Klar, wenn man genau wüsste wie es funktioniert, wäre es keine Manipulation mehr, okay?
Wie? Beispielsweise:
Nun wenn Du für 2000 Euro ein Gold Index Fond ETF kaufst, hat dein Händler zwei Möglichkeiten:
- er kann long gehen, also das Gold kaufen und sich in den Save legen.
- er kann short gehen, also ein Short Zertifikat (Future) an der Comex kaufen und z.B. mit 2000 Euro Gold im Wert von 20000 Euro Shorten. Der Hebel dürfte nämlich circa, bei 10:1 liegen!
Früher war es absolut unüblich, dass sich ein Käufer an der Comex die Ware liefern lässt, ich glaube vor einem halben Jahr wurden die Kontrakte, die auf physische Auslieferung bestehen - teurer.
Aber der wichtigste Grund für die möglichen Manipulationen ist, dass dann die Währungen besser aussehen. Und wenn Du gerade für 700 Milliarden Bundesschatzbriefe unter die Leute bringen musst, steckst Du vielleicht gerne vorher mal 1-2 Milliarden in gehebelte Shorts, auf die Gefahr hin dabei einen Verlust einzufahren. Den Gewinn holst Du Dir dann beim Verkauf der Bundesschatzbriefe leicht wieder zurück.
Wer hats gesagt?
Paul Volcker hats gesagt. Er - der ehemalige Chef des Schatzamtes der USA - meinte in einem Interview: "in der Bankenkrise 1980 hätte man den Fehler gemacht den Goldpreis zu wenig zu beachten".
Inzwischen schenkt man ihm die gebührende Beachtung. Vielleicht darf derzeit das Gold mal wieder etwas steigen, weil in den letzten Wochen der Dollar so stark wurde (im Vergleich zum Euro).
Aber das beste Argument für die Manipulation ist der derzeitige Goldpreis bei den Händlern. Heute ist Gold (fast) aus:
- Westgold bietet derzeit noch 2 Goldmünzen (zu Sammlerpreisen) an, der Rest ist aus!
- ProAurum stellt seinen Internethandel ein, man kann nur noch vor Ort kaufen, falls es noch etwas gibt.
- selbst CoinInvestDirect - die hatten bisher immer volle Lager - gehen die beliebten Grössen bei den Barren aus, es gibt nur noch 20g und 10 g. Da müsste der Spot doch durch die Decke gehen, oder? Tut er aber nicht, dem Spot ist das Wurscht, er steigt zwar, aber gemächlich. Und ich würde nicht darauf wetten wollen, dass er morgen weiter steigt, worauf ich aber jederzeit wetten würde ist, dass sich die Lage bei den Händlern weiter verschärft. Und ich glaube auch nicht, dass das nur an der Barrengrösse liegt. Zumal man jetzt eigentlich seit einem Jahr steigende Bedarfe sieht, die Produzenten hätten sich vielleicht darauf einstellen können. Und gerade bei Barren steht weder eine Jahreszahl drauf, noch wird er schlecht.
Und das ist doch komisch, wenn ich Aktien kaufe und es gibt wenig Verkäufer, aber viele die ein Kaufinteresse haben, dann wird das doch irgendwie an den Kursen deutlich und spürbar. Das ist bei Gold (und Silber auch fast aus, bei den dreien von oben) komischerweise irgendwie anders. Man lässt die Kaffeetasse fallen und sie fliegt an die Decke.