem, wie man die Sache betrachten möchte.


    Eines der Themen, die in den vergangenen acht Jahren in diesem Newsletter immer wiederkehrten, war die "Gipfelüberschreitung“ der westlichen Zivilisation. Macht und Geld sind in Bewegung, vom Westen zum Osten, wie auch der südafrikanische Pilot von gestern.


    „Man würde es nicht für möglich halten“, sagte ein Freund, der gerade von einem Besuch aus Shanghai zurückgekehrt ist. „Die Gebäude… die Leute… es ist wie eine Stadt der Zukunft… und so unglaublich groß. Es hat mir den Atem geraubt.“ Ich spüre es auch… jedes Mal wenn ich in den Osten reise. So viele Leute… und so viel Energie.


    Der Westen hat erst kürzlich über den Rest der Welt triumphiert – im 18., 19. und 20. Jahrhundert. Davor hatte jemand in Indien und China ungefähr den gleichen Lebensstandard – oder vielleicht sogar einen höheren Lebensstandard – wie jemand, der in Frankreich oder Großbritannien lebte. Doch dann hat der Westen zugelegt. Was genau war die Quelle des westlichen Erfolgs? Niemand weiß es. Doch eine Innovation war vermutlich von höchstem Rang – der Westen konnte Materie in Energie verwandeln… und dann wieder in Materie… und das deutlich schneller als jemals zuvor.


    Im Osten war nur Japan in der Lage in die Nähe dessen zu rücken – und auch das nicht, ehe die amerikanischen Kriegsschiffe dem Inselstaat gezeigt hatten, wie weit er zurückgefallen war.


    Und dann war die japanische Kriegsmaschinerie, nach einer atemberaubenden Phase der Imitation und des Wachstums, im frühen 20. Jahrhundert in der Lage, die Russen erfolgreich herauszufordern, und die Amerikaner erfolglos.


    Japans Scheitern im Zweiten Weltkrieg war weitestgehend eine Angelegenheit der Energie. Die Amerikaner besaßen Energie im Übermaß. Japan hatte kaum Energie. Und bei der entscheidenden Schlacht am Golf von Leyte standen die japanischen Schiffe, aufgrund von Treibstoffmangel, im Grunde genommen still.


    Ja, liebe Leser, unsere Zivilisation…und unsere Hegemonialmacht… sind von Energie abhängig.


    Ein Kollege hat mir eine Tabelle zukommen lassen. Sie zeigt die Verbindung zwischen Energie und dem Bruttoinlandsprodukt. Je mehr Energie man verwendet, desto höher steigt der Lebensstandard. An der Spitze des Lebensstandards stehen natürlich die USA… und da finden wir auch die Weltspitze des Energieverbrauchs. Und es ist vermutlich auch kein Zufall, dass hier die Weltspitze in Sachen Militärmacht zu suchen ist. I


    Ich habe meinem unerschrockenen Korrespondenten, Byron King, die Tabelle gezeigt. „Hmmm…“, sagte er. „Es sieht so aus, als gäbe es, wenn es keine Energie gibt, auch kein Bruttoinlandsprodukt mehr. Eine Korrelation bedeutet nicht immer einen kausalen Zusammenhang. Aber manchmal… du meine Güte!“


    Es ergibt natürlich Sinn. Man braucht Energie, um etwas herzustellen… und um etwas zu bewegen… und für die Landwirtschaft… für die Produktion… zum Kochen… zum Reisen. Und um den Rohrstock zu schwingen. Ich erinnere mich aus meiner kurzen Begegnung mit der Physik, dass die Gesamtmenge der Energie konstant ist….


    Und das Energie und Materie austauschbar sind. Öl ist schwarzes, klebriges Zeug. Es besteht aus Materie, die wir in Energie verwandeln… und wir verwenden die Energie, um andere Dinge in eine andere Form von Materie zu verwandeln – in Lastwagen und Autos zum Beispiel.


    Und dann stecken wir noch mehr Energie in die Tanks, um die Materie zu bewegen. Ich habe nichts gegen dieses Programm. Es beruhigt mein Gewissen, dass ich diese Erde nicht in schlechterem Zustand verlassen werde – in rein energiespezifischem Sinne. Irgendwie wird es noch genauso viel Energie geben, wenn ich mich davonschleichen werde, wie zu der Zeit, als ich strampelnd und schreiend auf die Welt kam. Das Problem liegt nicht auf der makrophilosophischen Ebene. Das Problem ist ein praktisches.


    Die Leute wollen mehr Kram.


    Es braucht Energie – und insbesondere in der Form des schwarzen, klebrigen Zeugs, die ich bereits erwähnt habe – diesen Kram herzustellen. Also wollen die Leute mehr Energie, um zu produzieren. D.h. sie werden mehr Energie brauchen, um ihren Lebensstandard zu halten.


    Das Problem ist, dass die Ölmenge irgendwie begrenzt ist. Es ist nicht so leicht, mehr Öl herzustellen wie mehr Dollar herzustellen.


    Also darf man davon ausgehen, dass der Preis steigen wird. Sogar effektiv wird der Preis vermutlich steigen, ganz einfach deswegen, weil mehr und mehr Menschen das Öl haben wollen… und das leicht erreichbare schwarze Zeug, das nahe der Erdoberfläche in leicht zugänglichen Gegenden liegt, ist bereits verbrannt.


    Zurück zur Tabelle. Während die USA, Großbritannien, Frankreich und andere reiche, entwickelte Länder an der Spitze stehen – sowohl beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf als auch beim Pro-Kopf-Energieverbrauch – stehen ganz unten die Länder, in denen es nicht viel Kram gibt – aber sehr viele Leute. China zum Beispiel. Es wird sehr viel Energie notwendig sein, China vom unteren Ende der Liste zum oberen Ende der Liste zu bringen. Aber das ist genau das Ziel, das China anstrebt. Und soweit ich höre, wird China auch dorthin kommen… und das heißt,


    dass die Chinesen vermutlich Energie verwenden werden, die sonst von den Leuten in den reichen Staaten verwendet werden würde.


    Ausgenommen, es gibt einen technischen Durchbruch, sollte man davon ausgehen, dass die Leute in den reichen Ländern sehr viel mehr für jedes Barrel Öl, das sie verbrauchen, werden bezahlen müssen. Doch der aktuelle Lebensstandard hängt von einem Ölpreis von 20 Dollar – vielleicht 40 Dollar – und womöglich sogar 80 Dollar ab.


    Bei 200 Dollar pro Barrel wird das Zubehör der Zivilisation deutlich teurer… und die Kosten dafür, an der Weltspitze zu stehen, sind dann sogar noch höher. Mit anderen Worten: die Kosten dafür, reich zu sein, steigen.


    Ceteris Paribus bedeutet das, dass die reichen Staaten nicht mehr so reich sein werden, wie sie es einst waren.


    Es bedeutet auch, dass die Kosten, eine Militärmaschinerie zu betreiben, steigen werden. Die amerikanische Militärmaschinerie ist der größte Ölverbraucher weltweit.


    Und noch eine Sache. Es gibt Leute, die davon ausgehen, dass es schon jetzt deutlich teurer ist, Öl zu verbrennen, als man direkt feststellen kann. Die Theorie besagt, dass zusammen mit der möglichen Energie, die in dem schwarzen Zeug steckt, darin auch ein ganzes Meer von Kohlendioxid steckt, das dann in die Atmosphäre dringt.


    Al Gore sagt, die Menschen hätten niemals zuvor in einer Welt gelebt, in der es so viel Kohlendioxid in der Atmosphäre gab. Zuletzt gab es das vor Millionen vor Jahren. In einer Welt, die sich sehr von derjenigen unterschieden hat, in der sich die Menschen entwickelten. Laut Gore, haben wir unbeabsichtigterweise die Bedingungen des Zeitalters der Dinosaurier wieder erschaffen. Und die Folge ist, dass wir eine Phase des massiven Klimawandels durchleben müssen – an den wir uns mit großen Kosten werden anpassen müssen – wenn wir uns daran überhaupt anpassen können. Ich kann nicht sagen, ob das so ist oder nicht. Es scheint glaubwürdig.

    Hi delphin,
    deine Ausführungen im Allgemeinen und deine folgende Formulierung im Speziellen, "...einen wehrlosen Warenkorb, im Rücken eine drückende Zielvorgabe und auf den Schultern die gesamte Verantwortung für die Erhöhungen von Hartz IV und der Mindestrenten."
    haben mich ohne Frage beeindruckt.
    So sachlich und zugleich verständlich ist die prinzipielle Grundlage der "Kreativität bei stattlichen Statistiken" bisher nicht erklärt worden.
    Respekt, Mann! Weiter so ;)

    aus...http://www.investor-verlag.de/…/investieren-in-gold.html


    ...Der "reale" Handel ... unter Berücksichtigung der Inflation
    Die "nominalen" Zinssätze, die Sie bei Ihrer Bank, im Internet oder durch die Zeitung erfahren, spiegeln nicht das vollständige Bild wider. Wir müssen zusätzlich die Inflation in Betracht ziehen.


    Und zwar deswegen: Wenn die Preise der Produkte, die Sie regelmäßig kaufen, wie Nahrung, Benzin etc. um 5 % steigen und die Bank Ihnen - gleichzeitig - Zinsen von 5 % auf Ihre Ersparnisse gibt, wird Sie die Bank nicht dafür entschädigen, dass Ihren Reichtum in Bargeld statt in Gold halten.


    In diesem Fall würden Wirtschaftswissenschaftler Ihren "realen" Zinssatz - den inflationsbereinigten Zinssatz - tatsächlich mit Null beziffern.


    1979 lagen die Zinssätze für kurzfristige Anleihen bei 8 %, aber die Inflation lag bei 13 %, also lagen die "realen" Zinssätze bei minus 5 % pro Jahr. Ist es da ein Wunder, dass die Leute Ihr Geld schnell im Goldmarkt anlegten, als Papiergeld zu halten?


    Bis 1981 hatte der damalige FED-Vorsitzende Paul Volker die Zinsen für kurzfristige Anleihen auf 15 % erhöht und die Inflation damit auf 6 % gedrückt, also lag der Realzinssatz bei fast 10 %. Noch vor 1982 ging der Goldpreis auf unter 400 Dollar zurück.


    Heute steht der nominale Zinssatz in den USA um die 5 %. Zur gleichen Zeit liegt die Inflation bei 4 - 5 % … und der amtierende Fed-Vorsitzende Ben Bernanke sagt, dass er die Zinsen wahrscheinlich nicht sehr viel weiter anheben wird...


    Die Realzinssätze liegen aktuell also nahe Null … und viele Investitions-Gelder sind bereits vom Bargeld in Gold gewandert