Auf die Kommentare zum COT Bericht am Freitag bin ich jetzt schon gespannt.
Im letzten COT Bericht und im Banken Participation Report wurde schon berichtet, dass sich die Banken von short Futurs getrennt haben.
Da bei den als kommerziell eingestuften Teilnehmern am Futurshandel der überwiegende Teil der offenen Kontrakte liegt werden diese als Marktbeherrschend eingestuft. Die Kontraktausrichtung ist dabei überwiegend auf der short Seite.
Damit gilt als Indikation:
Eine Reduzierung der offenen Kontrakte deutet auf eine Reduzierung der durch die kommerziellen Händler eingegangen shorts hin. Umgekehrt führt eine Erhöhung des OI zu einem Aufbau.
Goldreporter berichtete: http://www.goldreporter.de/us-…n-silber-glatt/gold/9275/
Bitte liebe Analysten, verabschiedet euch von der Nettobetrachtung der COT Daten. Netto vernebelt nur die Sinne!
Ihr unterstellt das wenn ich 100 EURO Minus auf meinem Konto habe und ein anderer aus meiner „Gruppe“ 50 EURO plus hat, ist die Gruppe mit 50 netto short. Ist doch doof, oder?
Bei den Banken sind es doch auch mehrere die unterschiedlich ausgerichtet sind.
Die Nettobetrachtung im Schweinezyklus oder bei den Nahrungsmitteln macht da schon eher Sinn. Aber nicht beim Geld, Gold und Silber!
Zum Marktgeschehen:
Diese Glattstellung fanden am 28. und 29.04. von ca. 145.000 Kontrakten auf ca 130.000 Kontrakte statt. Im Zuge der starken Verkäufe Anfang Mai stiegen die Kontrakte wieder auf 135.000.
Die Tagesberichte unter: http://www.cmegroup.com/tools-…html?report=dailybulletin
Zitate Ted Butler und meine Ergänzung:
http://www.goldseiten.de/conte…artikel.php?storyid=16160
„1.) Die Preisdrückung am Sonntagabend, 6 $ innerhalb von 12 Minuten, bei anfänglich schwachem Globex-Volumen zielte eindeutig darauf ab, den Silberpreis auf eine steile Talfahrt zu schicken. So etwas habe ich noch nie zuvor erlebt. Es gab keine fundamentalen Entwicklungen beim Silber, die dies gerechtfertigt hätten. Deswegen handelt es sich nicht um echte Preisfindung, sondern um Preisbestimmung und Manipulation. Welche Stellung bezieht die Kommission in dieser Angelegenheit?“
Anmerkung: Der 28. und 29.04 waren die Tage mit dem Preistop! An diesen Tagen wurde das Top durch die Reduzierung von 15.000 short Kontrakten nach oben unterstützt. Die aktivste Kursfestellung erfolgte dabei in Zeiten wo viele regulären Börsen geschlossen haben. Die Bullenfalle schnappte zu.
In der Nacht vom Sonntag dem 01.05. erlebten wir wie der Kurs dann in die Richtung gebracht wurde. Im Zuge des danach folgendem Preiseinbruches in der Woche vom 02. bis 05.05. stiegen die offenen Kontrakte wieder auf 135.000. Ergo die Banken haben die shorts wieder aufgebaut. Der angeschlagene Markt bekam seinen Druck dadurch verstärkt.
Ab Freitag den 06.05. bis Dienstag den 10.05. fielen die offenen Kontrakte auf 123.537. Dieser Wert ist nun fest als Basis für den COT Bericht am Freitag.
""Nach dem vorläufigen Bericht für Mittwoch wurden nun wieder 5.143 zusätzliche shorts in den Markt gegeben und die Umsätze zogen deutlich an. Wir erleben somit wieder günstige Einkaufskurse. Oder die Bullenherde wird weiter auseinander getrieben.""
(Nachtrag, im FINAL Bericht ist der für Mittwocj beschriebene Aufbau von 5.143 Kontrakten geändert in eine Rückgang von 451 Kontrakte) 
Die weiteren Punkte die Butler anführt flankieren die Aktionen im Futursmarkt zusätzlich.
„2.) Die Serie von Margin-Erhöhungen durch die CME Group steigerte zusätzlich den Druck auf einen Markt, der ohnehin schon abwärts rollte. Die Erhöhungen der Margins beweisen im besten Fall, dass diese zuvor beim Silber zu niedrig angesetzt waren, dass die CME inkompetent und nachlässig bei der Festlegung der Margins war und dass man ihr diese Befugnis entziehen sollte. Im schlimmsten Fall beweisen sie, dass die CME die Erhöhung der Silber-Margins zeitlich so legte, dass sie ihren wichtigsten Mitgliedern bei der Verursachung des Silber-Crashs tatkräftig zur Seite stehen konnte.
Anders ausgedrückt: Bei steigenden Preisen weigerte sich die CME, die Margin-Sätze zu erhöhen, da damit den Insider-Shorts Schaden entstanden wäre, und sie warteten, bis die Preise sanken, um den Longs zu schaden und die Shorts zu belohnen. Ich kann nun aus Erfahrung sagen, dass man die CME am besten als kriminelles Unternehmen betrachtet. Welche Meinung hat die Kommission in dieser Angelegenheit?“
Zitat Ende!
Mein Fazit:
Handelstrategien aus dem COT Daten unter Nettobetrachtung kann man vergessen. Man muss den Spekulanten auf die Finger schauen. Nach langer Abstinenz haben die Drücker wieder mal saubere Arbeit geleistet. Die verbalen Argumente der Analysten werden folgen um uns zur Rückkehr ins Papier zu ermutigen.
PS:
passt gut dazu: http://www.propagandafront.de/…ttet-ihre-grosbanken.html