Man findet immer irgendwo ein Land, wo es noch miserabler ist, und irgendjemandem, dem es noch schlechter geht ... Im Slum von Bombay z.B. Das dient nur der Sedierung bzw. der Ruhigstellung, gern immer garniert mit irgendwelchen selektiven Geschichtchen ...
Das Geht-uns-doch-gut-Narrativ ist doch nur die immerwährend neu erzählte Legende aller Machthaber. Das Eiapopeia vom Himmel, das man singt dem Volk, dem großen Lümmel, wenn es greint (o.ä.) ...
In der DDR erzählten uns die Lehrer auch, dass man in keinem Land besser leben würde als in der DDR, dem siebtstärksten Industrieland der Welt ... (außer natürlich in der UdSSR, der Heimat aller Werktätigen) Wie stolz wir waren auf all die Errungenschaften und unsere Lebensqualität. Na ja, bis die Miesmacher und vom Klassenfeind bestellten Defätisten, die machten es uns kaputt ... Und wie wir die ausgebeuteten Arbeiter in der BRD und die armen vom KKK gepeinigten Neger in den US-Slums bedauert haben ...
Wenn man mal nüchtern überlegt, kann man stets grob drei Gruppen identifizieren, die dieses "Geht-uns-doch-gut-und-sind-ein-so-reiches-Land-Narrativ" verbreiten:
1. Junge Leute, noch schulisch indoktriniert;
2. Gut situierte Rentner und Pensionäre;
3. Systemprofiteure und Beamte ...
(Keiner von denen ist wertschöpfend tätig, bis auf einige Unternehmer, die sich der Oberschicht zurechnen)