Analyst prophezeit China-Crash für 2010
Von Daniel Eckert 18. Januar 2010, 18:04 Uhr
Wie entwickeln sich die Märkte in diesem Jahr? Investment-Gurus basteln derzeit an spektakulären Szenarien. Hedgefonds-Manager James Chanos glaubt, dass die Super-Staatsblase China platzt, weil die Regierung Wirtschaftsdaten bewusst manipuliert. Auch von anderen Analysten kommen alarmierende Prognosen.
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Die vielleicht beunruhigendste Prophezeiung für das neue Jahr kommt von dem Hedgefonds-Manager James Chanos. Während alle Welt bass erstaunt auf das Wachstum in China blickt und hofft, dass das Reich der Mitte die Welt in eine neue Phase des Wohlstands führt, sieht Chanos in der Volksrepublik eine Art Super-Staats-Bubble. „Peking manipuliert die Zahlen. Das ist wie Dubai – nur tausendmal schlimmer“, polterte er unlängst auf dem Fernsehsender CNBC. Chanos wurde dadurch bekannt, dass er die Pleitefirma Enron lange vor der Wall Street als groß angelegten Betrug erkannte. Nun hat er China ins Visier genommen: Seiner Einschätzung nach ist die Zukunft der Milliardennation nicht die Weltmacht, sondern der Crash.
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Gegen den zuletzt an Anhängerschaft gewinnenden Optimismus wendet sich auch David Karsbøl von der dänischen Saxo Bank. Wider alle Erwartungen werden sich die Kräfte der Geldverknappung (Deflation) gegen die Kräfte der Geldentwertung (Inflation) durchsetzen, argumentiert der Volkswirt. Das führt dazu, dass am Aktienmarkt das große Zittern umgeht. Gleichzeitig gewinnt die Rallye am Rentenmarkt trotz der staatlichen Kreditorgie noch mal an Fahrt. Bis Ende des Jahres wird die zehnjährige Bundesanleihe seines Erachtens einen Kursanstieg um fast zehn Prozent verzeichnen.
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