http://www.goldreporter.de/usa…-gold-derivate/gold/7624/
Zitat:
USA-Banken: JP Morgan hält 85 Prozent aller Gold-Derivate
Ende 2010 waren US-Banken in Wetten auf den Goldpreis im Nominalwert von 192 Milliarden US-Dollar involviert.
Weiterhin größter Player: Das Bankhaus JP Morgan.
US-amerikanische Geschäftsbanken hielten Ende 2010 Gold-Derivate im Nominalwert von 191,95 Milliarden US-Dollar. Die Zahl lag 14,5 Prozent höher als im Quartal zuvor.
Das geht aus dem aktuellen Bericht der amerikanischen Bankenaufsicht Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hervor.
Größter Player unter des US-Geschäftsbanken im Handel mit Gold-Futures, Gold-Forwards, Gold–Optionen und Gold-Swaps ist nach wie vor JP Morgan. Der Bankenriese steigerte den Wert der gehaltenen Gold-Derivate per 31. Dezember 2010 auf 163,83 Milliarden US-Dollar. Gegenüber den 98,90 Milliarden Dollar zu Ende des Vorquartals entspricht dies einem Plus von 65 Prozent.
Insgesamt hatte JP Morgan unter den amerikanischen Geschäftsbanken einen Anteil von 85 Prozent am Gold-Derivate-Markt. Die Zahl lag im vergangenen Jahr schon einmal bei 98 Prozent.
Der überwiegende Teil dieser Papiere (82 Prozent) hatte eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.
Zitat Ende:
Ergänzungen:
Der Artikel enthält leider einen Folgefehler. Der 98 % Rekord aus dem vergangenem Jahr ist leider nicht der Rekord.
http://www.goldreporter.de/jp-…r-gold-derivate/gold/951/
Die Reports können hier abgerufen werden - http://www.occ.gov/topics/capi…ves-quarterly-report.html
Auch ich bin diesem Fehler aufgesessen. Der Aufbau der Statistik zeigt das Ranking der TOP 5 US Banken im Derivate bereich. Dabei liegt die Tabelle 9 aus dem Bericht zu Grunde.
Wells Fargo wechselt sich mit HSBC im Ranking oft ab. So dass die HSBC mit 27% des gesammten Volumens in den Bereich OTHER Banks verschwindet und nicht mehr namentlich genannt wird. Das JPM alleine agierte passte auch nicht richtig in das Bild.
Somit war der Anteil von JPM im Q1 2010 "nur" 72% mit 84 Mrd. am gesamten Derivatevolumen bei den Edelmetallen. Die 85 % mit 163,8 Mrd. von JPM Ende Dezember 2010 sind damit wohl eher der Rekord.
HSBC war mit Stand September 2009 mit 24% nach JPM die zweite Gold- und Silber Derivatebank. HSBC reduzierte per Dezeber das Engagement auf 14%.
Das restliche 1% der Derivate für Edelmetalle hält die Citibank. Die Bank of Amerika ist nach 29.000.000 USD Goldderivate im Dezeber nicht mehr dabei.
Nachfolgendes Geschehen aus dem Bank Participation Report für die Futurs:
Am 07.12.2010 halten die 4 US Banken im Gold 22,5% der Short Futurs oder 135.602 Kontrakte von 603.632 des Open Interest.
Auf der Long Seite halten die 4 US Banken im Dezember 2010 32.444 Kontrakte oder 5.4% vom Gesamtvolumen. Das Jahr begann mit gerade einmal 2.391 Long Futurs auf Gold.
Nach der Story über den „Verkauf eines Fonds“ im Januar 2010 erfolgte am Futursmarkt ein Abbau des OI von 603.632 vom 07.12.2010 bis zum 01.02.2011 auf 462.907 Kontrakte.
Die Banken reduzierten in diesem Zusammenhang ihre Short Positionen in den Futurs um 39.018 Kontrakte. Die Long Positionen gingen um 13.811 Kontrakte zurück.
Die Fakten:
JPM hält 85% der Derivate im Dezember? Im gesamten Jahr 2010 erfolgte ein Anstieg des Derivatevolumens und aber auch der Edelmetallpreise. Bei HSBC wurde schon abgebaut.
Mindestens eine der beiden Banken (JPM oder HSBC) baute 2010 30.000 Long Futurs Kontrakte auf. Die anderen können es nach dem Derivate Bericht nicht gewesen sein.
Die Fragen:
Ergibt es einen Sinn für JPM neben den Short Kontrakten auch Long Kontrakte aufzubauen? Ist nicht vielleicht HSBC die Bank mit den Long Kontrakten?
JPM ist die Domina und offensichtlich zum großen Teil alleine Short. Damit steht sie gegen den Markt mit dem Rücken zur Wand. Nachfolgende Ereignisse werden damit auch plausibler.
Noch schlimmer sieht es für JPM wohl im Silber aus. Da gibt es bei den US Banken im Dezember 2010 nur 376 Long Kontrakte aber 26.332 Short Kontrakte.
Auch im Silber dominiert JPM mit 61% oder 11,8 Mrd. Dollar den Markt. HSBC hält 38%. Bei beiden Banken ist mit dem Aufwärtstrend auch ein Aufbau der Positionen im Silber zu beobachten.
HSBC hat ein eigenes Silberlager an der Comex. JPM bisher nicht. Die eigenen Silberbestände von HSBC halbierten sich im Jahr 2010 auf jetzt rund 10 Mio. Unzen.
JPM ist zwar jetzt auch Lagerbank mit 30.844 Unzen. Aber diese wenigen Unzen sind verwaltete Lagerbestände und sind wohl eher als Masse für den neuen Fond zu sehen.