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Delphin,
Du hast genau den richtigen Punkt angesprochen. Es geht um grosse Mengen, laut Jim Willie. Was mir aber nicht einleuchtet, wenn ich eine Tonne für 1400 EUR pro Unze(=1900 USD) kaufen will, wieso beginne ich nicht damit 10kg bei Proaurum für 1300 EUR zu kaufen? Bei Westgold und zig anderen Händlern gäbe es auch noch viele Kilos für wenig Geld!
Bei Sprott und seinen angeblichen Versuchen Silber in grossen Mengen zu kaufen, hatten/haben wir ja das selbe Phänomen. In kleinen Mengen gibt es keine Lieferengpässe, in grossen (angeblich) schon! Das erscheint mir hirnrissig! Wenn ich eine grosse Menge haben will, kann ich immer mit einer kleinen Menge anfangen. Umgekehrt wäre schwierig!
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Ich denke ähnlich wie Liberdad. Wenn Du wirklich große Mengen kaufen willst (1 Tonne war von mir weit zu gering geschätzt) dann wird der Goldhändler um die Ecke - auch wenn er P.A. heisst, nicht helfen können. Dann muss Du wahrscheinlich zu Heraeus, Umicore, Grossbanken oder direkt an die Minen gehen. Und sollte das Gold dort knapp (s.u.) sein, wirst Du eben draufzahlen müssen.
Wenn Du 10 Tonnnen binnen eines Monats brauchst (warum auch immer) dann nutzen Dir 100 Kilo von PA eben wirklich nichts. Ich denke das Problem ist nicht mal die Menge, sondern eben die Kombination Menge/Zeitpunkt. Mit einem Grosseinkauf machst Du den Markt eng. Egal ob er vorher schon eng war, oder eben nicht. Und Du dringst ja nicht in einen Markt ein, auf dem es keine Vertragsbindungen gäbe, will sagen wenn Heraus jeden Monat 1 Tonne verkauft, dann weiss Heraeus sicherlich am Anfang des Monats auch schon, wo 700 Kilo hingehen werden. Und auch den Preis (in %-tualer Relation zum POG). Es wird Rahmenverträge geben, es wird Vorbestellungen geben, usw.
300 Kilo sind dann vielleicht noch verhandelbar, ständige Kunden werden bevorzugt.
Vermutlich sieht das eine Stufe höher - bei den Grossbanken ähnlich aus. Und da schiesst dann ein Käufer rein und will x Tonnen Gold extra bis zum Monatsende. Und über die Coex will er nicht mehr gehen.
Ich kannte mal jemanden, der beim Verkauf von Gold im 2-3 stelligen Tonnenbereich involviert war. Nur am Rande. Solche Verkäufe wurden - damals - von einer Internationalen Behörde koordiniert und sie achteten darauf, dass nicht zu viel Gold auf einmal verkauft werden konnte, bzw auf den Markt kam. Damals dacht ich, der Grund dafür wäre eine Sorge um eine gewisse Preisstabilität, heute denke ich, man teilte vielleicht auch ein, wer, wo, wieviel kaufen darf. Im ganz grossen Rahmen, also auf der Ebene von Notenbanken, meine ich. Das Gold durfte in dem Jahr, nicht auf den Markt gebracht werden.