Beiträge von schuldenblase

    @ rhöngold: Danke für Deinen Beitrag!


    Im Prinzip hat der interviewte Banker schon Recht: im heutigen Konfetti-Zeitalter hat Gold tatsächlich keine Bedeutung mehr - weil sein "Gegenwert" im Vergleich zum Konfetti-Geld-Ozean allenfalls noch ein Tropfen ist.


    Die BRD hat alleine letztes Jahr in 6 Monaten mehr neue Schulden aufgenommen, als der gesamte Goldschatz der Buba wert ist...


    Die Frage ist allerdings, womit nach dem (meiner Meinung nach unaufhaltbaren) Zusammenbruch des Papiergeldsystems die nachfolgende Währung hinterlegt werden soll, um ihr Substanz und damit Vertrauen zu geben.


    Gold stünde da an erster Stelle.
    Es kämen natürlich noch andere nicht beliebig vemehrbare Realwerte in Frage: z.B. die (teilweise?) Zwangsabtretung von Land- Firmen- und Immobilienbesitz an den Staat...

    Zitat

    Für eine ernsthafte Verknappung von Silber auf dem Weltmarkt spricht eigentlich gar nichts - Also auch Nichts für einen realen spekulationsbedingten Kaufkraftgewinn


    Die spannendste Frage ist die, wohin die Leute ihr Fiat-Geld tauschen, wenn der Vertrauensverlust die allgemeine Stimmung beherrscht.


    Da es nur noch Fiat-Währungen gibt, existiert (im Gegensatz zu 1923) keine sichere "Fluchtwährung" mehr. Da bleiben zwangsläufig nur noch die klassischen Edelmetalle.
    Gold wird dann auch steigen - aber Silber wegen seiner kleineren Ausgangsbasis und seiner geringeren Verfügbarkeit um ein vielfaches stärker.


    Nehmen wir einmal an, von den 6 Milliarden Menschen auf der Erde würde jeder im Durschnitt nur 1 Unze Silber gegen Fiat-Money kaufen wollen: wo sollen die 6 Milliarden Unzen herkommen??
    Mal davon abgesehen, daß theoretisch heute schon ein einzelner Milliardär die gesamten heute existierenden lieferbaren Silberbestände (maximal ca 600 Millionen Unzen) aufkaufen könnte.


    Das zum Thema Materialverknappung. Die wird erst richtig sichtbar, wenn der Run darauf begonnen hat. Und dann ist für die meisten einfach kein Material mehr lieferbar...

    Aladin:

    Zitat

    Also ich glaube nicht das Deutschland so dumm ist sein Gold zu verkaufen.


    Dein Optimismus in allen Ehren. Aber eine Regierung, der das Wasser bis zum Hals steht, ist zu allem fähig. Und spätestens ab 2007 wird der Wasserstand nochmals deutlich steigen. Bis dahin sind alle sonstigen leicht versilberbaren Vermögensgegenstände des Bundes versilbert und die Wirtschaft wir spätestens ab 2007 nochmals kräftig einknicken.
    Dann wird sich die völlig phantasielose Steuererhöhungspolitik rächen, die eine neue Insolvenzwelle auslösen wird.

    Also zunächstmal: nun fallt doch nicht gleich über adevon her!


    Ich habe verstanden, was und wie er es meint.


    Es gibt hier im Forum natürlich verschieden Meinungen, was das Fiat-Geld-Systen anbetrifft.


    Vielleicht ist als mögliche Zukunfts-Perspektive interessant, was der alte Wallstreet-Guru Julian Robertson (der ehemalige König der Hedge-Fonds, nun im Ruhestand) in einem Interview sagte:


    Hier ein Kernsatz daraus:

    Insana then asks, "Where does it end?" And he said, "Utter global collapse." Not simply economic collapse; complete disintegration of all infrastructure and of all public structures of governments. Utter, utter collapse. That the end is collapse of simply epic proportion.


    In 10 years time, he said, whoever is still alive on the planet will be effectively starting again.
    Hier der Link:
    Julian Robertson about the economic future

    man höre und staune:


    n-tv bringt auf seiner website einen Bildbericht über Silber - und äußert sich sogar positiv zum weißen Edelmetall. Von wegen, Silber ist tot und man findet dafür keine Käufer...


    (Zum Bericht etwas runterscrollen)
    Silber bei n-tv

    Adevon

    Zitat

    schuldenblase: ich glaube mit der "befürchtung" dass das so kommt stehst du ein wenig allein...


    Ob ich da alleine stehe, weiß ich nicht.


    Im Jahre 1913 wäre wahrscheinlich auch einer alleine dagestanden, wenn er behauptet hätte, daß sich in 10 Jahren die Reichsmark in Nichts auflösen würde.
    Er wäre wahrscheinlich sogar in der Klapsmühle gelandet.


    Hätte er 1000 Reichsmark 1913 in Form von Gold-Münzen aufbewahrt (50 x 20RM zu jeweils gut 7 Gramm Gold), wäre er 1924 nach dem Staatsbankrott prima dagestanden.
    Auch wenn er die 1000 RM in Form von Silbermünzen aufbewahrt hätte, hätte er sich mit den 5 Kg Silber in den Notzeiten vieles leisten können.


    Hätte er 50 Papierscheine à 20 RM aufbewahrt, wäre der 1923 der Heizwert dieser Scheine mehr Wert gewesen, als ihre Kaufkraft.


    Der Unterschied von 1913 zu heute ist:


    1913 war ein Währungskollaps nicht absehbar (damals gab es ja noch die Gold-Deckung, die hob Ihro Majestäten erst ein Jahr später auf)


    Heute steht das Menetekel deutlich an der Wand.

    Hallo twinson, habe erst jetzt den Link zu Deiner homepage entdeckt, wo Du die Eagles ja noch viel ausführlicher beschreibst...
    Habe ich mir die Mühe wohl umsonst gemacht.
    Sorry, sollte keine Konkurrenz werden!

    Die 20-US-Dollar Goldmünze ( sog.double eagle) wurde in 4 verschiedenen Ausführungen geprägt.


    Von 1908 bis 1933 mit der schreitenden Liberty (auch "walking liberty" oder "St Gaudens " (nach dem Designer des Motivs) genannt) auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ein fliegender Adler mit dem Zusatz "in God we trust":


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    [Blockierte Grafik: http://www.coinfacts.com/doubl…le_1912_Rev_Trompeter.jpg]



    Hier die Auflagen

    Die 20-US-Dollar Goldmünze ( sog.double eagle) wurde in 4 verschiedenen Ausführungen geprägt.


    Von 1907 bis 1908 mit der schreitenden Liberty (auch "walking liberty" oder "St Gaudens " (nach dem Designer des Motivs) genannt) auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ein fliegender Adler ohne den Zusatz "in God we trust":


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    [Blockierte Grafik: http://www.coinfacts.com/doubl…ltra_HR_Rev_Trompeter.jpg]


    Hier die Auflagen

    @Edelman: war ein guter Kauf!


    Ich habe auch ein paar (double-)eagles, die ich vor einem Jahr noch knapp über dem Metallpreis bekam.
    2 davon sind wohl im Umlauf gewesen und zeigen entsprechende leichte Spuren - das tut ihnen aber keinen Abbruch.
    Zudem diese Münzen aus 0.900er Gold sehr unempfindlich sind - man sie also auch mal in die Hand nehmen kann ohne daß gleich ein größerer Karosserie-Schaden entsteht.

    Trotz der Einschmelzaktion haben viele Eagles überlebt - teils wurden sie "illegal" aufbewahrt, teils wurden sie von den Wohlhabenden ins Ausland (Schweiz, Kanada...) gebracht und dort verwahrt, wo die US-Staatsgewalt nicht zugreifen konnte.


    Nachdem einige US-Amerikaner in den letzten Jahren das Gold als Anlageklasse wiederentdeckt haben, stürzen sie sich natürlich (glory. glory, halleluja...) vor allem in die Goldmünzen aus ihrer eigenen Geschichte.
    Somit werden auch die noch "häufigeren" Jahrgänge deutlich über dem Goldpreis gehandelt, selbst wenn sie deutliche Umlaufspuren zeigen.

    Kaum eine andere Münze verkörpert so sehr die Schmach, die dem Gold angetan wurde so sehr, wie der (Double)-Eagle.


    Nicht nur, daß diese Münzen als Zahlungsmittel durch Papier ersetzt wurden - es wurde sogar über 40 Jahre lang unter Androhung schwerer Strafen deren Besitz verboten. Und sie wurden vom Staat rigoros konfisziert und eingschmolzen. Millionen dieser wunderbaren Teile wanderten erzwungenermaßen in den Schmelzofen.
    Eigentlich düften sie gar nicht mehr existieren.

    Gute Idee twinson!


    Für mich geht von denjenigen Goldmünzen, die tatsächlich für den Zweck geprägt wurden, als echtes Geld in den Umlauf zu kommen, eine besondere Faszination aus.
    Die Bullion-Prägungen wie Krügerrand, Maple, Philharmoniker usw. in allen Ehren - so eine echte Geld-Gold-Münze ist etwas besonderes. Wie ein Relikt aus einem Paradies, aus dem die Menschheit ab 1914 von den Fiat-Money-Hohepriestern vertrieben wurde.

    Wie problematisch die Lagerung in den USA ist, kann sich bald zeigen:


    Aktuelles Beispiel: die Klage von US-Bürgern (unter Star-Anwalt Fagan) gegen die BRD auf Einlösung von Goldanleihen aus der Weimarer-Republik. Sollte die Klage Erfolg haben, muß die BRD ca. 8 Mrd Euro Entschädigungen zahlen. Ich bin sicher, man wird ersatzweise auf das in den USA gelagert Gold zurückgreifen - da wären schon einmal 700 Tonen weg. (Die 3500 Tonnen Gold der BRD haben einen aktuellen Gesamtwert von gut 40 Mrd Euro )

    Adevon

    Zitat

    mein vorschlag wäre es einfach knapp und eindeutig zu formulieren was wir wollen:
    eine öffentliche sSellungnahme über die deutschen Goldreserven. besonders sollen die punkte der vorhandenen menge und lagerungsorte der jeweiligen mengen genannt werden.


    Ich stimme adevon zu: knappe Anfrage mit den wesentlichen Punkten.
    Vielleicht noch die Anfrage, warum der größte Teil dieser Reserven im Ausland lagert - und nicht schon längst hier.
    Eine Goldreserve macht nur Sinn, wenn man auf sie nach Belieben auch in Krisenzeiten zurückgreifen kann - und nicht dem goodwill (oder badwill) anderer Staaten sowie deren jederzeit änderbaren Gesetzen und deren Rechtssprechung unterworfen ist.


    Das von unserer Regierung immer wieder vorgebrachte fadenscheinige Argument, der Transport wäre zu teuer, ist Unsinn.
    Wir haben mehrere Marine-Schiffe, die jedes für sich die gesamte Menge ohne Probleme transportieren könnte.
    Kosten dafür: nahe null.
    Der Landtransport von der Federal Reserve zum Hafen und vom deutschen Hafen zum Lagerort (ausgediente Bundesbunker aus dem kalten Krieg, z.B. zum Ex-Regierungsbunker bei Ahrweiler) würde allenfalls ein paar Millionen kosten.